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Medizin

Vegane Ernährung erhöht Risiko für einen Jodmangel

Dienstag, 1. September 2020

/minoandriani, stock.adobe.com

Berlin – Wer sich vegan ernährt, hat ein erhöhtes Risiko für einen Jodmangel. Darauf deuten die Ergebnisse einer Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hin, die jetzt im Deutschen Ärzteblatt erschienen ist.

Die BfR-Wissenschaftler vergleichen darin die Nährstoffversorgung bei 36 vegan und 36 Mischkost essenden Personen. „Bei beiden untersuchten Ernährungsformen hapert es bei der Jodversorgung. Hierbei ist die Unterversorgung bei der veganen Variante jedoch deut­lich ausgeprägter“, sagte der BfR-Präsident Andreas Hensel.

Kein wesentlicher Unterschied zeigte sich in Bezug auf Vitamin-B12, das bei beiden Gruppen in etwa dem gleichen Maß ausreichend im Blut vorhanden war. Da Vitamin-B12 in einer für den Menschen verfügbaren Form fast nur in tierischen Lebensmitteln vor­kommt, könnte die Versorgung bei den sich vegan ernährenden Teilnehmenden laut dem BfR an der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln liegen.

Die Wissenschaftler weisen daraufhin, dass die Untersuchung auch gesundheitliche Vor­teile einer veganen Ernährungsweise anzeigen, zum Beispiel eine höhere Aufnahme von Ballaststoffen und niedrigere Cholesterinwerte.

Laut den Forschern ist das Interesse an einer veganen Lebensweise in den vergangenen Jahren in Deutschland gestiegen. Marktforschungsumfragen ließen vermuten, dass circa sechs Millionen der deutschen Bürger einer vegetarischen Ernährung und knapp eine Million einer veganen Ernährung folgen. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #835887
Susanne Baum
am Mittwoch, 2. September 2020, 09:57

Der Zeitgeist der unsachlichen Diskussion macht leider auch nicht Halt im Ärzteblatt

Sehen Sie es tatsächlich als hilfreichen Kommentar von "eingefleischten Veganern" mit einem nicht zu überhörenden sehr negativen Ton zu sprechen? Denken Sie, Ihre Argumentation wird gehört, wenn Sie sich unangenehm in den Vordergrund stellen? Denken Sie in Zeiten von "Eroberung des Reichstags durch sogenannte Reichsbürger" kann man auch wieder ungeniert über Andersdenkende / Anders lebende öffentlich lästern? Ich meinerseits hoffe, dass diese Zeiten nie wieder kommen und bitte Sie höflichst in Zukunft eine sachliche Diskussion zu führen, sehr geehrter Herr Dr. med. G. Schätzler!
Durchaus erkennt man Veganer an einem gesünderen Lifestyle, wie viele Studien belegen - und nicht an erhöhter Infektanfälligkeit und Kraftlosigkeit: mehr Ausdauersport, BMI im Normalbereich, weniger Raucher und Alkoholabusus. Sicherlich ist Ihnen nicht bekannt, dass sehr viele Hochleistungssportler auf eine vegane Ernährung wechseln um eine höhere Leistung erzielen zu können. Gerne können Ihnen hier Lewis Hamilton, Novak Djokovic, Venus Williams, Patrik Baboumian, Jermain Defoe und viele andere das Gegenteil eines kraftlosen Veganer aufzeigen. Noch nie ist mir in meiner 33 jährigen Berufserfahrung ist mir ein Veganer durch Jodmangelstruma aufgefallen. Diesen trifft man hierzulande (und ich lebe in den Alpen auf 480 HHM) gerne bei omnivoren Menschen aus der Landwirtschaft an.
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Dienstag, 1. September 2020, 19:41

Eingefleischte Veganer erkennen!

Wie erkennt man eingefleischte Veganer?
Am Kropfband wegen der Jodmangelstruma wie in Alten Zeiten in Bayern und Austria, als man nur jodfreies Steinsalz aus Salzburg/A oder Bad Reichenhaller/D Spezialsalz kaufte und kein Meersalz von Franzosen, Italienern und Norddeutschen.

Außerdem stellt sich mit zunehmendem Eisenmangel eine gewisse Kraftlosigkeit und Infektanfälligkeit ein.

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund (z.Zt. Beaune/F, Hospiz Hôtel-Dieu)
LNS

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