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Lebermodell soll Chirurgen bei Planung großer Operationen unterstützen

Donnerstag, 15. Oktober 2020

/Sebastian Kaulitzki, stock.adobe.com

Jena – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt eine neue Forschungsgruppe, die Chirurgie und Hepatologie, Bildgebung, Bioinformatik und Datenwissenschaften mit­einander verbindet.

Die Ärzte und Wissenschaftler aus sechs Forschungsinstitutionen wollen ein Modell ent­wickeln, das die Durchblutung und Funktion der Leber mit großer räumlicher Auflösung in gesundem und krankem Zustand quantifizieren kann.

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Das Modell soll bei der Planung großer Operationen eingesetzt werden, um die verblei­bende Leberfunktion und den Regenerationsverlauf zu prognostizieren.

„Für eine individuelle OP-Planung und Funktionsprognose müssen wir mehr wissen über das Zusammenspiel von Durchblutung und Funktion der Leber und über die räumliche Verteilung der verschiedenen Stoffwechselfunktionen des Organs“, erläutert Uta Dahmen, Leiterin der Arbeitsgruppe Experimentelle Chirurgie am Universitätsklinikum Jena.

Sie koordiniert die neue Forschungsgruppe namens „QuaLiPerf“. Drei der acht Teilprojekte werden am Universitätsklinikum und der Friedrich-Schiller-Universität Jena bearbeitet.

Die experimentellen Arbeiten in Jena werden von Forschern in Leipzig ergänzt. Ziel ist, Daten auf der Ebene der einzelnen Leberzelle bis hin zum gesamten Organ und Organis­mus zu erfassen. Weitere Arbeitsgruppen aus Berlin, Stuttgart und Bremen bearbeiten die Daten weiter.

„An deren Ende soll ein robustes digitales Modell der Flüsse und Funktionen in der Leber stehen“, hieß es aus der Forschungsgruppe. „Langfristig möchten wir mit diesem system­medizinischen Ansatz für die Leberchirurgie dem behandelnden Arzt und dem Patienten umfassende Informationen für eine fundierte gemeinsame Therapieentscheidung zur Verfügung stellen“, beschreibt Dahmen die Zielstellung des Projektes. © hil/aerzteblatt.de

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