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Politik

Bundesländern fehlen Teams zur Kontaktverfolgung bei Corona

Dienstag, 29. September 2020

Gesundheitsamt Berlin /picture alliance, Britta Pedersen

Berlin/München – Einige Bundesländer haben zu wenig Personal zur Kontaktnachverfol­gung bei Infektionen mit SARS-CoV-2 im Einsatz – anders als im April verabredet. Bund und Länder hatten sich damals verständigt, mindestens fünf Personen pro 20.000 Einwohner ein­zusetzen. Auf Anfrage von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung erklärten jedoch meh­rere Länder, aktuell seien weniger Teams im Einsatz.

Bayern hat demnach beispielsweise 13 Millionen Einwohner, also müssten dort 650 Teams zur Verfügung stehen. Der FDP-Landtagsabgeordnete Sebastian Körber erhielt den Angaben zufolge vergangene Woche jedoch die Auskunft der Staatsregierung, dass nur 288 solcher Teams „im Einsatz“ seien.

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Baden-Württemberg müsste dem Bericht zufolge gemessen an der Bevölkerungszahl 553 solche Teams haben. Tatsächlich gibt es dort nach Auskunft des Gesundheitsministeriums aber nur 292, bis Ende dieser Woche sollen es 314 Teams sein.

In Hessen gebe es 268 Teams, gefordert wären 313, im Saarland existieren 34 Teams, nötig wären 50. Nur Bremen hat dem Bericht zufolge nach eigenen Angaben ausreichend Perso­nal für diese Aufgabe. Die anderen Länder antworteten demnach ausweichend, gar nicht oder gaben an, dass ihnen diese Zahlen nicht vorliegen. © dpa/aerzteblatt.de

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