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Politik

Karliczek schließt flächendeckende Schulschließungen aus

Dienstag, 22. September 2020

/picture alliance, Weber, Eibner-Pressefoto

Berlin – Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat sich nach dem Kanzleramtstreffen zur Lage der Schulen in der Coronapandemie deutlich gegen erneute flächendeckende Schulschließungen ausgesprochen. Wichtig sei, dass regional das SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen im Griff behalten werde, sagte die CDU-Politikerin heute in Berlin.

Das sei das Ziel. „Eine weitere flächendeckende Schulschließung kommt nicht infrage. Ist aber auch, glaube ich, überhaupt nicht nötig“, so Karliczek.

In mehreren Bundesländern waren seit Beginn des neuen Schuljahres wegen Corona­fällen Schulen wieder vorübergehend geschlossen oder Klassen in Quarantäne geschickt worden. Das bayerische Kultusministerium etwa hatte gestern mitgeteilt, dass sich im Freistaat derzeit mehr als 8.800 Schüler und 771 Lehrer in Quarantäne befänden.

Karliczek bezeichnete den Schulgipfel gestern im Kanzleramt als „wegweisend“. Der Bund engagiere sich so stark wie noch nie, sagte sie mit Verweis auf Mittel, die Berlin den Ländern für die Anschaffung von Lehrerlaptops, Leihgeräten für bedürftige Schüler und für die Ausbildung und Einstellung von IT-Administratoren bereitstellt oder noch bereit­stellen will.

„Ein Programm in dieser Art, von dieser Art der Zusammenarbeit, hat es in der Geschichte der Bildungsrepublik in Deutschland noch nicht gegeben.“ Die Digitalisierung der Schulen werde nicht über Nacht wirklich werden, aber man wolle Tempo machen. „Mittel­maß kann nicht unser Anspruch sein. Wir müssen besser werden und wir werden besser werden.“

Karliczek hatte am Abend bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chefin Saskia Esken und den Kultusministern der Länder über weitere Schritte zur Digitalisierung der Schulen beraten.

Dabei verabredeten die Teilnehmer, bereits geplante Vorhaben zur Lehrerfortbildung, zur Beschäftigung von Technikern an den Schulen, zur Anschaffung von Dienstgeräten und zum Anschluss der Schulen an schnelles Internet voranzutreiben. © dpa/aerzteblatt.de

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