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IT-Ausfall an Uniklinik Düsseldorf dauert an

Montag, 14. September 2020

/Pablo Lagarto, stock.adobe.com

Düsseldorf – Nach dem IT-Ausfall dürfen Krankenwagen die Düsseldorfer Uniklinik noch immer nicht ansteuern. „Wir sind weiterhin abgemeldet von der Notfallversorgung“, sagte ein Kliniksprecher heute.

Geplante Operationen werden auf später verschoben oder an andere Einrichtungen vermit­telt. Betroffene Patienten sollen sich bei den zuständigen Abteilungen der Düsseldorfer Uniklinik melden, um das weitere Vorgehen zu erfragen.

Das IT-System des Klinikums war am Donnerstag ausgefallen. Lediglich die Telefonanlage ist inzwischen wieder in Betrieb. Ermittler gehen Hinweisen nach, dass es einen Hacker­angriff gegeben haben könnte. Die Hinweise auf einen Hackerangriff hätten sich inzwischen verdichtet, sagte heute Staatsanwalt Christoph Hebbecker von der Kölner Zentralstelle für Cybercrime.

Am Universitätsklinikum Düsseldorf werden jährlich mehr als 50.000 Patienten stationär versorgt und etwa 300.000 Patienten im Jahr ambulant behandelt. Gemessen an der Bettenzahl ist es das siebtgrößte Klinikum in Nordrhein-Westfalen (NRW).

Große Krankenhäuser werden zur sogenannten kritischen Infrastruktur gezählt, die es besonders vor Cyberangriffen zu schützen gilt.

Für sie gibt es branchenspezifische Sicherheitsstandards. In NRW waren in der Vergangen­heit schon das Lukaskrankenhaus im benachbarten Neuss und das Forschungszentrum Jülich sowie mehrere Unternehmen Ziele von Hackerangriffen. © dpa/aerzteblatt.de

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