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Krankenkassen müssen Behandlung durch Heilpraktiker und Feldenkrais nicht bezahlen

Dienstag, 22. September 2020

/picture alliance, Julian Stratenschulte

Celle – Krankenkassen müssen eine Behandlung durch Heilpraktiker, Nahrungsergän­zungs­­­mittel und eine Feldenkrais-Therapie nicht bezahlen. Das hat das Landessozial­gericht Niedersachsen-Bremen in Celle entschieden, wie der Gerichtssprecher gestern mitteilte.

Hintergrund der drei Urteile vom 19. August sind Klagen eines Mannes aus Langenhagen nahe Hannover, der unter anderem an chronischer Erschöpfung leidet. Revisionen wurden nicht zugelassen.

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Der Mann wollte, dass seine Krankenkasse die Behandlung bei einer Heilpraktikerin bezahlt, da diese auf Erschöpfungssyndrome spezialisiert ist. Kassenärzte, die eine passende Behandlung ausführen könnten, gebe es nicht, argumentierte der Patient.

Die Krankenkasse lehnte die Kostenübernahme ab und verwies darauf, dass nur zugelassene Ärzte Leistungen über die Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung abrechnen dürfen. Das Landessozialgericht bestätigte diese Auffassung (Aktenzeichen L 4 KR 470/19).

Der Mann wollte zudem, dass die Krankenkasse Eleutherococcuskapseln (Taiga-/Ginseng­wurzel) und Zinktabletten bezahlt, die ein Arzt ihm empfohlen hatte. Die Krankenkasse lehnte dies ab und verwies darauf, dass nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel nur in wenigen Ausnahmefällen übernommen werden könnten. Das Gericht bestätigte dies. Es gebe keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass die Präparate gegen das Erschöpfungs­syndrom helfen. (Az. L 4 KR 161/20).

Mit seiner Klage auf Kostenübernahme einer Feldenkrais-Therapie hatte der Mann auch keinen Erfolg. Das Gericht verwies darauf, dass die Feldenkrais-Lehren keinen aner­kannten spezifischen therapeutischen Nutzen haben. Da es Standardbehandlungen wie Physiotherapie gibt, hätten Patienten keinen Anspruch auf weniger erprobte Verfahren (Az. L 4 KR 482/19). © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #877402
Gertrudl_gewudl
am Sonntag, 21. März 2021, 19:29

sehr schade...

da ich mich selbst schon einmal in einer ähnlichen situation wie der herr empfand, kann ich ihn sehr gut verstehen. in österreich ist homöopathie leider generell keine kassenleistung, obwohl sie mir in vielerlei hinsicht weitergeholfen hat. ich hatte damals eine angststörung, die ich mit hilfe von homöopathischen mitteln und einer gesprächstherapie in den griff bekommen hatte. außerdem wende ich homöopathie sehr gerne bei erkrankungen wie grippe, magen-darm-beschwerden, blasenentszündung etc. an. eine kombination mit weiteren heilungsmethoden oder medikamenten klappt problemlos.
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