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Neue Handlungsempfehlung zur Patientenbeteiligung an klinischen Forschungsprojekten

Mittwoch, 23. September 2020

/vegefox.com, stock.adobe.com

Bremen – Das Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen will die Einbeziehung von Patienten in die klinische Forschung erleichtern. Dazu hat das Institut eine Handreichung entwickelt, die entlang praktischer Beispiele aufzeigt, wie eine Patientenbeteiligung in klinischen Forschungsprojekten geplant und umgesetzt werden kann. Damit steht Forschenden erstmals eine deutschsprachige Handreichung zur Verfügung.

Bislang sind Patienten an klinischen Forschungsprojekten in der Regel nur passiv beteiligt. An ihnen wird gemessen, ob neue Diagnose- oder Therapiemethoden wirksam sind, Einfluss auf die Gestaltung der Studie haben sie selten.

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„Das ist problematisch, denn dadurch besteht die Gefahr, dass an den Bedürfnissen und Interessen von Patienten vorbeigeforscht wird“, so Gerhardus vom Institut für Public Health und Pflegeforschung.

Dabei böten die Betroffenen – unabhängig von dem Wissen der Forschenden – durch ihre eigene Erfahrung eine einzigartige Sicht auf das Forschungsthema und seien damit Experten in eigener Sache.

Während die Patientenbeteiligung in Ländern wie Großbritannien oder den USA bereits seit längerem etabliert ist, habe Deutschland diesbezüglich noch Nachholbedarf. Inzwischen würden zwar auch hierzulande Forschungsförderer wie das Bundesfor­schungs­ministerium (BMBF) oder die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) die Patientenbeteiligung zum Kriterium für die Förderung klinischer Studien machen.

Bislang fehle es jedoch an einer Orientierung für Forschende und Begutachtende dazu, was eine Beteiligung ausmacht und wie sie gelingen kann. Die neue Handreichung soll diese Lücke nun füllen, so die Uni Bremen. © hil/aerzteblatt.de

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