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EU-Kommission will 200 Millionen Dosen SARS-CoV-2-Impfstoff von Biontech und Pfizer

Mittwoch, 9. September 2020

/picture alliance, Flashpic, Jens Krick

Mainz/Brüssel – Die EU-Kommission will dem Mainzer Unternehmen Biontech und dem US-Konzern Pfizer 200 Millionen Dosen eines potenziellen Coronaimpfstoffs abnehmen.

Zusätzlich soll es eine Option zum Erwerb von weiteren 100 Millionen Dosen geben, wie die EU-Kommission und die Unternehmen heute mitteilten. Erste Gespräche über die Lieferung seien erfolgreich beendet.

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Die Lieferung könnte nach Angaben der Firmen Ende 2020 starten, sofern der Impfstoff­kandidat zuvor von den Behörden zugelassen wird. Konkret geht es um den mRNA-basierten Impfstoffkandidaten BNT162. Die EU würde im Erfolgsfall die Verteilung an die Mitglieds­staaten übernehmen.

Bereits im Juli hatte die US-Regierung mit Biontech und Pfizer eine Vereinbarung zur Lieferung von 100 Millionen Dosen und eine Option auf weitere 500 Millionen Einheiten des potenziellen neuen Impfstoffs getroffen.

Der mögliche Wirkstoff der Firmen befindet sich momentan in der klinischen Erprobung der sogenannten zweiten und dritten Phase, diese Tests finden auch in Deutschland statt.

Weltweit arbeiten zahlreiche Pharmaunternehmen und Institutionen mit Hochdruck an der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten gegen das Coronavirus. Die EU-Kommis­sion schloss bereits einen Liefervertrag mit AstraZeneca, vorbereitende Sondierungs­gespräche wurden außerdem bereits mit den Unternehmen Sanofi-GSK, Johnson & Johnson, CureVac und Moderna erfolgreich abgeschlossen.

Die EU-Kommission verfolgt die Strategie, die Entwicklung mit Vorabzahlungen zu beschleunigen und mit zu den ersten zu gehören, die die Mittel beziehen können. Nur Impfstoffe werden aus Sicht von Experten die weltweite Pandemie letztlich eindämmen und weitere verheerende wirtschaftliche Folgen vermeiden.

„Nie waren unsere Chancen - und das gilt sowohl für die Menschen hier in Europa als auch im Rest der Welt - besser, einen sicheren und wirksamen Impfstoff zu entwickeln und einzusetzen“, erklärte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Auch Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) begrüßte die Nachricht aus Brüssel. © afp/aerzteblatt.de

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