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Ausland

Rund 90 Schulen und Fakultäten in Frankreich wegen Corona geschlossen

Mittwoch, 16. September 2020

/picture alliance, abaca, Domine Jerome

Paris – Seit gut zwei Wochen gehen mehr als zwölf Millionen Kinder und Jugendliche in Frankreich wieder zur Schule – doch wegen Coronafällen sind aktuell mehr als 90 Einrichtungen geschlossen.

Bildungsminister Jean-Michel Blanquer sprach gestern in Paris von insgesamt 81 betroffenen Schulen und rund einem Dutzend Universitätsfakultäten. Nach seinen Angaben wurden innerhalb einer Woche fast 1.200 Schüler positiv auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 getestet, obwohl für alle Kinder ab elf Jahren eine Maskenpflicht gilt.

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In Frankreich werden Klassen nach Hause geschickt, wenn mindestens drei positive Coronafälle aufgetreten sind. Seit Schulbeginn traf dies auf mehr als 2.100 Schulklassen zu. Das seien aber auf die Gesamtzahl gerechnet nur 0,13 Prozent, betonte der Bildungsminister. „Die Zahlen bleiben trotz allem sehr begrenzt.“

An den Universitäten waren vor allem Medizinfakultäten betroffen. In Montpellier, Toulouse und Rennes wurden dutzende Studenten positiv getestet. Das Bildungsministerium macht dafür „private Versammlungen“ verantwortlich, bei denen die Hygienevorschriften miss­achtet wurden. Die größte Studentengewerkschaft Fage erklärte dagegen, viele Hörsäle seien überfüllt.

In Frankreich gab es zuletzt fast 8.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Mit mehr als 750 Patienten auf Intensivstationen steigt der Druck auf die Krankenhäuser, vor allem in der Region um die Provence und die Côte d'Azur sowie in Paris. Auf dem Höhe­punkt der Krise Anfang April wurden allerdings fast zehn Mal so viele Menschen auf Intensivstationen behandelt. © afp/aerzteblatt.de

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Avatar #822318
Nostradamus
am Mittwoch, 16. September 2020, 13:56

Haben die einen unzuverlässigeren Test in Frankreich?

Wie kann man rational diese aktuellen Artefakte in den Fallzahlen vs. Hospitaisierung in z.B. Frankreich erklären?
Die "Explosion" der Fallzahlen lässt sich ja nur zum Teil durch die mehr als verdoppelte Testanzahl erklären. Es gibt auch Prozentual einen deulichen Anstieg positive, die aber meist nicht krank sind.
Weiß jemand etwas über geänderte Testverfahren?
Kommen evtl. vermehrt Test mit schlechter Spezifität , also mehr falsch Positiven oder stärkerer Kreuzreaktionen zum Einsatz?
Wäre ja zum Beispiel denkbar, dass da jemand die beste Sensitivität wollte, damit ja kein wirklicher Corona Fall "durch die Lappen" geht.
Die Folge wäre eigentlich zwangsläufig eine schlechtere Spezifität, also mehr falsch Positive!
LNS

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