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Ausland

Auch Italien diskutiert Verkürzung der Coronaquarantäne

Mittwoch, 9. September 2020

Italiens Ministerpräsident Guiseppe Conte /picture alliance, AP, Hassan Ammar

Rom – Nach den Überlegungen Frankreichs zur Verkürzung der Quarantänezeit für Coronainfizierte diskutiert auch Italien eine solche Maßnahme. „Wenn wir die Quarantäne verkürzen sollten, würden sich auch die sozialen und wirtschaftlichen Kosten reduzieren“, sagte der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte. Die Verkürzung der Quarantäne von 14 auf sieben Tage sei eine „wichtige Perspektive“.

Der französische Gesundheitsminister Olivier Véran hatte gestern gesagt, dass diese Option in Frankreich geprüft werde. Eine Entscheidung soll in Paris übermorgen getroffen werden.

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Der Lungenfacharzt Luca Richeldi, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des italienischen Gesundheitsministeriums, sagte: „Das ist eine Entscheidung, die sehr wahrscheinlich auch in Italien in Erwägung gezogen wird, vor allem, weil es großen Einfluss darauf hätte, die Quarantänemaßnahmen zu vereinfachen.“

Nach Ansicht zahlreicher italienischer Experten ist eine Verkürzung der Quarantänezeit bei einer Coronainfektion ohne Symptome sinnvoll.

„14 Tage Isolation zu empfehlen hatte zu Beginn der Pandemie Sinn und war richtig, weil wir nichts über dieses Virus wussten“, sagte Mario Clerici, Immunologie-Professor an der Universi­tät Mailand, dem Corriere della Sera heute. „Heute kennen wir das Virus sehr viel besser und eine so lange Quarantäne ist übertrieben, vor allem für die Infizierten ohne Symptome.“ © dpa/aerzteblatt.de

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