NewsHochschulenApp soll Krebspatienten unterstützen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

App soll Krebspatienten unterstützen

Mittwoch, 7. Oktober 2020

/sumoyut, stock.adobe.com

Leipzig/Berlin – Das Universitäre Krebszentrum Leipzig (UCCL) hat die App MIKA, die seit einem Jahr für Pa­tienten mit Krebserkrankungen bereitsteht, spezifiziert. Das teilte das UCCL mit. Demnach gibt es nun eine Unterrubrik mit spezifischen Informationen für Pa­tienten des UCCL.

Hinterlegt sind dort zum Beispiel Notfalltelefonnummern und Ansprechpartner so­wie weitere Patienteninformationen. Die App MIKA soll dazu beitragen, die Lebensqua­lität Be­troffe­ner noch stärker im Blick zu behalten.

Anzeige

Entwickelt hat die MIKA-App das Berliner Start-Up-Unterneh­men Fosanis. Experten des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) und der Berliner Charité haben die medizinisch-fach­lichen Inhalte beigesteuert.

„Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Selbstmanagement. Wir geben den Patienten ein Werkzeug an die Hand, um selbst etwas tun zu können“, erklärte Anja Mehnert-Theuer­kauf, Leiterin der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie am UKL. Die App gebe dazu gezielt Hinweise und mache Vorschläge zu Themen wie Stress, Sport, Ernährung und Schlafhygiene.

Die kostenfreie App ist für alle Patienten mit Krebs ge­dacht. Nachdem sie herunterge­la­den wurde, können die Nutzer zu Beginn ihre spezielle Krebs­erkrankung sowie weitere Grunddaten wie Symptome oder die aktuell empfundene per­sönliche Belastung einge­ben. Eine Künstliche Intelligenz (KI) ordnet die eingegebenen Daten mit Hilfe von Algo­rithmen ein und gibt gezielt Hinweise und Tipps.

„Ist zum Beispiel ein gewisses Maß an Belastung überschritten, wird MIKA aktiv und rät dem Betroffenen, sich Unterstützung zu suchen“, so Mehnert-Theuerkauf.

„Wir hoffen, da­rüber Patienten zu erreichen, die Fragen außerhalb des ärztlichen Ge­sprächs klären oder zusätzlich im Alltag etwas für ihre Lebensqualität tun wollen. Eine bedarfsorientierte psychoonkologische Beratung wird durch die MIKA-App nicht ersetzt, aber ergänzt“, erläutert sie.

Das Unternehmen Fosanis weist daraufhin, dass alle personenbezogenen Datensätze auf deutschen Servern liegen und in Rechenzentren gespeichert werden, die nach ISO 27001 zertifiziert sind. Auch die App selbst ist zertifiziert (nach der Norm EN ISO 13485). Sie ist im Apple App Store (iOS) und im Google Play Store (Android) frei verfügbar und kann über Smartphone oder Tablet geladen werden. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

19. Oktober 2020
Berlin – Die Corona-Warn-App des Bundes kann nun auch länderübergreifend über eine möglicherweise gefährliche Begegnung mit Coronainfizierten warnen. Heute Mittag erschien wie angekündigt das Update
Corona-Warn-App startet länderübergreifende Risikoermittlung
19. Oktober 2020
Berlin – Viele Patienten finden die Möglichkeit gut, mittels Video- und Telefonsprechstunden Kontakt zu ihrem Arzt aufnehmen zu können. Das geht aus einer Online-Umfrage durch das
Patienten wünschen sich Video- und Telefonsprechstunden
16. Oktober 2020
Berlin – Die Corona-Warn-App des Bundes wird am kommenden Montag um zwei Funktionen erweitert. Zum einen können Positiv-Getestete freiwillig in einer Art Tagebuch Krankheitssymptome eintragen, um die
Corona-Warn-App wird um Symptometagebuch erweitert
15. Oktober 2020
Berlin – Bezüglich der Anbindung der Krankenhäuser an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) bestehen keine gesetzlichen Spielräume für rückwirkend geltende Sanktionen. Dies hat das
TI-Anbindung: Keine rückwirkende Sanktionen für Krankenhäuser
15. Oktober 2020
Berlin – Der Start der elektronischen Patientenakte (ePA) soll zum Jahresbeginn 2021 als „erweiterter Feldtest“ beginnen. Dies sagte Lars Gottwald, Leiter der Business Teams bei der Gematik, heute in
Elektronische Patientenakte startet als „erweiterter Feldtest“
13. Oktober 2020
Berlin – Die Kosten für Entwicklung und Betrieb der Corona-Warn-App des Bundes werden sich trotz der Erweiterung für einen Datenaustausch mit anderen europäischen Ländern nicht erhöhen. Das geht aus
Bundesregierung schlüsselt Kosten für Corona-Warn-App auf
13. Oktober 2020
Düsseldorf – In der Gesundheitsanwendung Velibra haben IT-Spezialisten mehrere Sicherheitslücken entdeckt. Das berichten das Handelsblatt und der Branchendienstes Golem. Die App soll Patienten mit
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER