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Politik

Paul-Ehr­lich-Institut: SARS-CoV-2-Impf­stoffzulassung Ende 2020 oder Anfang 2021

Montag, 21. September 2020

/Africa Studio, stock.adobe.com

Berlin – Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) rechnet weiterhin mit einer Zulassung von Corona­impfstoffen für Ende 2020 oder Anfang 2021.

Derzeit befänden sich neun SARS-CoV-2-Impfstoffkandidaten in der abschließenden klinischen Phase III, sagte Instituts-Chef Klaus Cichutek den Sendern RTL und ntv. Zwar sei der Zeitpunkt Spekulation, „aber rechnen wir mal Ende diesen Jahres, mit Beginn des nächsten Jahres mit den ersten Zulassungen.“ Diese Einschätzung vertritt das Paul-Ehrlich-Institut – das deutsche Bundesinstitut für Impfstoffe – unverändert seit längerer Zeit.

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Auch bei einer Zulassung von Impfstoffen zu diesem Zeitpunkt werde es noch mehrere Monate dauern, bis in Deutschland ein Impfstoff flächendeckend zu Verfügung stehe. Dann sei es Aufgabe des Robert-Koch-Instituts (RKI), für Deutschland zu entscheiden, welche Bevölkerungsgruppen zuerst geimpft werden sollten.

„Ich nehme an, dass noch einige Monate im nächsten Jahr ins Land gehen, bis wir von flächendeckender Verfügbarkeit reden. Weltweit kann das den größten Teil des nächsten Jahres, wenn nicht das gesamte nächste Jahr in Anspruch nehmen“, sagte Cichutek.

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts rechnet für Deutschland bei Corona mit einer großen Impfbereitschaft. „Ich glaube, dass die Menschen einen großen Bedarf an Impf­stoffen sehen. Wir sehen das im Paul-Ehrlich-Institut daran, dass wir bereits beim Beginn erster klinischer Prüfungen sehr viele Anfragen hatten über Freiwillige, die gerne hätten teilnehmen wollen an den ersten klinischen Prüfungen.“

Das Paul-Ehrlich-Institut stehe dafür, dass man bei der Zulassung des neuen Impfstoffs dieselbe Sorgfalt walten lasse wie sonst üblich: „Da werden keine Abstriche gemacht.“ Man werde bei der Zulassung erste Wirksamkeitsdaten haben, auch Informationen über mittelfristige Sicherheiten.

Aber: „Wir haben natürlich kein vollständiges Bild. Das wird sich erst nach der Einführung der Impfung im breiten Maßstab dann ergeben. Deswegen ist es wahrscheinlich, dass wir zu einer Zulassung mit Auflagen greifen müssen, um dann weitere Daten noch während der Einführung der Impfung zu erheben.“ © dpa/aerzteblatt.de

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