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Kaiserslautern will mit Partnern die Pandemieentwicklung berechnen

Montag, 14. September 2020

/picture alliance, Ronald Wittek

Kaiserslautern – Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz und einem Prognosemodell will die Stadt Kaiserslautern die weitere Entwicklung der Coronapandemie in der Region vorherberechnen.

Bislang seien Kommunen ein „Spielball einer kaum zu prognostizierenden Entwicklung“ gewesen, sagte Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) am Freitag. „In einem solchen Szenario Entscheidungen zu treffen, kommt einem Glücksspiel gleich.“ Dies wolle die Stadt ändern. „Wir werden versuchen, dem Virus ab sofort in die Karten zu schauen“, sagte Weichel einer Mitteilung zufolge.

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Für ein Prognosemodell arbeitet die Kommune mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) an der Universität Trier und dem Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern zusammen.

Ein Tool des DFKI berechnet dabei etwa, wie Menschen bei der Arbeit, in Schulen oder in der Freizeit zusammentreffen und sich anstecken.

Die Ergebnisse sollen bei der Einschätzung helfen, welche Maßnahmen angemessen sind. Erstmals werde ein solches Modell an eine konkrete Stadt angepasst, sagte Ingo Timm vom DFKI. „Im nächsten Schritt ist eine Anpassung auch an andere Kommunen in Rheinland-Pfalz denkbar.“

Ergänzend simuliert ein Tool des ITWM die Ausbreitung der Infektionen auf Basis eines mathematischen Modells. Das Geschehen werde dabei für verschiedene Altersgruppen abgebildet, hieß es.

Das Tool könne die mittelfristige Entwicklung der Infektionen, die Dunkelziffer, die Zahl der schweren Verläufe und der notwendigen Klinikbetten und der Sterbefälle prognosti­zieren.

Die Stadt hofft, mit dem System das Infektionsgeschehen sowie die in Betracht kom­menden Schließungs- und Öffnungsmaßnahmen in der Wirkung abzuschätzen. „Dieses präzise Vorhersagemodell wird uns künftig eine große Entscheidungshilfe sein“, meinte Oberbürgermeister Weichel. © dpa/aerzteblatt.de

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