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Medizin

Fast jeder zweite Patient stirbt in den ersten fünf Jahren nach einem Schlaganfall

Dienstag, 29. September 2020

/psdesign1, stock.adobe.com

Erlangen-Nürnberg/Würzburg – Fast jeder zweite Patient stirbt innerhalb von 5 Jahren nach einem ersten Schlaganfall. Jeder fünfte erleidet einen erneuten Schlaganfall inner­halb von 5 Jahren. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, zu sterben, mit 49,6 % bei Frauen etwas höher als bei Männern (41,8 %).

Das berichtet ein Forschungsteam um Peter Kolominsky-Rabas von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sowie Viktoria Rücker und Peter Heuschmann von der Universität Würzburg in der Fachzeitschrift Stroke (DOI: 10.1161/STROKEAHA.120.029972).

Kolominsky-Rabas, Leiter des Interdisziplinären Zentrums für Health Technology Assessment und Public Health, hat 1994 das Erlanger Schlaganfall-Register (ESPro) gegründet. Daten des Registers mit Krankheitsverläufen von bis zu 20 Jahren sind die Grundlage für die vorliegende Studie. Die Wissenschaftler bezogen Daten von 3.346 Patienten ein.

„Mit den im ESPro erhobenen Daten können wir die gesamte Versorgungskette von Akutbehandlung, Prävention, Rehabilitation und Langzeitpflege verfolgen“, erläuterte der Wissenschaftler.

Das Langzeitüberleben und die Wiederholungsrate unterschieden sich erheblich je nach Ursache des ersten Schlaganfalls: So haben Patienten, deren Schlaganfall durch den Verschluss kleiner Arterien ausgelöst wurde, die höchste Überlebenswahrscheinlichkeit nach 5 Jahren. Dagegen liegt diese Rate bei Patienten mit einem sogenannten kardio­embolischen Schlaganfall, der unter anderem durch Vorhofflimmern verursacht werden kann, am niedrigsten.

Die Gefahr, innerhalb von 5 Jahren einen erneuten Schlaganfall zu erleiden, war bei Verengungen der kleinen Hirngefäße (Mikroangiopathie) und bei Ablagerungen der großen hirnversorgenden Gefäße (Makroangiopathie) besonders gering.

Was die Zahlen auch zeigen: In den vergangenen Jahrzehnten hat sich in Erlangen die Überlebenswahrscheinlichkeit nach einem ischämischen Schlaganfall deutlich verbessert – und zwar über alle Schlaganfallsubtypen hinweg.

Dies steht laut den Forschern im Einklang mit der bundesweiten Entwicklung. Mögliche Erklärungen seien Verbesserungen bei den Behandlungsmöglichkeiten und im Umgang mit der Erkrankung, etwa die Einrichtung von sogenannten Stroke Units. © hil/aerzteblatt.de

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