NewsÄrzteschaftInformationen zur frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln ab Oktober in der Verordnungssoftware
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Informationen zur frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln ab Oktober in der Verordnungssoftware

Freitag, 25. September 2020

/Elnur, stockadobecom

Berlin – Ab Oktober erhalten Ärzte in ihrer Verordnungssoftware Informationen zur frühen Nutzenbewertung von neuen Arzneimitteln und damit zu ihrem Zusatznutzen. Darauf weist die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hin.

Das neue Arzneimittelinformationssystem (AIS) informiert laut der KBV übersichtlich zur frühen Nutzenbewertung und stellt zudem neue Recherchemöglichkeiten bereit. Zum Beispiel werde Vertragsärzten bei der Auswahl eines Arzneimittels ein Hinweis angezeigt, wenn ein entsprechender Beschluss zur frühen Nutzenbewertung vorliegt. Sie können sich dann eine Übersicht der bewerteten Anwendungsgebiete anzeigen lassen und einen der Beschlüsse auswählen.

Anzeige

Die frühe Nutzenbewertung von neuen Arzneimitteln gibt es seit Januar 2011. Im vergan­genen Jahr hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) dazu 92 Beschlüsse gefasst. 2020 werden etwa 110 Beschlüsse erwartet. In der Verordnungssoftware werden zunächst die ab dem 1. Juli 2020 gefassten Beschlüsse abrufbar sein. Die Altbeschlüsse sollen nach und nach folgen.

Ursprünglich sollte das AIS bereits zum 1. Juli in die Software integriert sein. Diese Frist konnten die Softwareanbieter laut der KBV jedoch nicht einhalten. Laut dem GKV-Spitzenverband sollen Vertragsärzten daraus jedoch keine Nachteile erwachsen.

Die KBV weist mit Blick auf das kommende Quartal zudem daraufhin, dass der Versand von Arztbriefen anders als bisher vorgesehen doch weiterhin ohne Limit erstattet wird. Die Vergütungssystematik für den Versand von Arztbriefen war zum Juli dieses Jahres umgestellt worden, um die elektronische Kommunikation zu fördern.

Dazu wurde unter anderem eine Strukturförderpauschale (GOP 01660) eingeführt, die je eArztbrief gezahlt wird. Gleichzeitig wurden Höchstwerte für die Vergütung der Kostenpauschalen für konventionell versendete Arztbriefe festgelegt. Diese Höchstwerte wurden jetzt bis zum 30. September 2021 ausgesetzt. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER