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Ärzteschaft

Coronaimpfstoff stellt Gesellschaft vor wichtige Fragen

Freitag, 9. Oktober 2020

/picture alliance, Christoph Schmidt

Berlin – Ein künftiger Impfstoff gegen SARS-CoV-2 stellt die Gesellschaft vor wichtige Fragen. Darauf hat der Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Klaus Reinhardt, im Rahmen der aktuellen Folge des BÄK-Podcasts „Spre­chende Medizin“ hingewiesen.

Ein Impfstoff gegen SARS-CoV-2 könne zwar eventuell noch Ende des Jahres oder Anfang kommenden Jahres zur Verfügung stehen. Allerdings müsste man einschränkend sagen, dass es Langzeitbeobachtungen an Pro­ban­den bis dahin nicht geben könne, so Reinhardt. Deshalb blieben kleine Restunsicher­hei­ten, über die man sprechen müsse.

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In einer solchen Situation muss sich eine Gesellschaft seiner Meinung nach fragen, was sie wolle: Einen Impfstoff, um möglichst schnell wieder zu einem uneingeschränkten nor­ma­lisierten Leben zurück zu kommen. Oder einen lange getesteten Impfstoff, bei dem es keine Restunsicherheiten gibt.

Dabei müssten aber alle die Einschränkungen bis zu diesem Zeitpunkt in Kauf nehmen. Reinhardt selbst tendiert zur ersten Möglichkeit, dem schnellen Impfstoff. „Das ist für mich überhaupt keine Frage“, betont er in dem Podcast.

Zudem rät der BÄK-Präsident auch jungen Menschen in diesem Jahr zur Grippeschutzim­pfung, insbesondere dann, wenn sie zu einer Risikogruppe gehören, also beispielsweise unter Diabetes, Asthma oder einer Erkrankung des Immunsystems leiden.

Dringend zu empfehlen sei der Grippeschutz auch für andere Risikogruppen, wie Chroni­ker, Menschen ab 60 Jahren, aber auch für Schwangere und Beschäftigte aus dem Ge­sundheitswesen. © hil/sb/aerzteblatt.de

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2haeschen
am Freitag, 9. Oktober 2020, 23:15

Kleine Restunsicherheiten,

über die man sprechen müsse...

Ja, muss man.

Und: gibt es einen lange getesteten Impfstoff ohne Restunsicherheiten?

Ich kenne nur Impfstoffe, bei denen der Nutzen für die breite Bevölkerung größer ist als das Risiko für den Einzelnen.
LNS

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