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Verdi ruft zu Warnstreiks in Krankenhäusern auf

Mittwoch, 30. September 2020

/picture alliance, Ronny Hartmann

München – Nach den gestrigen Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr hat die Gewerk­schaft Verdi die Beschäftigten für heute zu Aktionen in Krankenhäusern in Bayern aufge­rufen.

An rund zwei Dutzend Orten soll es Warnstreiks, Kundgebungen und andere Aktionen ge­ben. In München hat Verdi die Beschäftigten unter anderem zu Protesten vor der Stadt­ratssitzung im Gasteig aufgerufen, in Nürnberg soll es eine Kundgebung vor dem Gesund­heitsministerium geben. In Bayreuth ist ein ganztägiger Warnstreik geplant.

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Ansonsten handle es sich in den meisten Fällen zunächst noch um Warnsignale und ge­zielte „Nadelstiche“, sagte Kathrin Weidenfelder von Verdi.

Die Patientenversorgung soll aber überall sichergestellt sein: Wo dies notwendig sei, sei­en mit den Arbeitgebern Notdienstvereinbarungen geschlossen worden, hieß es von Ver­di. Bis Freitag soll es im Freistaat zudem Warnstreiks in weiteren kommunalen Einrich­tungen wie Kitas oder Müllabfuhr geben.

Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftig­ten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro. Mitte September war die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben.

Auch in mehreren Kliniken in Nordrhein-Westfalen haben Beschäftigte am heute Morgen die Arbeit niedergelegt. Die Warnstreiks in den kommunalen Krankenhäusern seien „sehr gut“ angelaufen, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi. „Für die Patienten ist das medizinisch Notwendige absolut abgesichert.“

Einen Regelbetrieb werde es aber bis in den späten Abend in den rund 20 beteiligten Kli­ni­ken nicht geben. In NRW sind die kommunalen Kliniken in Dortmund, Köln und Ost­west­falen betroffen sowie die psychiatrischen Kliniken der Landschaftsverbände.

An den Charité- und Vivantes-Kliniken in Berlin hat es heute ebenfalls erneut Warnstreiks gege­ben. Rund 500 Mitarbeiter der Krankenhäuser zogen am Vormittag vom Roten Rat­haus in Richtung Pariser Platz, wie Verdi-Gewerkschaftssekretär Marco Pavlik sagte.

Die Demonstration stand unter dem Motto „Klatschen war gestern, heute ist Zahltag“. Verdi will mit den Warnstreiks Druck im aktuellen Tarifkonflikt machen. Aus Anlass der Ge­sund­heits­minis­ter­kon­fe­renz hat die Gewerkschaft außerdem zu einer Kundgebung am Tagungsort am Kurfürstendamm aufgerufen. © dpa/aerzteblatt.de

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