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Ausland

EU-Parlament fordert einheitlicheres Vorgehen bei Coronamaßnahmen

Freitag, 18. September 2020

/picture alliance, European Commission, Etienne Ansotte

Brüssel – Einheitliche Quarantänezeiten, vergleichbare Zahlen zum Infektionsgeschehen und eine gemeinsame Teststrategie – das Europaparlament hat ein geschlosseneres Vorgehen der EU-Mitgliedsstaaten in der Coronakrise gefordert.

So sollten Coronatest­ergebnisse gegenseitig in allen Mitgliedsstaaten anerkannt werden und ausreichende Kapazitäten für Tests geschaffen werden, hieß es in einer gestern verabschiedeten Resolution der EU-Abgeordneten. Darin wurde auch eine einheitliche Datenerhebung gefordert.

Die Abgeordneten sprachen sich in dem Entschließungsantrag für ein einheitliches Ampelsystem aus, das Gebiete je nach Infektionslage in rote, orangene, grüne und graue Zonen einstuft.

Auch EU-Justizkommissar Didier Reynders hatte in der Plenardebatte am Dienstag ein einheitlicheres Vorgehen der EU gefordert. Es brauche gemeinsame Kriterien für Corona­einschränkungen und einen koordinierten Umgang mit Reisenden aus Risikogebieten. Auch in Bezug auf Testkapazitäten sollten die Mitgliedsstaaten mehr Informationen austauschen – etwa wie viele Tests auf 100.000 Einwohner in einer Woche durchgeführt wurden.

Die Abgeordneten betonten, dass erneute Grenzkontrollen innerhalb der EU ein letzter Ausweg seien. Es müsse stets geprüft werden, ob andere Maßnahmen ebenso oder besser geeignet seien.

Die EU-Kommission hatte den Staaten bereits Anfang September entsprechende Vorschlä­ge vorgelegt, über die die Mitgliedsländer derzeit noch verhandeln. © dpa/aerzteblatt.de

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