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Medizin

Sexuelle Zufriedenheit nimmt mit dem Alter nicht ab – ein Ergebnis der repräsentativen „GeSiD-Studie“

Mittwoch, 23. September 2020

/kei907, stock.adobe.com

Köln – Selbstberichtete physische und psychische Belastungen gehen oft mit erheblichen Belastungen des Sexuallebens einher. Bei Befragten, die ihren Gesundheitszustand als mittelmäßig und schlecht beschreiben, ist die sexuelle Aktivität wie auch die sexuelle Zufriedenheit gegenüber Befragten mit einem guten Gesundheitszustand deutlich reduziert.

Dies zeigt die Studie „Gesundheit und Sexualität in Deutschland – „GeSiD“, über deren wesentlichen Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes in zwei Originalbeiträgen (Dtsch Arztebl Int, 2020; DOI: 10.3238/arztebl.2020.0645 und DOI: 10.3238/arztebl.2020.0653) berichtet wird.

Für die Autoren unter Federführung von Peer Briken vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf ergibt sich aus dieser repräsentativen Befragung von rund 5.000 Frauen und Männern das klare Desiderat einer Sensibilisierung von Ärztinnen und Ärzten für sexuelle Gesundheit im weiteren Sinne; auch Krankheiten ohne unmittelbaren Sexualitätsbezug berührten Fragen der sexuellen Gesundheit. Deshalb sollte das Thema Sexualität in der alltäglichen ärztlichen Praxis routinemäßig angesprochen werden.

Bei der Befragung gaben 80,4 % der Männer und 72,1 % der Frauen an, im vergangenen Jahr mindestens einen Sexualkontakt gehabt zu haben. Die sexuelle Aktivität ist dabei am stärksten in den mittleren Altersgruppen, die Zufriedenheit nimmt aber mit dem Alter nicht ab. Bestätigt findet sich eine geringere sexuelle Aktivität mit länger dauernder Partnerschaft.

Insgesamt erlebten fast die Hälfte der Frauen und rund 1/3 der Männer im zurück­liegenden Jahr sexuelle Beschwerden. Zu einer stark beeinträchtigenden sexuellen Dysfunktion gemäß der ICD-11-Leitlinien kam es bei 13,3 % der sexuell aktiven Männer (am häufigsten erektile Dysfunktion mit 6,6 % und verfrühte Ejakulation mit 4,5 %) und bei 17,5 % der sexuell aktiven Frauen (am häufigsten vermindertes sexuelles Verlangen mit 6,9 % und Orgasmusstörungen mit 5,8 %).

Orgasmusstörungen kamen bei Frauen etwa doppelt so häufig vor wie bei Männern. Die erektile Dysfunktion nahm in den höheren Altersgruppen zu, der frühzeitige Samenerguss ab. Frauen fühlten sich besonders durch sexuell bedingte Schmerzen beeinträchtigt. © TG/aerzteblatt.de

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