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BZgA ruft zur Grippeschutzimpfung auf

Donnerstag, 1. Oktober 2020

/dpa

Köln – Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ruft mit der Kampagne „Wir kommen der Grippe zuvor” zur Grippeschutzimpfung auf und weist auf die Bedeu­tung der Impfung im Kontext der SARS-CoV-2-Pandemie hin.

Insbesondere Risikogruppen sollten sich im Herbst mit der Grippeschutzimpfung vor ei­ner möglichen Influenzainfektion schützen, da sie ein erhöhtes Risiko für einen schwe­ren Grippeverlauf haben, so die BZgA.

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Ziel ist, dass in der Pandemie möglichst viele Menschen durch eine Impfung vor der Grippe geschützt sind, um zu verhindern, dass der Höhepunkt der Grippeinfektionen mit einem möglichen Anstieg an Corona-Infektionen zusammenfällt.

Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betonte: „Die Grippeschutzimpfung ist die wichtigste Präventionsmaßnahme gegen diese Infektionskrankheit. Durch die Impfung lässt sich das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs senken.“

Daher sollten sich insbesondere Menschen mit erhöhtem Risiko – also Ältere, chronisch Kranke und auch Schwangere – unbedingt impfen lassen und am besten schon jetzt einen Impftermin vereinbaren. Denn nach der Impfung dauere es 10 bis 14 Tage, bis der Körper einen ausreichenden Schutz gegen die Grippeviren aufgebaut hat.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Grippeschutzimpfung für Personen ab 60 Jahren, chronisch Kranke aller Altersstufen, Schwangere, Medizin- und Pflegeperso­nal, Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Kontaktpersonen bestimmter Risikogruppen. © dpa/EB/aerzteblatt.de

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Avatar #759489
MITDENKER
am Mittwoch, 7. Oktober 2020, 18:06

Studienwirrwarr

Offenbar gibt's mal wieder pro und contra-Studien en masse. Wenn ich mir diese Zusammenschau zu Gemüte führe, würde ich jedoch nicht in Hurra-Rufe bez. der Influenza-Impfung ausbrechen; das liest sich doch sehr ernüchternd:

https://impf-info.de/die-impfungen/grippe/140-grippe-die-impfung.html

Avatar #760158
wilhem
am Mittwoch, 7. Oktober 2020, 17:04

So, so

Nach Daten aus Kohorten- und Fall­kontroll­studien reduziert die Impfung gegen Virusgrippe (BEGRIVAC u.a.) Komplikationen bei älteren Patienten und senkt die Sterblichkeit um 25% bis 80%. Aufgrund der für Verzerrung anfälligen Methodik dieser epidemiologischen Studien ist eine systematische Überschätzung des wahren Effektes möglich.

Randomisierte Interventionsstudien deuten eine Senkung der Mortalität bei geriatrischen Patienten an, wenn Krankenhausmitarbeiter systematisch geimpft werden. Ob die zur Absicherung dieses Effekts erforderlichen Studien allerdings jemals durchgeführt werden, erscheint angesichts der geltenden Impfempfehlungen fraglich.

Die Impfung reduziert nach randomisierten Studien die Häufigkeit von Influenzaerkrankungen im Kindesalter. Daten, die einen Einfluss auf schwere Verläufe, Mortalität oder Komplikationen belegen, liegen nicht vor.

und noch

https://esc365.escardio.org/Congress/ESC-CONGRESS-2019/Young-Investigator-Award-Session-Population-sciences/195110-the-flu-vaccine-and-mortality-in-hypertension-a-danish-nationwide-cohort-study

https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=153&jahr=2006&typ=1&nid=26633


Avatar #759489
MITDENKER
am Mittwoch, 7. Oktober 2020, 16:50

Da wäre ich doch etwas vorsichtiger

Denn:
1.) Impfung älterer Menschen
Die USA sind eines der impffreudigsten Länder. Speziell für ältere Menschen wurde die Influenza-Impfung zuletzt immer massiver beworben. Die Impfrate kletterte stetig von 15% im Jahr 1980 auf zuletzt 65%. In Altersheimen werden sogar Werte über 75% erreicht.
Eine über 20 Jahre laufende Analyse (Simonsen et al.) ergab jedoch nicht das geringste Indiz dafür, dass die Impfung auf das Sterberisiko einen positiven Effekt hatte. “Unsere Ergebnisse stellen die derzeitigen Konzepte infrage, wie ältere Menschen am besten vor dem Grippetod geschützt werden können”, erklärten die Autoren einigermaßen deprimiert im Schlusswort ihrer Studie.

2.) Schutz gegen mutierte neuartige Viren
Während der Schweinegrippe-Pandemie wurden die Behörden in Kanada auf ein seltsames Phänomen aufmerksam: Gerade jene Kinder, die jährlich immer die Grippe-Impfung erhalten haben, erkrankten besonders schwer an der neuartigen Schweinegrippe. Wie ist das möglich? - Die Behörden organisierten gleich vier Studien zu dieser Frage, die allesamt den Verdacht bestätigten.
Wissenschaftler fanden schließlich eine plausible Erklärung für diesen Effekt: durch die saisonale Impfung wird offenbar das Immunsystem der Kinder davon abgehalten, sich mit den Influenza-Viren auseinander zu setzen. Dadurch entfällt jeglicher Trainingseffekt für das Immunsystem. Ungeimpfte Kinder, die schon mal eine Grippe durchgemacht haben, gewinnen hingegen zumindest eine Kreuzprotektion gegen neuartige Mutationen.
etc.
Fundstelle: bei Bert Ehgartner; Medizinjournalist/Filmemacher/Buchautor
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