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Medizin

Endometriumkarzinom: Gen könnte Erfolg einer Radiotherapie beeinflussen

Mittwoch, 16. September 2020

/eldarnurkovic, stock.adobe.com

Bern – Eine Mutation, die Krebszellen daran hindert, Doppelstrangbrüche ihrer DNA zu reparieren, erhöht beim Endometriumkarzinom offenbar die Erfolgschancen einer Strahlentherapie.

Die in Cell Reports (2020; DOI: 10.1016/j.celrep.2020.108068) beschriebene Mutation könnte dazu genutzt werden, die Radiotherapie gezielter einzusetzen.

Die Strahlentherapie führt zu Doppelstrangbrüchen in der DNA, die für die Zelle tödlich sind, wenn sie nicht repariert werden. Hierzu sind Krebszellen weniger in der Lage als normale Zellen. Denn beim chaotischen Krebswachstum kommt es häufig zum Verlust von Genen, die für die Reparatur von Doppelstrangbrüchen benötigt werden.

Diese Reparatur kann auf verschiedene Weise erfolgen. Ein wichtiger Mechanismus ist das „Non-homologous end-joining“ (NHEJ). Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass die Radiosensitivität von Tumoren stark davon abhängt, ob die Krebszellen die Fähigkeit zur NHEJ verloren haben.

Ein Team um Sven Rottenberg von der Universität Bern ist bei einer systematischen Suche jetzt auf ein Gen gestoßen, das ebenfalls an der NHEJ beteiligt ist und die Wirksamkeit der Radiotherapie beim Endometriumkarzinom offenbar stark beeinflusst.

Patientinnen, bei denen das Gen ERCC6L2 durch Mutationen ausgefallen war, überlebten nach einer Radiotherapie zu 100 %. Von den Patientinnen, deren ERCC6L2 keine Störung aufwies, war nach 10 Jahren nur die Hälfte gestorben.

Die Forscher haben die Rolle von ERCC6L2 bei einer systematischen Suche nach Genen entdeckt, die die Radiosensitivität von Krebszellen beeinflussen. Ihr Ziel ist die Entwick­lung einer personalisierten Radiotherapie, wie sie für die Chemotherapie bereits eingesetzt wird. Dort lässt sich die Wirksamkeit der Behandlung anhand einer gene­tischen Untersuchung der Krebszellen in vielen Fällen vorhersagen. © rme/aerzteblatt.de

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