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Experten warnen vor Gefahren der Glücksspielsucht

Dienstag, 29. September 2020

In Deutschland gibt es etwa 200.000 pathologische Spieler. /enrico spanu adobe.stock.com

Köln – Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat vor den Gefahren der Glücksspielsucht in Coronazeiten gewarnt. Die Nutzung digitaler Medien in Beruf und Freizeit habe in den vergangenen Monaten, bedingt durch die Pandemie, deutlich zuge­nommen, erklärte BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss heute zum bevorstehenden Aktionstag Glücksspielsucht.

Damit würden auch Online-Glücksspiele vermehrt in den Fokus rücken, betonte Thaiss. Insbesondere Online-Casinospiele bergen demnach ein Suchtrisiko. Die schnelle Spielab­folge, rasch wechselnde visuelle Reize und das Spielen um virtuelles Geld seien „verlo­ckend und können dazu führen, dass der Bezug zu den real entstehenden Geldverlusten verloren geht“.

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In der Coronapandemie und angesichts der Einschränkung sozialer Kontakte sei es be­sonders wichtig, Menschen für die Suchtgefahr von Online-Glücksspielen zu sensibilisie­ren, erklärte Thaiss.

Laut aktuellen Studien der BZgA sind Online-Casino-, Online-Automatenspiele oder On­line-Sportwetten in Deutschland weit verbreitet. Knapp 38 Prozent der 16- bis 70-Jähri­gen gaben in einer Umfrage an, im vergangenen Jahr mindestens einmal an einem Glücksspiel teilgenommen zu haben.

Über alle Glücksspielformen hinweg weisen den Experten zufolge etwa 430.000 Menschen bundesweit ein mindestens problematisches Spielverhalten auf. © afp/aerzteblatt.de

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