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Universitätsmedizin Greifswald bittet Patienten um pseudonymisierte Gesundheitsdaten

Freitag, 28. August 2020

/vegefox.com, stock.adobe.com

Greifswald – Die Universitätsmedizin Greifswald beginnt ab sofort, Patienten während ihres Aufnahmegesprächs zu fragen, ob ihre pseudonymisierten Gesundheitsdaten für die medizinische Forschung verwendet werden dürfen.

Die Einwilligung, die den Patienten digital per Tablet vorgelegt wird, ist der landesweite Standardtext (sogenannter „Broad Consent“) der Medizininformatik-Initiative (MII).

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Die Universitätsmedizin Greifswald ist Partner im MIRACUM-Konsortium des MII und ei­ner der ersten Standorte, die in einer Pilotphase den MII-Mustertext zur Patienteneinwi­lli­gung sowie eine digitale Registrierung der Einwilligung nutzt.

Der volldigitale Prozess soll eine schnelle Übertragung der jeweiligen Einwilligung in das klinische Dokumentationssystem KAS+ ermöglichen. Zukünftig soll diese Lösung auch in einem etwas anderen Umfeld im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ge­förderten Projekt RADARplus in Arztpraxen eingesetzt werden.

Um die Voraussetzung für eine deutschlandweit einheitliche Nutzungsmöglichkeit der Da­ten für medizinische Forschungsfragestellungen zu schaffen, hatten sich alle Universi­tätsmedizinstandorte auf ein strikt einwilligungsbasiertes Vorgehen geeinigt, bei wel­chem der Patient während des Aufenthalts im Universitätsklinikum auf Basis einer erläu­ternden Patienteninformation um seine Einwilligung zur Nachnutzung seiner klinischen Daten gebeten wird.

Sowohl für die Patienteninformation als auch für das Formular zur Einwilligung haben sich alle Standorte auf einen einheitlichen Mustertext verständigt, der identische Optio­nen für den Patienten in der Einwilligung vorsieht und somit die spätere einheitliche Nachnutzung standort- und konsortienübergreifend ermöglicht.

Die Konferenz der unabhängigen Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder hat im April 2020 ihr Einverständnis zum Mustertext gegeben. © aha/aerzteblatt.de

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penangexpag
am Samstag, 29. August 2020, 09:24

der richtige weg

Bei Abwägung aller Argumente für und gegen ist dies ein richtiger Schritt. Zu überlegen wäre, ob man die Einwilligungserklärung den Patienten besser bei der ENTLASSUNG mitgibt damit sie die zuhause unterschreiben - aus den hinlänglich bekannten Gründen. Eine Ausfallsrate ist damit allerdings verbunden, könnte aber durch passende Maßnahmen verringert werden.
LNS

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