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Medizinstudierende für verpflichtenden Reanimations­unterricht an Schulen

Mittwoch, 16. September 2020

/dpa

Berlin – Reanimationstrainings sollten an Schulen verpflichtend sein. Das fordert die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) anlässlich der Woche der Wiederbelebung, die noch bis zum kommenden Sonntag läuft.

„Schüler, welche Reanimationstrainings in der Schule erhalten haben, werden später Erwachsene, die diese Kenntnisse auch anwenden. Wir fordern daher eine bundesweit verpflichtende Einführung in die Lehrpläne der Schulen“, erläutert Yannik Kropp von der bvmd.

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2019 lag die Laienreanimationsquote in Deutschland bei rund 40 Prozent. Durch unter­schied­liche Kampagnen hat sich die Quote seit 2014 laut der bvmd um etwa neun Prozent gebessert. Verglichen mit skandinavischen und anderen Ländern, bei denen die Quote bei bis zu 80 Prozent liege, bestehe in Deutschland jedoch „Potenzial zur Verbesserung“, so die Medizinstudierendenorganisation.

Die bvmd hat ein eigenes Projekt initiiert, um die Laienreanimation zu stärken: „First Aid For All“ soll dazu beitragen, Reanimationskenntnisse zu verbreiten und Unsicherheiten abzu­bauen. Zur Zeit hat das Projekt acht Lokalgruppen in ganz Deutschland.

„Angefangen bei Schülern der siebten Klasse, über Kurse für Studierende verschiedener Fächer, geben wir auch Trainings für Berufstätige und veranstalten Aktionen auf der Straße. So machen wir auf das Thema aufmerksam und frischen die Kenntnisse der Passanten auf“, berichtet Nathalie Mainik, Leiterin des Projektes.

Auch „First Aid For All“ musste wegen der COVID-19-Pandemie eingeschränkt werden. „Viele Lokalgruppen hatten schon Trainings für das neue Semester geplant, die wir aufgrund von Corona absagen mussten“, erläutert Ayca von Garrel aus der Projektleitung.

„Zurzeit planen wir unter Einhaltung von Hygieneregeln wieder Trainings aufzunehmen. Dabei sollen auch die COVID-19-Empfehlungen thematisiert werden“, berichten die Initiatoren von der bvmd. © hil/aerzteblatt.de

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