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Gegenwind für Bayer in Glyphosatstreit

Freitag, 28. August 2020

/picture alliance, Revierfoto

San Francisco – Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer bekommt bei der ange­streb­­­ten Einigung im milliardenschweren US-Glyphosatstreit erneut Gegenwind. Der zuständige US-Bundesrichter Vince Chhabria kritisierte in einer Anhörung gestern den Mangel an Fortschritten bei Vergleichsgesprächen und rügte dabei das Leverkusener Unternehmen.

Der Richter gibt den Streitparteien nun noch rund einen Monat Zeit. Dann will er ent­schei­­den, ob er die Fortsetzung von Prozessen um angebliche Krebsrisiken glyphosat­haltiger Unkrautvernichter erlaubt, die er wegen der Vergleichsverhandlungen vor Mona­ten ausgesetzt hatte.

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Bayer selbst bleibt zuversichtlich, einen Vergleich schließen zu können. Der Konzern hatte sich eigentlich schon Ende Juni den Befreiungsschlag in der Causa Glyphosat er­hofft und einen fast elf Milliarden US-Dollar (aktuell rund 9,3 Milliarden Euro) schweren Deal zur Beilegung des Streits angekündigt.

Allerdings hatten dem nicht alle Kläger zugestimmt. Zudem störte sich Bundesrichter Chhabria an dem gesonderten Teil der Vereinbarung, der mögliche künftige Fälle abdeckt.

Angesichts der Skepsis des Richters zog Bayer den Antrag auf Zustimmung zum Umgang mit den möglichen künftigen Fällen zurück. Bayer will drohende künftige Fälle mit vom Tisch haben, um das Glyphosat-Thema ein für alle Mal zu beenden.

Der Ansatz bleibe, eine umfassende Lösung zu finden, hatte Bayer-Chef Werner Baumann Anfang August im Zuge der Veröffentlichung der Zahlen für das zweite Quartal gesagt. Ein neuer Vorschlag werde mit den Repräsentanten künftiger Fälle besprochen, hieß es. © dpa/aerzteblatt.de

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