NewsÄrzteschaftBei schlechtem oder zu kurzem Schlaf oft berufliche Überforderung die Ursache
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Bei schlechtem oder zu kurzem Schlaf oft berufliche Überforderung die Ursache

Montag, 21. September 2020

/amenic181, stock.adobe.com

Marburg – Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) fordert, die Coronapandemie auch dazu zu nutzen, Arbeitszeitmodelle zu überdenken und gegebenenfalls dauerhaft zu verändern.

„Von der Physiologie des Körpers her brauchen wir ausreichend Schlaf, sonst steigt unter anderem unsere Fehlerquote und unsere Stimmung wird schlechter. Mit der zuneh­menden Digitalisierung und Globalisierung steigen die Erfordernisse an uns und verlan­gen eine unserer Physiologie entgegenstehende Leistungsfähigkeit – nicht nur bei der Arbeit“, erläutert der DGSM-Experte Helmut Frohnhofen.

Anzeige

Bei schlechtem oder zeitlich zu wenig Schlaf sollten Betroffene wie auch Ärzte immer auch auf eine berufliche Überlastung schauen, empfiehlt die Fachgesellschaft. „Sehr viele Studien belegen, dass zu wenig Schlaf Hauptrisikofaktor für die Entwicklung eines Burnouts ist.

Körperliche Erschöpfung und verminderte Leistungsfähigkeit – zwei eindeutige Phäno­mene bei Burnout – gehen also auch eindeutig auf unzureichenden Schlaf zurück“, erläutert der Schlafmediziner und Psychologe Markus Specht.

Die Fachgesellschaft weist zudem auf das Problem von Nacht- und Schichtarbeit hin. „Sie sehen nachts Licht, was die Zentraluhr beeinflusst, und essen zudem häufig zu eher ungewöhnlichen Zeiten, was dann wiederum die Organuhren verstellt. Dadurch arbeiten die uhrengesteuerten Funktionen in den verschiedenen Organen nicht mehr optimal zusammen.

Konsequenz ist unter anderem eine Schieflage im Energiestoffwechsel – wir nehmen leichter zu oder entwickeln sogar ernsthafte metabolische Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes“, erläuterte der DGSM-Experte Henrik Oster. Das Risiko dafür sei bei Schichtar­beitern um rund ein Drittel erhöht. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER