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SARS-CoV-2-­Neuinfektionen in Spanien und Großbritannien auf hohem Niveau

Montag, 7. September 2020

/picture alliance, Daniel Bockwoldt

Madrid – Die Zahl der Neuinfektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus hat in Spanien den höchsten Wert seit Ende des Lockdowns im Juni erreicht. Bei Tests, die innerhalb der letz­ten 24 Stunden durchgeführt worden seien, habe es 4.503 neue positive Ergebnisse ge­geben, teilte das Ge­sund­heits­mi­nis­terium in Madrid am vergangenen Freitagabend mit.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen SARS-CoV-2-Infektionen sei allerdings wegen ver­spätet gemeldeter Fälle im Vergleich zum Vortag sogar um mehr als 10.000 auf fast 500.000 gestiegen, hieß es. Der bisherige Höchstwert der täglichen Neuinfektionen nach Ende des Lockdowns war vor genau einer Woche mit 3.829 registriert worden.

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Sorgen bereitet vor allem die Situation in der Region Madrid. Auf die Hauptstadt entfiel erneut der Löwenanteil der Neuinfektionen: 1.462, etwa ein Drittel der Gesamtzahl. Da­hinter folgen mit großem Abstand das Baskenland mit 678 und die Kanarischen Inseln mit 363 neuen Fällen.

In Katalonien, noch vor wenigen Wochen das spanische „Epizentrum“ der Neuausbrüche, hat sich die Lage inzwischen deutlich verbessert. Für die Autonome Gemeinschaft im Nordosten des Landes wurden am Freitag nur noch 160 Neuinfektionen gemeldet.

Die Regionalregierung in Madrid gab derweil neue Einschränkungen bekannt, die heute in Kraft treten sollen. Sowohl im öffentlichen wie im privaten Bereich werden ab nächster Woche nur noch Treffen von höchstens zehn Personen erlaubt sein, soweit diese nicht demselben Haushalt angehören.

Das seien die Situationen, die für die meisten Neuausbrüche verantwortlich seien, sagte Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso. Zudem wird unter anderem die zugelassene Höchstzahl der Teilnehmer an Hochzeiten, Beerdigungen und anderen Veranstaltungen wieder deutlich reduziert.

Mit fast 3.000 neuen SARS-CoV-2-Fällen hat Großbritannien gestern die höchste Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus seit Ende Mai gemeldet. Wie das Gesundheitsmi­nis­terium in London mitteilte, wurden 2.988 Neuansteckungen verzeichnet.

Großbritannien ist mit 347.152 Infektions- und 41.551 Todesfällen das am stärksten von der Coronapandemie betroffene Land in Europa.

Der gesundheitspolitische Sprecher der oppositionellen Labour-Partei, Jonathan Ash­worth, bezeichnete die steigenden Infektionszahlen im Onlinedienst Twitter als „zutiefst besorgniserregend“. Er forderte Ge­sund­heits­mi­nis­ter Matt Hancock auf, im Parlament dazu Stellung zu nehmen. © dpa/afp/aerzteblatt.de

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