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AstraZeneca stoppt vorerst Test von Coronaimpfstoff

Mittwoch, 9. September 2020

/picture alliance, AAP, Dan Himbrechts

London/Washington – Der Pharmakonzern AstraZeneca hat die klinische Phase-III-Studie für seinen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 vorsorglich gestoppt, nachdem bei einem der Teil­nehmer gesundheitliche Probleme aufgetreten sind.

Das sei eine Routinemaßnahme für solche Fälle, teilte das britische Unternehmen in der Nacht zu heute mit. „In großen Versuchsreihen treten Erkrankungen zufällig auf, müssen aber von unabhängiger Seite untersucht werden, um das gründlich zu überprüfen.“

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AstraZeneca werde die Untersuchung beschleunigen, damit sich das Zulassungsverfahren für den Impfstoff so wenig wie möglich verzögere, hieß es weiter. Bei der Überprüfung geht es letztlich darum festzustellen, ob die gesundheitlichen Probleme vom Impfstoff ausgelöst wurden. Während des Stopps sollen keine weiteren Studienteilnehmer geimpft und bisher geimpfte Personen weiterhin beobachtet werden.

Bei den nicht näher genannten gesundheitlichen Problemen handele es sich um einen Einzelfall, betonte das Unternehmen. Der Impfstoff befindet sich unter anderem in den USA in der dritten und abschließenden Studienphase mit mehreren zehntausend Teilnehmern.
AstraZeneca machte keine Angaben zu der Erkrankung.

Die New York Times berichtete unter Berufung auf eine informierte Person, dass es sich bei dem gesundheitlichen Problem um Transverse Myelitis handele – eine Entzündung, die das Rückenmark treffe und von Vireninfektionen ausgelöst werden könne.

Der von AstraZeneca hergestellte Impfstoff AZD1222 beruht auf einem Adenovirus aus Schimpansen, das Gene von SARS-CoV-2 in die menschlichen Zellen transportiert.

Keine Kompromisse bei der Sicherheit

AstraZeneca und acht weitere Pharma- und Biotechunternehmen hatten erst gestern versichert, dass sie bei der Entwicklung eines Coronaimpfstoffs keine Kompromisse bei der Sicherheit machen werden.

Dieser ungewöhnliche Schritt folgte mit Blick auf Bedenken, dass es vor allem in den USA politischen Druck zwecks einer Eilzulassung erster Impfstoffe vor der Präsidentenwahl am 3. November geben könnte. © nec/aerzteblatt.de

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Avatar #760158
wilhem
am Mittwoch, 9. September 2020, 17:11

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Ich versuche es nochmal Nostradamus, da Sie nie antworten. Sie stellen immer nur Vermutungen ohne Belege auf!! Bitte Belege! Wo sind die??
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