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Ausland

Europarat: Regierungen müssen Datenschutz bei Corona-Apps garantieren

Dienstag, 13. Oktober 2020

/picture alliance, EUROPA PRESS, Óscar Cañas

Straßburg – Der Europarat hat an europäische Regierungen appelliert, beim Einsatz digi­taler Anwendungen im Kampf gegen die Coronapandemie den Datenschutz zu gewähr­leisten.

Die Rechte auf Privatsphäre der Nutzer müssten jederzeit gewahrt werden, betonte die Staatenorganisation gestern anlässlich der Veröffentlichung eines entsprechenden Be­richts. In mehreren europäischen Staaten gab es demnach Mängel beim Schutz von Da­ten, die im Rahmen der Pandemieeinschränkung gesammelt wurden.

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So hätten Berichte nahegelegt, dass in Slowenien, Griechenland und Ungarn Gesund­heits­­behörden Patientenlisten auch mit der Polizei und anderen Vollzugsbehörden teil­ten, hieß es in dem Bericht.

Der Europarat bedauerte zudem, dass sich die Länder auf keinen einheitlichen Ansatz bei einer europaweiten Corona-Tracking-App einigen konnten. Durch die vielen unterschied­lichen Systeme sei die Effizienz der Maßnahme eingeschränkt.

Die Staaten setzen dem Bericht zufolge die digitalen Anwendungen vor allem für die Kontaktverfolgung, Selbstdiagnose und Durchsetzung von Quarantänevorgaben ein.

Der Europarat mit Sitz im französischen Straßburg kümmert sich um den Schutz und die Einhaltung der Menschenrechte in seinen 47 Mitgliedsstaaten. Die Staatenorganisation gehört nicht zur Europäischen Union. © dpa/aerzteblatt.de

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