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Ausland

EU-Kommission will gemeinsame Kriterien für Reisebeschränkungen

Freitag, 4. September 2020

/Jonathan Stutz, stock.adobe.com

Brüssel – Die EU-Kommission hat einen Vier-Punkte-Plan für besser abgestimmte Reise­beschränkungen in Europa wegen der Coronakrise vorgelegt. Die Behörde empfahl den EU-Mitgliedstaaten heute „gemeinsame Kriterien und Schwellenwerte“ für Reisebe­schrän­­kungen.

Darüber hinaus sollte es demnach ein Farbcodesystem zur Kennzeichnung von Risikoge­bieten sowie einen gemeinsamen Rahmen für Auflagen für Reisende wie Tests oder Qua­rantäne geben. Und schließlich müsse eine „klare und rechtzeitige Information“ der Öffentlichkeit erfolgen.

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Wie bereits zu Beginn der Pandemie im Frühjahr gehen die EU-Staaten derzeit sehr un­terschiedlich bei Reisebeschränkungen wegen COVID-19 vor. So gibt es von deutscher Seite zwar eine Reisewarnung für die belgische Hauptstadt Brüssel, nicht aber von fran­zösischer. Ungarn hat unter Berufung auf Corona sogar generell die Einreise untersagt. Ausnahmen gibt es nur für Reisende aus Polen, Tschechien und der Slowakei.

Die Freizügigkeit sei eine der greifbarsten Errungenschaften der EU, sagte EU-Kommissi­onspräsidentin Ursula von der Leyen in einem Video. Gleichzeitig sei es in der Corona­kri­se sehr wichtig, die Ausbreitung des Virus zu begrenzen.

Die Bürger seien aber „oft verwirrt“ von den von Land zu Land unterschiedlichen und sich schnell ändernden Reisebeschränkungen. „Wir müssen für mehr Klarheit und Berechen­bar­keit sorgen.“

Wie von der Leyen ausführte, soll die EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde ECDC dazu „jede Woche eine aktualisierte Karte herausgeben“, auf denen die nationalen Maßnahmen gekennzeichnet sind. Regionen würden dabei je nach Lage grün, orange oder rot dargestellt.

Die Kommission plädiert demnach dafür, auch Reisenden aus roten Zonen mit hohen In­fektionszahlen die Einreise innerhalb der EU nicht zu verweigern. „Stattdessen empfehlen wir den Regierungen, auf Tests oder Quarantäne zurückzugreifen“, sagte von der Leyen. Tests sollten dabei „die bevorzugte Option sein, um den Menschen das Reisen zu erleichtern“.

Inwieweit die Vorschläge der Kommission nun aufgegriffen werden, hängt von den Mit­gliedstaaten ab. Denn die Gesundheitspolitik und Einreisebeschränkungen sind nationale Kompetenzen. © afp/aerzteblatt.de

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