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Millionenförderung für Göttinger Wissenschaftler zur Erforschung des Pankreaskarzinoms

Freitag, 18. September 2020

Pankreaskarzinom /Kateryna_Kon stock.adobe.com

Göttingen – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert eine neue Klinische Forschungsgruppe (KFO) an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) für vier Jahre mit rund 5,9 Millionen Euro. Ziel der interdisziplinär aufgestellten KFO ist es, Subtypen des Pankreaskarzinoms zu analysieren, die molekularen Veränderungen des Tumors besser zu verstehen und Therapiestrategien für eine individualisierte Behandlung des Pankreaskarzinoms zu entwickeln.

Den Göttinger Wissenschaftlern zufolge zählt die Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) zu den großen Herausforderungen der modernen Krebsmedizin. Krebs der Bauchspeicheldrüse trete nicht nur in verschiedenen Subtypen auf, er wachse auch stark ins umliegende Gewebe ein, bilde schnell Metastasen und spreche schlecht auf herkömmliche Therapien an.

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Laut KFO ist die Prognose bei Bauchspeicheldrüsenkrebs mit einer Fünf-Jahres-Überlebensrate von unter acht Prozent weiterhin sehr schlecht. Aktuellen Erhebungen zufolge werde das Pankreaskarzinom schon in wenigen Jahren die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache in westlichen Ländern sein.

Zusätzlich zum aggressiven Tumorwachstum und der ausgeprägten Resistenz gegenüber herkömmlichen Therapieansätzen ist der Tumor den Forschern zufolge in seinen molekularen Strukturen sowie in seinem Erscheinungsbild sehr vielfältig. Deshalb wird das Pankreaskarzinom in Subtypen unterteilt. Diese sind bisher jedoch noch nicht alle bekannt und nicht hinreichend erforscht.

Die jetzt gestartete KFO will dies ändern. Dazu kooperieren 16 Grundlagenwissenschaftler und Kliniker aus der Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie, Gastroenterologie, gastrointestinale Onkologie und Endokrinologie, Humangenetik, Medizininformatik, Medizinischen Statistik sowie Molekularen Onkologie und Pathologie der UMG. In sieben Teilprojekten wollen sie die Bedeutung spezifischer molekularer Veränderungen des Pankreaskarzinoms für das Wachstumsverhalten und das Therapieansprechen des Tumors untersuchen.

Daraus sollen individuelle Behandlungskonzepte abgeleitet werden, die den „molekularen Fingerabdruck“ des Tumors berücksichtigen. Flankiert werden die Teilprojekte von zwei Zentralprojekten, die innovative Tumormodelle, bioinformatische Pipelines und neuartige Technologien entwickeln. Sie sollen unter anderem die Testung neuer Therapiestrategien in präklinischen Modellen als wichtigen Schritt für die Vorbereitung auf eine klinische Studie zur personalisierten Behandlung des Pankreaskarzinoms ermöglichen. © hil/aerzteblatt.de

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