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Grippe oder COVID-19? Diagnose anfangs laut Virologin Ciesek schwierig

Mittwoch, 9. September 2020

/Catalin, stock.adobe.com

Frankfurt/Main – Die üblicherweise zum Winteranfang beginnende Grippesaison und die gleichzeitig andauernde Coronapandemie werden die Ärzte nach Ansicht der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek vor besondere Herausforderungen stellen.

Es lasse sich anfangs nicht leicht beantworten, ob eine „normale Grippe“ oder eine Infektion mit der von den Coronaviren ausgelösten Krankheit COVID-19 vorliege, sagte Ciesek der Deutschen Presse-Agentur.

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„Die Symptomatik kann insbesondere in der Frühphase der Infektion sehr ähnlich sein“, erklärte die Professorin für Medizinische Virologie an der Frankfurter Goethe-Universität. „Bei beiden Erkrankungen sind Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Schnupfen und abdominelle Beschwerden wie Bauchschmerzen und Erbrechen häufige Symptome.“

Ohne einen Test könnten die Symptome nicht sicher unterschieden werden. Ob eine Erkrankung an Grippe oder an Covid-19 für den Einzelnen gefährlicher sei, lasse sich nur sehr schwer sagen.

„Die Gefahr, an COVID-19 zu sterben, ist nämlich sehr stark altersabhängig“, sagte Ciesek. „Insgesamt kann man festhalten, dass bei älteren Menschen COVID-19 noch viel gefähr­licher ist als Influenza.“ Insgesamt müsse aber COVID-19 ernstgenommen werden und sei nicht mit einer Grippewelle zu vergleichen. © dpa/aerzteblatt.de

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