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IT-Ausfall in Düsseldorfer Uniklinik – Ermittler eingeschaltet

Donnerstag, 10. September 2020

/Photocreo Bednarek, stock.adobe.com

Düsseldorf – Der Ausfall des IT-Systems am Düsseldorfer Uniklinikum hat Spezialisten für Cybercrime auf den Plan gerufen. „Es gibt Anhaltspunkte, die auf strafrechtlich relevantes Verhalten hindeuten“, sagte heute ein Sprecher der bei der Staatsanwaltschaft Köln angesiedelten Zentralstelle für Cybercrime.

Die Prüfung des Vorfalls auf einen kriminellen Hintergrund habe aber gerade erst begonnen. Nachrichtendienste hatten bereits häufiger vor Cyberattacken auf die sogenannte kritische Infrastruktur gewarnt. Es wäre nicht der erste Vorfall dieser Art. In Nordrhein-Westfalen waren das Lukaskrankenhaus im benachbarten Neuss und das Forschungszentrum Jülich sowie mehrere Unternehmen bereits Ziel von Hackerangriffen.

Um 3 Uhr nachts war das Computer- und Informationssystem des Uniklinikums heute weitgehend ausgefallen. Notoperationen würden noch durchgeführt, Patienten mit verschiebbaren Terminen sollten die Klinik nicht aufsuchen, teilte das Klinikum auf seiner Webseite mit. Die Notaufnahme sei derzeit geschlossen.

Experten begaben sich auf Ursachensuche. Wie lange der Ausfall noch andauere, lasse sich noch nicht abschätzen, hieß es am Nachmittag. Man werde in den sozialen Netzwerken und auf der Homepage der Klinik weiter über die Lage informieren.

Betroffen waren zwischenzeitlich auch Telefone und E-Mails, die Telefonverbindungen seien aber wieder intakt, so ein Sprecher. Das Patientenorganisationssystem sei ebenfalls von dem Ausfall betroffen und stehe nur eingeschränkt zur Verfügung.

„Wir versuchen, unsere Patienten optimal zu versorgen“, so der Kliniksprecher. „Im Ernstfall sollten Patienten umliegende Krankenhäuser aufsuchen“, betonte er. Ein Feuerwehrsprecher sagte, dass Rettungswagen das Klinikum derzeit nicht mehr ansteuerten. © dpa/aerzteblatt.de

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