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Politik

Fast 140 Flüchtlinge aus Griechenland gelandet

Mittwoch, 30. September 2020

/picture alliance, Julian Stratenschulte

Berlin – Deutschland hat heute weitere 139 Flüchtlinge aus griechischen Lagern aufge­nommen. Zu der Gruppe, die per Flugzeug in Hannover ankam, zählen 51 unbegleitete Minderjährige, die vom Brand des Flüchtlingslagers Moria auf Lesbos betroffen waren, wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Bei den restlichen Ankömmlingen handelt es sich um 17 kranke Kinder mit ihren Kernfamilien – insgesamt 88 Menschen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte sich schon vor einiger Zeit bereit erklärt, insgesamt 243 kranke Kinder mit ihren Kernfamilien aus Griechenland in Deutschland aufzunehmen. Zu diesem Kontingent gehören die am Mittwoch eingetroffenen 17 Kinder samt Familien.

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Darüber hinaus hatte die Bundesregierung angekündigt, sich nach dem Brand auf Lesbos an der Aufnahme von 400 unbegleiteten Minderjährigen zu beteiligen, die von der grie­chischen Regierung auf das Festland transferiert wurden. Deutschland wird davon bis zu 150 unbegleitete Minderjährige aufnehmen – zu dieser Gruppe gehören die 51 heute eingetroffenen unbegleiteten Minderjährigen.

Die Bundesregierung hatte zudem entschieden, weitere 1.553 Familienangehörige von den griechischen Inseln aufzunehmen, deren Schutzberechtigung von der griechischen Regierung bereits festgestellt wurde. Ihre Aufnahme solle zeitnah beginnen, teilte das Innenministerium mit.

Die Flüchtlinge sollen auf die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Nieder­sachsen, Hessen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein verteilt werden. Grundlage ist ein gemeinsames Bund-Länder-Konzept, das in Abstimmung mit allen Län­dern entwickelt wurde.

Dabei werden auch Kriterien wie familiäre Bindungen und besondere medizinische Be­dar­fe berücksichtigt. Insgesamt wurden den Ministeriumsangaben zufolge in diesem Jahr bereits 713 Flüchtlinge, darunter 104 unbegleitete Minderjährige und 142 kranke Kinder, per Flugzeug von Griechenland nach Deutschland gebracht. © afp/aerzteblatt.de

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