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Starkes Wachstum des digitalen Gesundheitsmarktes in Europa erwartet

Donnerstag, 1. Oktober 2020

/Production Perig, stockadobecom

München – Der digitale Gesundheitsmarkt hat im Zuge der Coronapandemie weiter an Fahrt aufgenommen. Das zeigt die aktuelle Roland-Berger-Untersuchung „Future of Health 2 – The rise of healthcare platforms“.

Laut der vorgelegten Daten hat sich im Vergleich zur letztjährigen Studie das erwartete Wachstum des digitalen Gesundheitsmarktes in Europa bis 2025 auf 232 Milliarden Euro erhöht – ein Plus von fast 50 Prozent.

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Für Deutschland liegt die Prognose bei 57 Milliarden Euro. Die Experten gehen davon aus, dass die Pandemie den Digitalisierungsprozess der Branche insgesamt um rund zwei Jahre beschleunigt.

„Die Ergebnisse unserer Befragung übertreffen die des letzten Jahres deutlich“, stellte Karsten Neumann, Partner bei Roland Berger und einer der Autoren, fest. Man erwarte eine entsprechend hohe Dynamik im Markt, die in den kommenden Jahren auch Fusionen und Übernahmen nach sich ziehen werde.

Das durch die Pandemie beschleunigte Wachstum treffe auf einen stark fragmentierten Markt. Einerseits versuchen sich laut der Untersuchung große Technologieunternehmen mit riesigen Datenmengen zu positionieren. Andererseits brächten kleinere Anbieter Applikationen und spezielle Lösungen für bestimmte Krankheiten, wie zum Beispiel Diabetes, auf den Markt.

2019 waren sich noch 61 Prozent der Experten sicher, dass die großen Tech-Konzerne bis 2025 ein integraler Bestandteil des Gesundheitssystems sein werden. Die aktuellen Um­frageergebnisse zeigen jedoch: Lediglich zehn Prozent der Patienten mit Vorerkrankungen würden sich an diese Unternehmen wenden.

„Damit steigen die Chancen für Unternehmen und Plattformanbieter aus dem Gesund­heits­wesen, die als Schnittstelle virtuelle und reale Dienstleistungen kombinieren“, so Neumann. An diese neuen Plattformmodelle sollten sich auch ambulante Dienstleis­tungs­anbieter anpassen. © EB/aha/aerzteblatt.de

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