NewsÄrzteschaftKV Niedersachsen fördert SARS-CoV-2-­Testabstriche und Abstrich­sprechstunden
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

KV Niedersachsen fördert SARS-CoV-2-­Testabstriche und Abstrich­sprechstunden

Mittwoch, 30. September 2020

/picture alliance, Robin Utrecht

Hannover – Einem Plan, mit dem die niedergelassenen Ärzte die in der Herbstsaison zu erwartende Infektwelle mit der Testung und Behandlung von Coronapatienten bewälti­gen können, hat die Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersach­sen (KVN) zugestimmt. Im Mittelpunkt des Konzeptes steht ein Fördersystem zur Stär­kung der Versorgung symp­tomatischer Patienten.

„Die Erkältungssaison hat begonnen und wird die bereits jetzt steigenden Infektionszah­len weiter in die Höhe treiben“, betonte der KVN-Vorstandsvorsitzende Mark Barjenbruch heute. Die Pandemiesituation werde nur beherrschbar sein, wenn möglichst alle nieder­ge­lassenen Ärzte sich dieser Aufgabe stellten und die Versorgung von potenziell infizier­ten Patienten übernähmen.

Anzeige

Die flächendeckende Versorgung durch die rund 14.700 Mitglieder der KVN sei die Stärke des ambulanten Versorgungsbereiches. „Auf diese Stärke wollen wir im Herbst und Win­ter weiter bauen“, so Barjenbruch. Deshalb werde man das Engagement der Ärzte gezielt fördern.

Für das vierte Quartal 2020 will die KVN ein Fördersystem zur Stärkung der Versorgung symptomatischer Patienten einführen: Für jeden Abstrich bei Patienten mit einem be­gründeten klinischen Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 sowie bei Nutzern der Corona-Warn-App mit Hinweis „erhöhtes Risiko“ erhalten Ärzte zusätzlich einen Zuschlag von zehn Euro.

Da einige Praxen in Niedersachsen aus gesundheitlichen oder räumlichen Gründen nicht in der Lage seien, Abstriche in ihren eigenen Praxen durchzuführen, soll auch hier Unter­stützung angeboten werden.

Ab sofort können sich Praxen freiwillig für spezielle Abstrichsprechstunden melden. Die­se sind laut KVN mit den von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) genannten „Fieberambulanzen“ vergleichbar und erhalten ebenfalls eine Förderung durch die KVN.

Um den angenommen Bedarf von einer Praxis pro 50.000 Einwohnern abzudecken, be­nötige man rund 210 Praxen in allen Regionen Niedersachsens, die sich bereit erklärten, spezielle Abstrichsprechstunden für von Kollegen zugewiesene Patienten anzubieten, sagte Barjenbruch.

„Die weitere Behandlung der Patienten aus den Abstrichsprechstunden – unabhängig vom Testergebnis – verbleibt grundsätzlich beim zuweisenden Arzt“, erklärte der KVN-Chef. © EB/aha/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

30. Oktober 2020
Berlin – Angesichts der exponentiell steigenden ​Infektionszahlen mit SARS-CoV-2 in Deutschland hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) heute weitere zeitlich befristete bundeseinheitliche
G-BA aktiviert bundeseinheitliche Coronasonderregeln für verordnete Leistungen
30. Oktober 2020
Saarbrücken – Es gibt Zweifel daran, dass ein Lockdown bis Ende November ausreichen wird, um die Coronapandemie wieder in den Griff zu bekommen. Der COVID-Simulator der Universität des Saarlandes
Ende des Lockdowns in einem Monat laut COVID-Simulator unrealistisch
30. Oktober 2020
Düsseldorf – Wegen steigender Zahlen von Coronapatienten auf Intensivstationen hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) aufgefordert, die
Debatte um Wiedereinführung der Freihaltepauschale
30. Oktober 2020
Berlin – Zum dritten Mal in Folge ist bei den erfassten Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland ein Höchstwert erreicht worden. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des
Neuer Höchstwert: 18.681 Neuinfektionen in Deutschland
30. Oktober 2020
Brüssel – Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 sollen in Deutschland laut Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) im November digitale Einreiseanmeldungen eingeführt werden.
Digitale Einreiseanmeldungen ab November
30. Oktober 2020
Köln – Intensivmediziner haben betont, dass während der zweiten Welle der Coronapandemie auch Intensivkapazitäten für Nicht-COVID-Patienten bereitgehalten werden müssten. Wenn die Infektionszahlen
Verdrängungswettbewerb auf Intensivstationen deutet sich an
30. Oktober 2020
Berlin – Die privaten Pflegearbeitgeber wollen Pflegeheime und Pflegedienste mit einem ersten Kontingent von fünf Millionen Coronaschnelltests versorgen. Das kündigte der Präsident des Bundesverbands
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER