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Politik

Doch keine Verlängerung für Teststationen an Autobahnen in Bayern

Mittwoch, 30. September 2020

/picture alliance, EXPA, picturedesk.com, Ernst Wukits

München – Ungeachtet hoher SARS-CoV-2-Zahlen unter anderem in Teilen Österreichs gibt es nun doch keine Verlängerung für die Teststationen an den bayerischen Autobah­nen in Grenznähe. Schon ab morgen werden dort keine Tests mehr angeboten. Das teilte das bayerische Ge­sund­heits­mi­nis­terium heute mit.

Die Staatsregierung bleibt also bei ihrem Beschluss vom 8. September. Zuletzt hatte sie wegen der Coronazahlen in Österreich und Tschechien noch eine Verlängerung erwogen, sich aber nun doch dagegen entschieden.

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„Beim Infektionsgeschehen in Bayern ist der Anteil der Reiserückkehrer an den bekannten Neuinfektionen in den letzten zwei Wochen kontinuierlich zurückgegangen“, sagte Ge­sund­heitsministerin Melanie Huml (CSU) zur Begründung. Gleichzeitig sei der Reise- und Urlaubsverkehr, der traditionell zu den Sommerferien seinen Höhepunkt habe, vorbei.

„Wichtig ist bei dieser Entscheidung auch die Erkenntnis, dass sich Neuinfektionen in Bay­ern vor allem regional neu entwickeln“, erklärte Huml. Die vorhandenen Laborkapazi­tä­ten sollen deshalb nun anderweitig genutzt werden. „Um nun Test- und Laborressour­cen passend umschichten zu können, bleibt es daher beim planmäßigen Ende des Test­angebotes für Reiserückkehrer“, sagte Huml.

Das Kabinett hatte beschlossen, die freiwerdenden Testkapazitäten „bedarfsorientiert“ etwa für die kommunalen Testzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten zur Verfügung zu stellen.

Der Betrieb an den Teststationen an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen soll dagegen wie vorgesehen erst einmal weiterlaufen, und zwar zunächst bis zum 15. Oktober. Dem Vernehmen nach könnte in den bayerischen Herbst- oder Winterferien der Testbetrieb an den Autobahnen aber wieder aufgenommen werden.

Huml bezeichnete die Teststationen, die im Sommer zwischenzeitlich wegen einer schwe­ren Panne für Schlagzeilen gesorgt hatten, als Erfolg. 669.000 Tests seien durchgeführt worden – und 7.700 Menschen hätten dadurch von ihrer Coronainfektion erfahren.

Der mit Abstand größte Teil der Tests erfolgte an den Autobahnen. Von knapp 403.000 Tests waren dort 4.560 positiv, also rund 1,1 Prozent. Von 205.000 Testes an den Flughäfen waren 2.411 positiv (1,2 Prozent). © dpa/aerzteblatt.de

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