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Verhandlungen zwischen GKV-Spitzenverband und Physiotherapie­verbänden gescheitert

Freitag, 25. September 2020

/Fotoimpressionen, stock.adobe.com

Berlin – Die Verhandlungen zwischen dem Spitzenverband der gesetzlichen Kranken­versicherung (GKV-Spitzenverband) und vier Physiotherapeuten-Verbänden sind gescheitert.

„Über Annäherungen bei einzelnen Fragen ging es leider nicht hinaus und gerade im Bereich Vergütung waren unsere Verhandlungspartner nicht bereit, die Forderungen auch nur ansatzweise zu erfüllen oder sich tatsächlich auf Verhandlungen einzulassen. Dabei müsste doch allen bewusst sein, dass eine leistungsgerechte Vergütung überfällig ist“, hieß es von den Verbänden.

Diese sind der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten - IFK, Physio-Deutschland (ZVK), der VDB-Physiotherapieverband und der Verband Physikalische Therapie (VPT).

Der Deutsche Verband für Physiotherapie hatte im Vorfeld der Verhandlungen erklärt, eine um 50,13 Prozent höhere Vergütung für Leistungen innerhalb der GKV erreichen zu wollen. „Wir fordern mehr Zeit für die Behandlung des Patienten und eine zusätzliche Vergütung für bislang nicht vergütete Bestandteile der physiotherapeutischen Behandlung wie zum Beispiel der physiotherapeutischen Diagnostik“, sagte die Vorsitzende des Verbandes, Andrea Rädlein, Mitte August.

Der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten hatte Anfang August vor einer Unterfinanzierung von Physiotherapiepraxen gewarnt. Gerade die vielen kleinen, inhabergeführten Praxen seien in ihrer Existenz bedroht, hieß es.

Der Verband stützt seine Argumentation auf ein von ihm beauftragtes Gutachten des Instituts für Gesundheitsökonomik (IfG). Demnach hätte die Vergütung bereits 2018 um bis zu 63 Prozent steigen müssen, um einen wirtschaftlichen Praxisbetrieb sicherstellen zu können, verbunden mit einem angemessenen Einkommen für Praxisinhaber und deren Mitarbeiter.

Die Verhandlungen laufen bereits seit November 2019. Nach Vorgaben des Gesetzgebers müssen sie bis zum 30. September 2020 abgeschlossen sein, ansonsten entscheidet eine Bundesschiedsstelle. © hil/aerzteblatt.de

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