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Politik

Krankenhäuser und Krankenkassen loben respektvollen Umgang miteinander

Donnerstag, 17. September 2020

/Blue Planet Studio, stock.adobe.com

Berlin – Vertreter von Krankenhäusern und Krankenkassen haben den respektvollen Umgang miteinander herausgestellt, den beide Seiten während der Coronapandemie an den Tag gelegt hätten – zum Beispiel in dem Beirat, der im Auftrag des Bundesgesundheits­minis­teriums (BMG) die Auswirkungen der Krankenhausfinanzierung während der Pandemie untersucht hat.

„Die Kultur der Diskussion hat sich verändert“, meinte Matthias Mohrmann, Mitglied im Vorstand der AOK Rheinland/Hamburg, gestern auf dem Krankenhausgipfel der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) in Berlin. „Ich arbeite seit 20 Jahren im Gesundheitswesen und komme aus einer Zeit, die sehr konfliktorientiert war. Heute nehme ich wahr, dass die Akteure mehr aufeinander hören und respektvoller miteinander umgehen.“

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Der Vorstandsvorsitzende der Sana Kliniken AG, Thomas Lemke, meinte: „Die Akteure sind oft in ihren jeweiligen Rollen verhaftet und gebärden sich entsprechend. Während der Pande­mie haben alle Player ein Stückweit ihre individuellen Interessen zurückgenommen. Wir haben nicht nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner gesucht, sondern nach einer Perspektive. Ich erkenne allerdings, dass wir zurzeit schnell wieder in die alten Rollen zurückfallen. Davor müssen wir aufpassen.“ Sowohl Mohrmann als auch Lemke waren Mitglied in dem Beirat.

Lemke betonte, dass es jetzt Menschen brauche, die bei den anstehenden Veränderungen im stationären Sektor Verantwortung übernehmen – auch gegenüber der jeweiligen internen Kritik. „Wenn es die nicht gibt, wird sich nichts verändern“, sagte er. Derzeit mehren sich die Stimmen, die eine Reform der Krankenhausplanung sowie der Krankenhausfinanzierung einfordern.

Bei einer solchen Reform gehe es nicht ums Geld, meinte Mohrmann. Denn „Geld haben wir im System“. Es gehe darum, die Qualität der Versorgung zu verbessern. „Wenn die Patienten dorthin gelangen, wo sie am besten versorgt werden, könnte sich das allerdings auch positiv auf die Wirtschaftlichkeit auswirken“, so Mohrmann. „In jedem Fall möchte ich nicht in die gegenwärtigen Strukturen investieren, sondern in die Veränderungspotenziale.“ © fos/aerzteblatt.de

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