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Ärzteschaft

Aufsuchender Bereitschaftsdienst startet in Rheinland-Pfalz

Mittwoch, 30. September 2020

/dpa

Mainz – Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz (KVRLP) startet Anfang Oktober die dritte Stufe ihrer Bereitschaftsdienstreform: den aufsuchenden ärztlichen Bereit­schafts­dienst (AÄBD). Dieser wird zunächst in Pilotregionen eingeführt, nämlich in den Landkreisen Mainz-Bingen, Alzey-Worms, Bad Kreuznach, dem Donnersbergkreis und der kreisfreien Stadt Mainz.

Die Teams des AÄBD bestehen aus jeweils einem Bereitschaftsarzt und einem Fahrer. Sie werden zu den Bereitschaftsdienstzeiten im Einsatz sein, also abends, nachts, an Wo­chen­enden und Feiertagen. Gesteuert werden die Einsatzteams durch geschultes medizi­nisches Fachpersonal, das Anrufe unter der Bereitschaftsdienstnummer 116117 entge­gen­nimmt.

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„Vor allem für Patienten führen die Reformmaßnahmen zu einer erheblichen Verbesse­rung der ambulanten ärztlichen Versorgung: 24 Stunden an sieben Tagen steht eine te­lefonische Ersteinschätzung ohne Umwege zur Verfügung“, hieß es aus der KV.

Nicht erforderliche Fahrten der Patienten zu Ärztlichen Bereitschaftspraxen (ÄBP) würden so un­nötig. Viele Anfragen könnten bereits telefonisch bearbeitet und nicht akute Fälle auf die Sprechstundenzeiten geleitet werden. Dringende medizinische Fälle würden aber sofort betreut und Hausbesuche in medizinisch notwendigen Fällen schneller als bisher durchgeführt.

Die KV ruft Patienten dazu auf, keine ÄBP direkt aufzusuchen, sondern immer zuerst den Patientenservice 116117 anzurufen. Das Fachpersonal dort meldet die Patienten bei Be­darf in einer ÄBP an, wodurch bisher mögliche Wartezeiten weitgehend wegfallen sollen.

Falls medizinisch notwendig, veranlasst der Patientenservice 116117 einen Hausbesuch durch den AÄBD, verweist an eine Notfallambulanz eines Krankenhauses oder alarmiert den Rettungsdienst.

Der AÄBD ist Teil der Bereitschaftsdienstreform 2020/21. Die KV Rheinland-Pfalz muss nach eigenen Angaben einen höheren Behandlungsbedarf infolge des demografischen Wandels mit weniger ärztlicher Arbeitszeit organisieren. © hil/aerzteblatt.de

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