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Migräne und Spannungskopfschmerz laut RKI in Deutschland weit verbreitet

Freitag, 11. September 2020

/drubig-photo, stock.adobe.com

Berlin – Kopfschmerzen sind laut einer Untersuchung des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Deutschland weit verbreitet, am häufigsten sind Migräne und Spannungskopfschmerzen. Laut der RKI-Befragung berichteten 51,1 Prozent der Teilnehmenden von Kopfschmerzen in den letzten zwölf Monaten.

Spannungskopfschmerzen und Migräne träten überwiegend im erwerbsfähigen Alter auf und nähmen dann stetig ab, schreiben die Autoren. Sie beleuchteten auch die Folgen für die Lebensqualität der Betroffenen: Kopfschmerzattacken schränkten bei vielen die Funktionsfähigkeit im Alltag stark ein. Die Leistungsfähigkeit im Beruf leide, ebenso Sozialkontakte und Freizeitaktivitäten.

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Weiter hieß es vom RKI, dass Menschen, die besonders von Migräne betroffen seien, häufiger von Begleiterkrankungen wie Depression, Schlafstörungen oder anderen Schmerzerkrankungen berichteten.

Frauen sind demnach über alle Altersgruppen hinweg sowohl häufiger von Migräne als auch von Spannungskopfschmerzen betroffen als Männer. So erfüllen laut der Befragung 14,8 Prozent der Frauen die vollständigen Migränekriterien, aber nur 6,0 Prozent der Männer.

Befragt wurden rund 5.000 Erwachsene zwischen Oktober 2019 und März 2020. Wie das RKI erläuterte, geht die Bedeutung von Kopfschmerzen aus den meisten Statistiken zur gesundheitlichen Versorgung nicht hervor. Viele Kopfschmerzgeplagte gehen laut der Untersuchung mit den Beschwerden nicht zum Arzt, sondern nehmen OTC-Medikamente ein. © dpa/aerzteblatt.de

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