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Politik

Bundeskanzlerin Merkel bittet um Durchhalten in Coronakrise

Mittwoch, 30. September 2020

/picture alliance, ANP

Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) appellierte an die Bevölkerung, in der Coronakrise durchzuhalten. „Geben wir alle als Bürgerinnen und Bürger dieser Gesell­schaft wieder mehr aufeinander acht“, bat die Kanzlerin heute im Bundestag. Sie erlebe derzeit, dass die Vorsicht der Menschen nachlasse. „Wir riskieren gerade alles, was wir in den letzten Monaten erreicht haben“, so die Warnung.

Die steigenden Infektionszahlen seien ein Zeichen dafür, dass die Pandemie noch lange nicht vorbei sei. „Ich bin sicher: Das Leben, wie wir es kannten, wird zurückkehren. Die Familien werden wieder feiern, die Clubs und Theater und Fußballstadien wieder voll sein. Was für eine Freude wird das sein“, betonte Merkel. „Aber jetzt müssen wir zeigen, dass wir weiter geduldig und vernünftig handeln und so Leben retten können.“ Dabei komme es auf jeden Einzelnen an.

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Merkel sprach in der Generaldebatte des Bundestags zum Haushalt für das Jahr 2021 – doch die Kanzlerin betonte, sie könne in dieser Situation keine Routine-Rede halten. Alle sehnten sich wieder nach Nähe, Berührungen und Gemeinsamkeit. „Das spüre ich selbst. Da geht es mir nicht anders als anderen“. Doch klar sei: „Wir brauchen immer noch Abstand als Ausdruck von Fürsorge.“

Merkel zeigte sich angesichts der zuletzt deutlich steigenden SARS-CoV-2-Infektionszah­len ernsthaft besorgt. Sich jetzt an die Regeln zu halten, schütze nicht nur Ältere, son­dern die offene und freie Gesellschaft als Ganze, betonte sie. Deutschland könne durch diese historische Herausforderung als Gemeinschaft wachsen. Merkel appellierte, die Menschen müssten miteinander reden, erklären, vermitteln.

Die Pandemie stelle die Welt, Europa und Deutschland vor eine „beispiellose Bewäh­rungs­­probe“, sagte sie. Deutschland sei verhältnismäßig gut durch die Krise gekommen, auch dank außerordentlichen Verantwortungsbewusstseins der Bürger.

Merkel verteidigte die im Haushalt vorgesehene Neuverschuldung von 96 Milliarden Euro angesichts einer außergewöhnlichen Notsituation. Man könne nun „schnell und kraftvoll“ auf die Krise reagieren, da es über Jahre Etats ohne Neuverschuldung gegeben habe.

Um auch in künftigen Krisen handlungsfähig zu sein, gelte es so schnell wie möglich zu einer „verfassungsgerechten Haushaltsführung“ zurückzukommen. Jetzt seien aber richtige Entscheidungen getroffen worden, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und zu investieren. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #745246
Andre B.
am Mittwoch, 14. Oktober 2020, 06:37

@Practicus - Verspätete Antwort

Es ist infektionsepidemiologisch wenig sinnhaft, über die Wirksamkeit von bestimmten Maßnahmen zu spekulieren, wenn die ursächliche Notwendigkeit dafür, der eigentlich viel elementarere und ausschlaggebendere Diskussionsansatz sein müsste und zusätzlich bisher auch jegliche valide wissenschaftliche Beweise dafür fehlen oder wie am Beispiel von Schweden gemessen sogar Gegenteilges sichtbar wird.

Weiterhin ist es grundsätzlich als äußerst zweifelhaft anzusehen, die Todeszahlen verschiedener Staaten miteinader vergleichen zu wollen, denn es gibt zahlreiche Faktoren wie u.a. eine unterschiedliche demographische Verteilungen oder Definition bzw.Trennung (Erfassung) von an oder mit Corona Verstorbenen, allgemeiner Lebensstandard, jeweiliger Bildungsstand oder auch ganz besonders das Vorhandesein bzw. der Zugang zu medizinischer Versorgung, ohne die wenn überhaupt so nur ein sehr stark verzerrten Abgleich möglich wäre. Wer internationale Vergleiche wie mit z.b. den USA anstellen möchte, muss die gesamte Thematik zuerst differenzierter betrachten. Ihrer Denkweise folgend könnte man ja sonst im gleichen Atemzug z.b. auch darüber nachdenken, das Autofahren oder Radfahren verbieten zu wollen, weil so auch zusätzliche viele weitere Menschen im Jahr gerettet werden würden. Dagegen spielt Covid-19 in der gesamtdeutschen Sterbestatistik und im Bezug auf die ohnehin zu erwartenden Todesfälle praktisch keinerlei relevante Rolle.

Zu den USA:

Das Median-Alter der Covid-Todesfälle liegt in den USA bei 78.5 Jahren. Das ist höher als das Median-Alter der übrigen Todesfälle, aber tiefer als das Median-Alter der Covid-Todesfälle in Europa (typischerweise 80 bis 86 Jahre). (https://twitter.com/kylamb8/status/1287952340822175744)

45% aller Corona-Todesfälle der USA erfolgten in Pflegeheimen. Über 50% aller Todesfälle erfolgten in jenen sechs Bundesstaaten, die Covid-Patienten aktiv in Pflegeheimen unterbrachten. (https://twitter.com/pdubdev/status/1280195926238261248) Für Personen im Schul- und Arbeitsalter (bis 65) ist die Corona-Sterblichkeit laut CDC vergleichbar mit der Sterblichkeit durch andere Lungenentzündungen (z.B. durch Influenza). Für Kinder und Jugendliche ist Covid dreimal weniger gefährlich als Influenza. (https://childrenshealthdefense.org/news/if-covid-fatalities-were-90-2-lower-how-would-you-feel-about-schools-reopening/)

Um die Dynamik der Covid-19-Pandemie in den USA zu verstehen, reicht es nicht aus, die aggregierten Zahlen auf nationaler Ebene zu betrachten. Die USA erleben nicht eine einzige lange Welle, sondern mehrere regionale „kurze Wellen“, die durch Verordnungen und die unbemerkt schnelle Ausbreitung des Virus selbst verzögert wurden. Glücklicherweise haben die meisten US-Bundesstaaten eine viel niedrigere Sterblichkeitsrate als New York und New Jersey. (https://www.statista.com/statistics/1109011/coronavirus-covid19-death-rates-us-by-state/) Dies ist wahrscheinlich auf bessere Pandemie-Richtlinien (z. B. keine Patienten in Pflegeheime schicken) und verbesserte medizinische Behandlungsprotokolle (z. B. Konzentration auf frühe, nicht-invasive Interventionen) zurückzuführen.

Die regionale Coronavirus-Dynamik in den USA zeigt außerdem, dass die Anforderungen an Stoffmasken auf Bundesstaatsebene nur geringe Auswirkungen auf die Entwicklung der Infektionsraten hatten, da in vielen Bundesstaaten mit obligatorischen Gesichtsmasken die Infektionszahlen immer noch anstiegen (z. B. Kalifornien und Hawaii). (https://edition.cnn.com/2020/07/21/us/california-coronavirus-surge/index.html & https://twitter.com/yinonw/status/1292505497006874624)

Bereinigt um das Bevölkerungswachstum ist die Covid-19-Sterblichkeitsrate in den USA derzeit mit der Hongkong-Grippe von 1968/69 vergleichbar und etwa 30% niedriger als die asiatische Grippe von 1957/1958. Bereinigt um die Alterung der Bevölkerung liegt die Covid-19-Sterblichkeitsrate immer noch deutlich unter der Rate dieser beiden Influenzapandemien. (https://www.cdc.gov/flu/pandemic-resources/basics/past-pandemics.html)
Avatar #844433
Analyst-007
am Dienstag, 6. Oktober 2020, 10:03

COVID Ansteckung ist aber kein Todesurteil

im Gegensatz zum Sturz vom Dach oder Überfahren vom SUV
Avatar #745246
Andre B.
am Dienstag, 6. Oktober 2020, 04:20

@Staphylococcus rex & Practicus

Danke für Ihre Beiträge, aber ich werde Ihnen aus terminlichen Gründen wahrscheinlich erst morgen antworten können und ich bitte daher um etwas Geduld. Wir sollten/müssen dann hier einige elementare medizinsch und ethisch-moralische Grundsätze aufarbeiten!

Doch ganz kurz an Sie geehrter "Practicus":

Das von Ihnen angesprochene "Prinzip der Sparsamkeit statt Prinzip der Vielfalt" kann grundsätzlich nur funktionieren, wenn dann auch die richtigen (nicht absoluten) Parameter verwendet werden. Doch dazu aber später mehr.

Und noch schnell an Sie von erdrückender Weisheit gepeinigter Herr "Staphylococcus rex":

Bitte beschäftigen Sie sich unbedingt noch einmal mit dem KLEINEN 1x1 der Epidemiologie, denn inzwischen fühle ich mich dazu genötigt, Ihnen eine Auffrischung dies bezüglich ermöglichen zu wollen. Wenn Sie doch noch irgend etwas zum PCR -Test ergänzen möchten, z.b. über Dinge, die Sie bisher nicht erwähnt hatten oder worauf Sie bisher nicht eingegangen sind oder eingehen wollten, dann wäre jetzt ein sehr guter Zeitpunkt. Dem RKI würde dies im übrigen ebenfalls sehr gut tun, auch wenn wie in Ihrem Fall inzwischen davon auszuegehen ist, das trotz besserem Wissen und mit Vorsatz auf die immer gleiche Art und Weise argumentiert wird.

Wir hören dann bald voneinander!

Ihnen alles Gute!
Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Montag, 5. Oktober 2020, 23:21

PCR-Bewertungen

Um es gleich vorweg zu nehmen, ich kann hier immer nur auf einen Aspekt in der Diskussion eingehen, deshalb möchte ich mich hier auf den Diskussionsbeitrag von Dr. Mina fokussieren, der in der NYT erschien und der hier von Andre.B in die Dikussion eingebracht wurde:
https://www.nytimes.com/2020/08/29/health/coronavirus-testing.html

Als erstes muss die Frage erlaubt sein, woher die Aussage kommt, 90% aller PCR-Tests sind falsch positiv. Im Original steht folgende Formulierung: „up to 90 percent of people testing positive carried barely any virus“, Google translate macht daraus: "Bis zu 90 Prozent der positiv getesteten Personen trugen kaum Viren“. Ergänzt wird diese Aussage durch folgenden Satz: „The C.D.C.’s own calculations suggest that it is extremely difficult to detect any live virus in a sample above a threshold of 33 cycles.“

Die Ausführungen von Dr. Mina sind die Bewertung eines Epidemiologen, dessen Standpunkt wichtig ist, der aber auch einige wichtige Details außer Acht lässt. Fangen wir damit an, warum nicht schon längst auf allen Befunden eine Viruslast oder zumindest der Threshold cycle angegeben wird. Bei HIV, HBV oder HCV ist dies längst üblich, allerdings werden diese Untersuchungen aus Plasma oder Serum gemacht. Die Viruslast im Transportmedium hängt ab von etlichen Faktoren: Tupfer (Wattetupfer oder beflockter Nylontupfer), Abstrichort (Mundschleimhaut oder Nasopharynxabstrich), Abstrichintensität (wie viele Schleimhautzellen mit aufgenommen werden) und Volumen des Transportmediums (üblich sind Volumina zwischen 1-3 ml). Wenn man dies zusammenfasst, kann die Ausbeute zwischen dem optimalen und dem worst case Scenario durchaus um den Faktor 100 variieren. Bezogen auf die PCR macht dies einen Unterschied von ca. 6-7 Zyklen. Intern werden in den Laboren die Thresholds selbstverständlich begutachtet, wegen fehlender Standartisierung werden sie aber nicht auf den Befunden angegeben. Wenn das RKI die offizielle Empfehlung herausgibt, z.B. Ergebnisse mit einem CT>33 (incl. eines Sicherheitszuschlags für schlechte Probennahme) als schwach positiv zu deklarieren, dann ist dies umsetzbar. Bisher fehlt ein derartiger verbindlicher Grenzwert.

Ein anderes Problem besteht darin, dass es mindestens drei verschiedene Scenarien mit einer niedrigen Virusmenge im Abstrich gibt. Für Patienten mit abklingender Infektion könnte ein CT >33 funktionieren. Dann gibt es asymptomatische oder praesymptomatische Patienten mit einer beginnenden Infektion. Hier macht es sich Dr. Mina mit seiner Idee 6 oder 15 Stunden später einen Antigentest zu benutzen eindeutig zu einfach. Antigenteste sind noch weniger standartisiert als PCR-Teste. Eine Dynamik kann nur dann sicher beurteilt werden, wenn die Verlaufskontrolle mit der selben Methode im selben Labor getestet wird. Das bedeutet bei asymptomatischen Personen mit einem CT >33 könnte man eine Quarantäne von 2 Tagen festlegen und wenn in der Kontrolle der CT-Wert fällt oder im Rahmen der Streubreite konstant bleibt, kann diese Quarantäne beendet werden.

Im Übrigen sind derartige Überlegungen keineswegs neu, wie Publikationen des RKI zeigen (incl. der dort stehenden Warnhinweise). Als Einzelfallregelung kann bereits jetzt der CT-Wert für Hygienemaßnahmen herangezogen werden:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Entlassmanagement-Infografik.pdf

Die dritte Patientengruppe mit niedriger Viruslast sind die symptomatischen Patienten, die erst spät ins Krankenhaus kommen. Ich habe persönlich einen Fall miterlebt, wo Klinik, Röntgen/CT und Exposition eindeutig für Covid-19 sprachen, die PCR aus allen Materialien (incl. Sputum) negativ war und der Beweis erst im Verlauf mit einer Serokonversion im Antikörpertest möglich war. Diese Patientengruppe ist der Grund, der es verbietet, die Sensitivität der PCR künstlich zu begrenzen. Warum ein Epidemiologe wie Dr. Mina auf diese Patientengruppe nicht eingeht, mag an seiner speziellen Sichtweise oder an dem begrenzten Platz in dem Artikel liegen, für einen klinischen Diagnostiker ist diese dritte Patientengruppe mindestens so wichtig wie alle anderen. In der Regel kommen Abstriche ohne klinische Angaben, die Vorschriften zur PCR Bewertung müssen so robust sein, dass sie unabhängig vom Untersuchungsgrund funktionieren.

Die Politik ist dabei neue Regeln zu erarbeiten, mal sehen was dabei herauskommt:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/117116/Neue-Coronaregeln-sollen-naechste-Woche-kommen

PS: Die Behauptung, dass nur die Corona-Toten ohne Risikofaktoren wirklich an Covid-19 verstorben sind, ist typischer Selbstbetrug von Coronaleugnern. Der wichtigste Risikofaktor ist das Alter, nur wenige Menschen über 50 haben keinerlei Risikofaktoren. Die Aussage, dass nur 6% der Corona-Toten keine Risikofaktoren haben, kann man auch folgendermaßen interpretieren: Jene 6% ohne Risikofaktoren haben durch ihren vorzeitigen Tod mindestens 30 Lebensjahre verloren, alle die anderen 94% haben durch ihren vorzeitigen Tod wahrscheinlich weniger als 30 Jahre verloren. Ob dies ein Grund zur Beruhigung ist, darüber kann man durchaus geteilter Meinung sein.
Avatar #79783
Practicus
am Montag, 5. Oktober 2020, 22:18

@Andre B.

Schon mal was von "Occams Razor" gehört?
Dann mal folgende Zahlen: Deutschland hat ca 300.000 Fälle und 10.000 Tote bei 82 Mio Einwohnern.
Die USA haben 7.5 Mio (x25) Fälle und 210.000 (x20) Todesfälle (bei einer jüngeren Bevölkerung!) bei 320 Mio (x4) Einwohnern.
Da brucht man über die Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit unserer Coronamaßnahmen nicht weiter zu debattieren - Studien hin oder her!
Avatar #760158
wilhem
am Montag, 5. Oktober 2020, 10:41

Alles Gute für Sie!

ich habe nie behauptet, es gehe mir um mich selbst. Ich poltere nicht dazwischen, habe gerade die CDC als Quelle angegeben und schreibe ruhig meine Meinung so wie es hier auch machen können. Und ja, Sie haben vollkommen Recht, Ihre Aufregung ist zu "zu großen Teilen pathologisch motviert" wie Sie schreiben, das macht auch die Motivation Ihrer Postings deutlicher und beantwortet meine Frage. Danke und alles Gute für Sie!
Avatar #745246
Andre B.
am Montag, 5. Oktober 2020, 10:35

@wilhem - Die Frage gebe ich direkt an Sie zurück

Was wollen Sie eigentlich?

Erst sagen Sie es geht Ihnen primär um sich selbst und Sie wollen gesund bleiben und sorgen sich auch um die anderen Menschen, die durch meine Informationen fehlgeleitet werden könnten. Inzwischen scheint sich Ihre Motivlage aber geändert zu haben und Sie poltern ständig planlos dazwischen, aber meistens nur wenn Sie sich jemandem anschließen können der Ihre subjektive Meinungen teilt oder Ihnen eine passende Vorlage gibt.

Wieso Ihre Quellen wie Die Zeit, Der Spiegel, Die Südeutsche oder der Fokus nicht als seriös bezeichnet werden können, weil Sie u.a. seit Wochen die gleichen tendenziösen Paniknachrichten mit absoluten und nichts sagenden verbreiten, das erklärt sich doch damit von selbst. Volker Pispers hat es einmal ganz treffend formuliert als er sagte: "Der Spiegel ist die Bildzeitung für Abiturienten und der Fokus ist der Spiegel für Gehirnamputierte".

"Zudem die Frage, wenn diejenigen mit Co-Morbidäten nicht an COVID erkrankt wären, könnten Sie noch am Leben sein? Haarspalterei betreiben Sie!"

Genau aus dem gleichen Grund warum diese Frage nicht beantwortet werden kann, kann auch nicht gesagt werden AN Covid verstorben. Desweiteren wer sagt überhaupt, das diese Menschen auch wirklich an Covid gestorben sind bzw. überhaupt sicher infiziert waren? Der PCR Test taugt nicht dafür eine Erkrankung nachzuweisen und auf Mehrfachinfektionen durch z.b. Influenza oder auch andere Erkältungserreger kann ebenfalls nicht ausgeschlossen werden, weil diesen gar nicht erst gesucht wird.

"Und wenn Sie Staphylococcus rex "wutentbrant in die Tasten hauen zu müssen" vorwerfen, so muss man doch beim lesen Ihrer beiden Posting feststellen, dass Sie mit der Großschreibung eher so den Eindruck machen, sich aufzuregen und die Argumentation Staphylococcus rexs doch wesentlich ruhiger daher kommt."

MEINE Aufregung ist zu großen Teilen pathologisch motviert und außerdem sollte die Bewertung von angebotenen Informationen ganz grundsätzlich NICHT von solchen Nebensächlichkeiten abhängig gemacht werden. Tut man dies trotzdem, dann krazt man stehts nur der Oberfläche herum, fast so ähnlich wie z.b. der Spiegel und Fokus Recherchearbeit betreiben.
Avatar #760158
wilhem
am Montag, 5. Oktober 2020, 10:03

Was wollen Sie eigentlich?

Im diesem Lagebericht steht, dass

„Bei sechs Prozent der Todesfälle war Covid-19 die einzige erwähnte Ursache. Bei Todesfällen, bei denen zusätzlich zu Covid-19 noch weitere Erkrankungen oder Ursachen genannt wurden, gab es im Durchschnitt 2,6 zusätzliche Erkrankungen oder Ursachen pro Todesfall”.

Zudem die Frage, wenn diejenigen mit Co-Morbidäten nicht an COVID erkrankt wären, könnten Sie noch am Leben sein? Haarspalterei betreiben Sie!

Und warum sind nur Ihre Quellen valide? Und nochmals die Fragen, was bezwecken Sie mit Ihren Aussagen, Sie antworten darauf nicht?

Und wenn Sie Staphylococcus rex "wutentbrant in die Tasten hauen zu müssen" vorwerfen, so muss man doch beim lesen Ihrer beiden Posting feststellen, dass Sie mit der Großschreibung eher so den Eindruck machen, sich aufzuregen und die Argumentation Staphylococcus rexs doch wesentlich ruhiger daher kommt.

Also nochmals, was wollen Sie eigentlich?
Avatar #745246
Andre B.
am Montag, 5. Oktober 2020, 09:32

@wilhem - Sie haben damit nichts widerlegt

Was hat Herr Trump in dieser Diskussion verloren, denn dieser in keinster Weise überhaupt ernst zu nehmen!

Zu Ihrem tollen "Faktencheck", der ähnlich wie die deutschen Ableger, nichts weiter als Haarspalterei betreibt und das in Ihrem Beispiel noch aus vornehmlich politschen Motiven:

Zuerst einmal muss gesagt werden, das die CDC zuerst einen ganz anderen Bericht, mit völlig anderen Formulierungen veröffentlich hat und dieser dann nachträglich geändert wurde. Weiter ist das Fazit und egal wie man es nun dreht, das nur 6% der potenziell an Covid-19 Verstorbenen KEINE Vorerkrankungen hatte. Somit kann Covid in 94% der Fälle NICHT als die ursächlich sichere Todesursache angesehen werden, was dann natürlich auch signifikante Auswirkungen auf die Anzahl der angeblich durch Covid-19 verstorbene Personen hat.

Es ist bekannt das Menschen unter 65 Jahren und OHNE Vorerkrankungen eine verschwindend geringe Wahrscheinlichkeit haben durch Covid-19 zu versterben. Daher wäre es im Umkehrschluss völlig abwegig, all jene die mit oft meheren Vorerkrankungen und mit einem zusätzlich ohnehin zweifelhaften positiven PCR-Test verstorben sind, dann trotzdem noch als Covid-19 Opfer weiterhin in die Statistik eingehen zu lassen.

Der vermeindliche Faktencheck klärt also nicht etwa irgend etwas auf, sondern er versucht einfach nur zu relativieren, aber am Ende bleibt das Resultat dessen trotzdem das Gleiche, nur die Art der Betrachtung verändert sich.
Avatar #760158
wilhem
am Montag, 5. Oktober 2020, 08:51

CDC

soviel zu Ihrer Behauptung des den Zahlen des CDC

https://www.factcheck.org/2020/09/cdc-did-not-admit-only-6-of-recorded-deaths-from-covid-19/

und Staphylococcus belehrt Sie, sondern Sie wehren sich verzweifelt mit den immer selben diffusen Angaben, wie zum Beispiel den CDC Zahlen. Ehrlich gesagt weiß ich auch gar nicht, welches Ziel Sie verfolgen, außer Recht haben zu wollen. Wir können schon lange wieder Essen gehen, einkaufen, die Veranstaltungen werden mehr und sollten dies auch im Interesse der Beschäftigten in diesem Sektor mehr werden, wenn nicht, ja , wenn die Bevölkerung weiterhin achtsam ist. Sie hat es selbst in der Hand und Sie fabulieren mit wenigen Quellen, versuchen mit Großschreibung Ihren Argumenten nachdruck zu verleihen, was eher wie laustarkes "Reden" rüberkommt.

Einen schönen Wochenstart und bleiben Sie ruhig und gesund! Herr Trump meinte ja auch, alles nur larifari....

Avatar #745246
Andre B.
am Montag, 5. Oktober 2020, 05:20

@Staphylococcus rex - Nachtrag

Die bereits von mir benannte, aber nochmals unten aufgeführte Studie haben Sie ebenfalls wieder einfach ignoriert, da diese anscheinend ebenfalls so überhaupt nicht in Ihre Argumentationsmuster passen möchte. Das gleiche gilt ebenso für das Video von Prof. Dr. Dr. Haditsch! Schauen Sie es sich einfach an und lernen Sie dazu.

Alleine schon die Wahrscheinlichkeit das alle diese Personen falsch liegen und nur Sie das alleinige Verständnis bzg. des PCR-Tests für sich gepachtet haben, spricht klar gegen Sie Herr König! Mehr als ein "so ist das nicht, weil es nämlich so ist ...", haben Sie leider auch meistens nicht anzubieten.

Und bei allem Verständnis für Ihren unstillbaren Drang andere belehren zu wollen, aber Sie machen sich einfach nur noch lächerlich, wenn Sie hier weiterhin versuchen sollten andere davon zu überzeugen, das Sie der EINZIGE sind, der den PCR-Test verstanden hat. Allein schon sich anzumaßen, solch hochdekorierte wissenschaftliche Schwergewichte wie u.a. Prof. Dr. Ioanidis, Prof. Dr. Bhakdi oder Prof. Dr. Stadler in Wissen und beruflicher Erfahrung auch nur den Hauch von Paroli bieten zu können, zeugt auch von Ihrer scheinbar fast grenzenlosen Arroganz und dem Drang zur gefährlichen Selbstüberschätzung. Leisten Sie erstmal annährend das, was u.a. diese Herren in Ihren Karrieren erreicht haben, bevor Sie sich hier als geeigneter "Faktenchecker" versuchen zu profilieren.

Aber es ist nie zu spät und daher nochmal für Sie:

Veröffentlicht am 28.09.20 - Diagnose einer COVID-19-Infektion - Die Gefahr einer übermäßigen Abhängigkeit von positiven Testergebnissen.

Auszug:

"Im Gegensatz zu früheren Epidemien haben die Gesundheitsbehörden von COVID-19 ein einzelnes positives Ergebnis eines PCR-basierten Tests als Bestätigung einer Infektion behandelt, unabhängig von Anzeichen, Symptomen und Exposition. Dies basiert auf der weit verbreiteten Überzeugung, dass positive Ergebnisse in diesen Tests sehr zuverlässig sind. Aus externen Qualitätsbewertungen und realen Daten geht jedoch hervor, dass die Falsch-Positiv-Rate hoch genug ist, um positive Ergebnisse in einem breiten Spektrum von Szenarien höchst unzuverlässig zu machen. Dies hat Auswirkungen auf das klinische und das Fallmanagement und wirkt sich auf eine Reihe epidemiologischer Statistiken aus, darunter das asymptomatische Verhältnis, die Prävalenz sowie die Krankenhaus- und Sterblichkeitsraten und epidemiologische Modelle. Es sollten Schritte unternommen werden, um auf falsch positive Ergebnisse aufmerksam zu machen und deren Häufigkeit zu verringern. Die wichtigste Sofortmaßnahme besteht darin, die positiven Ergebnisse mit zusätzlichen Tests zu überprüfen, zumindest wenn die Prävalenz niedrig ist." >>> https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.26.20080911v4.full.pdf
Avatar #745246
Andre B.
am Montag, 5. Oktober 2020, 02:58

@Staphylococcus rex - Schön das Sie Freunde gefunden haben

Sehr geehrter König,

bitte verzeihen Sie mir vorweg die gleich folgende/meine ADHS bzw. circa 4% Asperger - typische Direktheit!

Mein Gott .... SIe müssen wahrhaftig von sich überzeugt sein und Sie waren ganz sicher auch gemeint, als eine der Mitdiskutanten vor kurzem von "erschreckender Arroganz einiger hier gegenüber anderen" geschrieben hatte.

Sollten SIe demnächst irgendwann fertig damit werden Ihren Gesinnungsgenossen auf die Schultern zu klopfen und sich wie in fast all Ihren Beiträgen, als die allwissende Instanz für Wissenschaftlichkeit und Psychoanalyse etc. darstellen zu wollen, dann kann ich nämlich endlich damit beginnen, Ihre selbstdarstellerischen Scheinargumente zu demontieren.

Anstatt mir irgendwelche Qualifikationen absprechen zu wollen, die ich mir NIE selbst gegeben habe, vertrauen Sie doch lieber auf die fachliche Kompetenz und Intelligenz der hier Lesenden meine Beiträge objektiv zu bewerten und eventuell sogar einen Nutzen daraus ziehen zu können oder diese auch als vollkommen irrelevant zu betrachten. Diese Entscheidung liegt natürlich bei jedem selbst, aber ich gehe dies bezüglich auch keiner FACHLICH basierten Diskussion aus dem Weg!

Da die versuchte Diffamierung von Autoren wissenschaftlicher Studien oder Beiträge bei Ihnen grundsätzlich Standard zu sein scheint, noch bevor Sie damit beginnen sich deletantisch zu bemühen diese Art der Argumentationstrategie hinter ein paar Fachwörtern zu verbergen, so sind Sie daher von Grund auf kein würdiger Argumentationspartner, auch wenn Ihre Beiträge noch so lang sind, das macht Sie deshalb fachlich nicht besser oder richtiger. Außerdem wurde Ihrem letzten Beitrag bzg. des PCR - Tests mehrfach auch von anderer Seite wiedersprochen und wo sind jetzt eigenlich Ihre Erklärungen dazu?

"@Andre.B: Wenn Sie hier regelmäßig schreiben, dann sollten Sie sich schon die Mühe machen, Ihre Kernaussagen mit den entsprechenden Quellen zu hinterlegen"

Wer richtig Lesen kann ist klar im Vorteil lieber König der unberechtigten Einwände! Woher der Artikel stammt und WANN und WO er veröffentlich wurde, das hatte ich oben bereits aufgeführt! Auch Sie scheinen diesen ja deshalb auch prompt gefunden zu haben?!

"Die entsprechende Passage zur Spezifität der PCR haben Sie kopiert. Das „nicht selten“ in Bezug auf falschpositive PCR-Ergebnisse bezieht sich auf MRSA-PCR Testungen und kann bei Sars-CoV-2 nur als allgemeiner Warnhinweis gewertet werden."

Es lässt sich leider nicht vermeiden, aber nochmal die Frage an Sie: Können Sie nicht oder wollen Sie nicht richtig lesen? Der von Ihnen zitierte Text steht unter der Überschrfit "Corona-Testergebnisse - Was sagen die Testergebnisse bei der der-zeitigen Teststrategie aus?" und zweitens stehen im Text selbst die Quellen für diese Aussagen, die sich AUSDRÜCKLICH auf Covid-19 beziehen. Bitte lesen Sie in Zukunft richtig, bevor Sie wieder einmal das scheinbar so unwiderstehliche Verlangen verspüren, gleich wutentbrant in die Tasten hauen zu müssen.

"Wenn Sie sagen, Covid-19 sei so harmlos, dass alle aktuellen Maßnahmen überzogen sind, dann belegen Sie bitte, welche Maßnahme warum ungerechtfertigt ist."

Seit dem 1. März bis zum heutigen Tag, so sind in Deutschland insgesamt circa 600,000 Menschen verstorben, das entspricht circa dem Mittelwert von 2800 am Tag. Mutmaßlich an Covid-10 verstorben sind davon aktuell 9.925 Personen, was 1,9% der zu erwartenden Todesfälle entspricht. Ich hoffe Ihnen ist es möglich, allein schon diese Zahlen adäquat zu verarbeiten und folglich auch richtig zu bewerten.

Berücksichtigen wir allerdings die Erfassungsmethoden des CDC oder der italienischen Behörden, die Ihre Todeszahlen inzwischen um den Faktor 18 nach untern korrigiert haben, weil sehr oft eben nicht ersichtlich ist, ob nun Covid-19 oder die sehr oft vorhandenen Komorbitäten ursächlich für das Versterben gewesen sind, dann kommen wir für Deutschland auf circa 529 Personen, was widerrum dann 0,09% entspräche. Interessieren Sie auch die u.a. sehr niedrigen Hospitalisierungsraten , die extrem niedrige IFR oder die noch weitaus geringere Zahl, der auf eine intensivmedizinische Versorgung angewiesenen Menschen? Wenn ja lassen Sie es micht bitte umgehend wissen!

"Wenn Sie an der Spezifität der PCR in Deutschland zweifeln, dann kommen Sie bitte mit konkreten Beweisen."

Es gibt hier 3 Möglichkeiten: Entweder Sie verstehen wirklich nichts davon oder Sie glauben nur etwas davon zu verstehen oder Sie leugnen einfach konsequent nur aus Selbstzweck.

Das Sie z.b. noch nie das gravierende Problem der aktuell bereits viel zu hohen Amplifikationszyklen angesprochen haben lässt vermuten, Sie wollen einfach nur Recht haben und uns allen zeigen, was für ein toller Hecht Sie doch sind.

"Bis zu 90% aller PCR-Tests sind Falsch-Positiv" von Prof. Dr. Michael Mina, Epidemiologe an der Harvard T.H. Chan School of Public Health >>> (https://www.nytimes.com/2020/08/29/health/coronavirus-testing.html):

"Der PCR-Test amplifiziert die genetische Substanz des Virus in Zyklen; Je weniger Zyklen erforderlich sind, desto größer ist die Virusmenge oder Viruslast in der Probe. Je höher die Viruslast ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Patient ansteckend ist."

"Diese Anzahl von Amplifikationszyklen, die zum Auffinden des Virus erforderlich sind, die als Zyklusschwelle bezeichnet wird, ist niemals in den Ergebnissen enthalten, die an Ärzte und Coronavirus-Patienten gesendet werden, obwohl sie ihnen sagen könnten, wie ansteckend die Patienten sind."

"In drei von Beamten in Massachusetts, New York und Nevada zusammengestellten Testdatensätzen mit Zyklusschwellenwerten trugen bis zu 90 Prozent der positiv getesteten Personen kaum Viren, wie eine Überprüfung der Times ergab."

"Eine Lösung wäre, die jetzt verwendete Zyklusschwelle anzupassen, um zu entscheiden, dass ein Patient infiziert ist. Bei den meisten Tests liegt der Grenzwert bei 40, einige bei 37. Dies bedeutet, dass Sie für das Coronavirus positiv sind, wenn für den Testprozess bis zu 40 Zyklen oder 37 Zyklen erforderlich waren, um das Virus zu erkennen."

"Tests mit so hohen Schwellenwerten können nicht nur lebende Viren, sondern auch genetische Fragmente erkennen, Reste von Infektionen, die kein besonderes Risiko darstellen - ähnlich wie das Auffinden eines Haares in einem Raum, lange nachdem eine Person gegangen ist, sagte Dr. Mina."

"Ein vernünftigerer Grenzwert wäre 30 bis 35, fügte sie hinzu. Dr. Mina sagte, er würde die Zahl auf 30 oder noch weniger setzen. Diese Änderungen würden bedeuten, dass die Menge an genetischem Material in der Probe eines Patienten das 100-fache bis 1000-fache der Menge des aktuellen Standards betragen müsste, damit der Test ein positives Ergebnis liefert - zumindest eines, auf das es sich zu reagieren lohnt."

So und falls Ihnen das noch immer nicht verständlich genug war/ist, empfehle ich Ihnen nochmals EINDRINGLICH die Ausführungen von Prof. Dr. Dr. Martin Haditsch, der selbst in Hannover ein Labor betreibt und auch leitet. Prof. Hadditsch ist Facharzt für Mikrobiologie, Infektionsepidemiologie und Laboratoriumsmedizin. Spätestes nach dem Anschauen dieses Videos, sollten auch Sie es endlich verstanden haben, zumindest hoffe ich sehr darauf. >>> https://www.youtube.com/watch?v=RFzBG_XMn_E
Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Montag, 5. Oktober 2020, 00:31

Expertenaussagen und verstehendes Lesen

@Andre.B: Wenn Sie hier regelmäßig schreiben, dann sollten Sie sich schon die Mühe machen, Ihre Kernaussagen mit den entsprechenden Quellen zu hinterlegen:
https://www.laekh.de/fileadmin/user_upload/Aktuelles/2020/Aktuelles_09_07_HAEBL_10_2020_Heudorf_Gottschalk.pdf

Die entsprechende Passage zur Spezifität der PCR haben Sie kopiert. Das „nicht selten“ in Bezug auf falschpositive PCR-Ergebnisse bezieht sich auf MRSA-PCR Testungen und kann bei Sars-CoV-2 nur als allgemeiner Warnhinweis gewertet werden. An einer anderen Stelle in dem Artikel steht der allgemeine Warnhinweis „ Bei niedriger Prävalenz sind die PCR-Tests häufig falsch positiv.“ Beide Aussagen sind allgemeine Warnhinweise, denen ich voll und ganz zustimme. MRSA-PCR mache ich nicht, einfach weil die Kultur fast genau so schnell und wesentlich billiger ist, dazu mit dem Vorteil eines handfesten Beweises (eines Kulturisolats). Auch der Warnhinweis zur niedrigen Prävalenz ist richtig. Die hohe Qualität der Corona-PCR in Deutschland (wobei es sich hier eher um ca. 20 verschiedene Teste handelt) ist kein Selbstläufer. Da steckt sehr viel unsichtbare Hintergrundarbeit mit drin. Das sind die Überstunden, Spät- und Wochenend-Dienste der MTA’s, das ist der tägliche Kampf mit den Lieferanten um die wöchentliche Zuteilung an Verbrauchsmaterial, das sind die Testalgorithmen in Verbindung mit dem Vieraugenprinzip bei der Freigabe positiver Befunde, das ist die zeitnahe Nachforderung von Kontrollen bei nicht auswertbaren Proben, das ist das dual target Prinzip bei den aktuell empfohlenen Testen, das ist die Kommunikation mit den klinisch tätigen Ärzten und dem Gesundheitsamt bei positiven Erstnachweisen.

Bei der MRSA-PCR wurde in den Laboren kein derartig hoher Aufwand betrieben, das war dort nicht notwendig, weil man im Zweifelsfall immer die Kultur als Referenzmethode hatte. Die Corona-PCR ist ein Politikum und der Aufwand dort ist wesentlich höher. Prof. Gottschalk und Prof. Heudorf sind in ihrem Artikel bei allgemeinen Warnhinweisen geblieben. Wenn es konkrete relevante Qualitätsprobleme bei PCR geben würde, dann hätten diese beiden aus ihrer Praxis davon gewusst und hätten die Möglichkeit gehabt darüber zu berichten. Ohne konkrete Beispiele sind diese Aussagen in erster Linie an die Verantwortlichen für die Teststrategie gerichtet, durch unnötige Testungen die Vortestwahrscheinlichkeit nicht zu sehr abzusenken.

@Andre.B, Sie reißen Zitate aus dem Zusammenhang (z.B. Aussagen zur MRSA-PCR) und biegen sich diese für Ihre Behauptungen zurecht. Dass sich die aktuelle Phase der Covid-19 Epidemie von der Phase im Frühjahr unterscheidet, wird von den Fachleuten nicht bestritten. Anstatt mit eigenen Worten zu sagen, welche Schlussfolgerungen Sie ziehen, muten Sie dem Leser ellenlange copy-paste Passagen zu. Wenn Sie an der Spezifität der PCR in Deutschland zweifeln, dann kommen Sie bitte mit konkreten Beweisen. Wenn Sie sagen, Covid-19 sei so harmlos, dass alle aktuellen Maßnahmen überzogen sind, dann belegen Sie bitte, welche Maßnahme warum ungerechtfertigt ist. Dort, wo Ihnen die Argumente fehlen, versuchen Sie mit anderen Stilmitteln Ihre Meinung zu überhöhen, sei es durch den übertriebenen Gebrauch von Majuskeln, sei es durch überzogene Aufzählungen der Verdienste Ihrer Experten (Ihre Beiträge erinnern mich in fataler Weise an die „Aktuelle Kamera“ zu DDR-Zeiten, wo gefühlt ein Viertel der Sendezeit mit der Aufzählung der Titel irgendwelcher Staatsgäste verschwendet wurde), sei es, indem Sie mit Ihren Beiträgen bereits in der Überschrift Ihre Gegner direkt angreifen, anstatt sich auf die Inhalte der Diskussion zu fokussieren.

Noch eine kurze Ergänzung zu Ihrem ersten Beitrag hier. Durch Covid-19 sterben Menschen. Sie vergleichen die Corona-Toten mit den Toten durch Haushaltsunfälle. Warum nehmen die nicht die Abstürze der B737 Max als Beispiel? Warum dürfen alle Flugzeuge dieses Typs nicht mehr fliegen? Die Gesamtmortalität der betroffenen Länder hat sich dadurch noch weniger verändert als durch Corona. Warum haben die USA nach 9/11 zwei Kriege geführt und eine ganze Region an den Abgrund geführt, im Vergleich zu Corona sind am 11.September nur wenige Menschen gestorben. Vielleicht kommen Sie irgendwann doch zu der Erkenntnis, dass es nicht ganz unerheblich ist wie man zu Tode kommt. Die Todesfälle durch Flugzeugabstürze, Terrorismus und Seuchen haben eine Gemeinsamkeit, nämlich den Kontrollverlust der Betroffenen. Und dieser Kontrollverlust rechtfertigt die zusätzlichen Anstrengungen, wieder die Kontrolle zurückzuerlangen.

@wilhem, @schirmacher, wenn Sie fragen, welche berufliche Qualifikation hinter den Aussagen von Andre.B steht, so kann ich darauf nur eine Negativantwort geben, in dem Sinne, dass es in seinen Aussagen keinerlei Hinweise auf Insiderwissen aus den Bereichen Mikrobiologie, Infektionsepidemiologie und ärztliche Standespolitik gibt. Vor Juli 2020 gab es von Andre.B ausschließlich Beiträge zum Thema Cannabis/ADHS.
Avatar #96950
Schirmacher
am Sonntag, 4. Oktober 2020, 11:27

Ein Fall von Projektion

Es fragt sich wer da etwas nicht verstehen will?
Die Gefahren der weltweiten Pandemie mit den Todeszahlen von zugegeben gefährlichen Haushaltsunfällen gegenzurechnen ist verleugnend und unangemessen. Abgesehen davon werden hier Äpfel mit Birnen verglichen, was ein Unding ist.
Ich stimmer voll und ganz den Bedenken von wilhelm zu, und frage mich, ob es sich bei dem ironisierendem Autoren Andre B. tatsächlich um einen Mediziner oder eher um einen nichtmedizinischem Leser handelt, welcher dieses Forum und das deutsche Ärzteblatt dazu nutzt, um Coronaskeptikern unter diesem Renomee der Mediziner Argumente zu liefern. Auch wenn ich nicht zu hysterischer Ängstlichkeit neige nehme ich diese ansteckende Krankheit sehr ernst und möchte unsere Mitmenschen dazu aufrufen, die notwendigen Maßnahmen einzuhalten, auch wenn es nicht immer leicht ist.
Avatar #96950
Schirmacher
am Sonntag, 4. Oktober 2020, 11:10

Ein Fall von Projektion

Es fragt sich, wer da etwas nicht verstehen will? Die Gefahren einer weltweiten Pandemie mit den Todeszahlen von zugegeben gefährlichen Haushaltsunfällen gegenzurechnen ist verleugnend und unangemessen. Ich stimme da voll und ganz den Bedenken von willhelm zu und frage mich, ob der Ironiker überhaupt ein Arzt ist oder nur ein einfacher Leser, der sich hier kundtun möchte und Coronaskeptikern Argumente unter dem Renommee des deutschen Ärzteblattes zu liefern.
Avatar #745246
Andre B.
am Freitag, 2. Oktober 2020, 06:31

"PCR-Tests häufig falsch positiv" sagt Chef des Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt

Prof. Dr. med. René Gottschalk und Prof. Dr. med. Ursel Heudorf sind beide FachärztInnen für Öffentliches Gesundheitswesen und TrägerInnen der Johann Peter Frank-Medaille, der höchsten Auszeichnung des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte für Öffentliches Gesundheitswesen. Er ist seit 2011 Leiter des Gesundheitsamtes in Frankfurt, sie war bis 2019 seine Stellvertreterin.

In einem Artikel auf dem Portal der Landesärztekammer Hessen vom 25.9. schreiben Sie:

Für die Stadt Frankfurt am Main:

"Hospitalisierung und schwere Krankheitsverläufe: Immer weniger Covid- 19-Infizierte müssen in ein Krankenhaus aufgenommen werden – dies trotz der Zunahme gemeldeter Fälle im August; seit vielen Wochen nehmen schwere Krankheitsverläufe ab; schwere Atemwegssymptome und Beatmungspflicht treten nur noch sehr selten auf. Eventuelle mittel- oder längerfristige Symptome werden in den Meldedaten allerdings nicht abgebildet."

"Todesfälle: Die Zahl und der Anteil der an bzw. mit Covid-19-Verstorbenen nahm ab und stieg auch mit Zunahme der Meldungen im August nicht an. Seit Mai werden 0–3 Todesfälle pro Monat gemeldet – bei ca. 600 Todesfällen pro Monat in Frankfurt am Main."

"Schulen und Kitas: Es gibt keine Hinweise, dass die schrittweise Wiedereröffnung der Schulen zu einer erkennbaren Zunahme an Infektionen bei Kindern und Schulpersonal geführt hat – obwohl wegen Ängsten und Sorgen von Schulgemeinden viele Tests vorgenommen wurden. Mit dem Ende der Ferien nahm auch die Zahl positiv getesteter Schüler und Lehrer (Reiserückkehrer) zu."

"Altenpflegeheime: Zu Beginn der Pandemie Anfang April ereigneten sich in drei (von 48) Altenpflegeheimen Ausbrüche; alleine in einem Heim erkrankten 67 Bewohner und 29 Mitarbeiter; 22 Bewohner verstarben. Seit Mitte April kam es zwar wiederholt zu SARS-CoV-2-Einträgen in 20 Heimen, durch die ergriffenen Maßnahmen konnte eine Weiterverbreitung gut verhütet werden; Todesfälle waren nicht zu beklagen. Die jüngste Meldung eines infizierten Bewohners erfolgte am 19.06.2020 (Stand 25.08.2020)…"

"Krankenhaus-Belastung: Mittels Interdisziplinären Versorgungsnachweises (IVENA) können die Rettungstransporte und Aufnahmen in Krankenhäuser in Echtzeit dokumentiert werden; die Krankenhäuser haben die Möglichkeit, bei Überlastung einzelne Bereiche für eine gewisse Zeit abzumelden. Der Vergleich des ersten Halbjahres 2020 mit den ersten Halbjahren der vorangegangenen Jahre zeigt keine auffälligen Abmeldungen des Bereichs Innere Medizin (ambulant, Notaufnahme und stationär).."

"Mortalität: Die Sterbestatistik (tägliche Sterbefälle) zeigt im ersten Halbjahr 2020 keine Auffälligkeiten – im Gegensatz zu erkennbar höheren Sterbezahlen während der Influenza-Zeiten 2017 und 2018 sowie während der Hitzeperiode im Juli 2018.."

"Mortalität der Bewohner in Altenpflegeheimen: 30 Heime (inklusive die Heime mit Ausbrüchen und Todesfällen) haben dem Amt auf freiwilliger Basis die Zahl der seit 2018 Verstorbenen pro Quartal mitgeteilt: Auch in der Hoch-Risikogruppe der Altenpflegeheimbewohner ist im Jahr 2020 keine auffällige Sterblichkeit zu erkennen«"

Bundesweit sind die Meldedaten vergleichbar:

"Hospitalisierungen: Die Hospitalisierungen nahmen in Deutschland insgesamt etwas verzögerter ab als in Frankfurt. Sie bleiben im Juli und August stabil niedrig – trotz der Zunahme der Meldungen insgesamt…"

"Verstorbene: Bei den Verstorbenen zeigt sich auch in Deutschland insgesamt ein rascher Abfall im Mai ,der trotz der steigenden Meldungen im August weiterhin stabil niedrig bleibt…"

"Mortalitätsstatistik: Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Sterbedaten der Bevölkerung in Deutschland – alle Ursachen – auf seiner Website… Im Jahr 2020 ist keine Übersterblichkeit erkennbar."

»Was sagen die Testergebnisse bei der derzeitigen Teststrategie aus?

"Bei niedriger Prävalenz in der Bevölkerung und umfangreicher Testung von asymptomatischen Personen wird man selbst bei angenommener hoher Sensitivität und Spezifität des Tests falsch positive Befunde erhalten. Der PCR-Test detektiert Genabschnitte von SARS-CoV‑2; er sagt nichts darüber aus, ob es sich um infektionsfähige Viren oder um Virusreste nach durchgemachter Infektion handelt. Hierzu wäre eine Erregeranzucht erforderlich. Analog hat die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beispielsweise in ihrer MRSA-Richtlinie PCR-basierte Verfahren allenfalls als vorläufige Grundlage anerkannt – wegen des Vorteils einer erheblichen Zeitreduktion bei der Testdurchführung. Als Grundlage für abzuleitende krankenhaushygienische Konsequenzen und zur Kontrolle von MRSA-Dekolonisierungsmaßnahmen sind jedoch kulturelle Nachweisverfahren gefordert, da die PCR-Verfahren nicht selten falsch positive Ergebnisse liefern.«"
Avatar #745246
Andre B.
am Donnerstag, 1. Oktober 2020, 16:18

@wilhem - Irgendwie hängt es ein wenig bei Ihnen

Trotz verschiedener und mehrfach gegebener Hilfen, aber sie verstehen es scheinbar wirklich einfach nicht!

Es ist eben NICHT relevant ob etwas ansteckend ist oder nicht, denn auch u.a. sämtliche anderen Erkältungskrankheiten erfüllen dieses Kriterium. Es geht hier einzig nur um die geringe Anzahl der Menschen die überhaupt (schwerer) erkrankt und die eben noch viel kleinere Gruppe von Personen, die dann gar hospitalisiert werden müssen oder daran verstirbt.
Avatar #760158
wilhem
am Donnerstag, 1. Oktober 2020, 16:07

Theorie

Auch verunfallte Personen können andere Personen nicht ansteckend, herrlich Ihre theoretischen Überlegungen
Avatar #745246
Andre B.
am Donnerstag, 1. Oktober 2020, 16:02

@wilhem - Leider wieder daneben

Die Grundlagen der Infektologie besagen, das IMMER zwischen infiziert und erkrankt unterschieden werden muss! Auch wenn Hausarbeiten tatsächlich nicht ansteckend sind, so sind diese in der Allgemeinbevölkerung jedoch viel weiter verbreitet als Covid-19.

Folglich ist für die Bewertung oder den Vergleich bzg. dem Gefahrenpotzenial verschiedenster Dinge, einzig und allein die daraus folgende Anzahl an Hospitalisierten oder der Verstorbenen als aussagekräftig zu betrachten.
Avatar #760158
wilhem
am Donnerstag, 1. Oktober 2020, 15:47

Unfälle und Haushaltsunfälle

sind aber Gott sei Dank nicht ansteckend, ein kleiner aber, nicht unwichtiger Unterschied, Ihre Ironie ist wirklich konstruktiv...Ironie off
Avatar #745246
Andre B.
am Donnerstag, 1. Oktober 2020, 15:22

Covid-19 vs. Haushaltsunfälle - Eine schonungsloser Vergleich

In Deutschland sind im Zeitraum eines Jahres 27,172 Menschen an den Folgen von Unfällen gestorben. Das geht aus der aktuellsten Statistik des Statistischen Bundesamtes Destatis zum Thema (Stand 2018) hervor. Mit Covid-19 verstarben laut Robert-Koch-Institut bislang 9,443 Personen (Stand 25.9.2020). Damit verursachen Unfälle statistisch betrachtet rund dreimal soviel Todesfälle wie das Coronavirus.

Die Kategorie Haushaltsunfälle bringt es Destatis zufolge auf 11,960 Tote. Zu den klassischen Ursachen zählt beispielsweise das Aufhängen von Gardinen.

Besonders häufig versterben dabei Menschen in der Altersgruppe oberhalb 75 Jahren. So fielen allein hier 18,633 Seniorinnen und Senioren Unfällen aller Art zum Opfer, davon waren 9’888 Opfer von häuslichen Unfällen. >>> https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Todesursachen/Tabellen/sterbefaelle-unfaelle.html

Ein generelles Verbot von Haushaltsarbeiten sollte demnach dringend in Erwägung gezogen werden! Zusätzlich sollte eine staatlich zertifizierte und unter allen Umständen hochgebirgstaugliche Kletterausrüstung, somit schnellstens zum verbindlichen Standard, für die Erledigung solch hochgefährlicher Tätigkeiten erklärt werden. *Ironie OFF*
LNS

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