NewsPolitikMuster­verordnung regelt Quarantänepflicht für Risikogebiete
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Muster­verordnung regelt Quarantänepflicht für Risikogebiete

Mittwoch, 14. Oktober 2020

/picture alliance, Christoph Schmidt

Berlin – Die neue Quarantänepflicht für Rückkehrer aus ausländischen Coronarisikoge­bieten soll ab dem 8. November gelten. Die Details regelt eine neue sogenannte Muster­quarantäneverordnung, die das Bundeskabinett heute verabschiedet hat.

Die Muster­quarantäneverordnung soll eine „gemeinsame Arbeitshilfe für alle Länder“ dar­stellen, wie Regierungssprecher Steffen Seibert heute vor Journalisten in Berlin sag­te. Die konkrete Umsetzung liegt bei den Bundesländern, Reisende müssen deren jewei­li­ge Regeln beachten. Ursprünglich sollten die Neuerungen zum 15. Oktober kommen.

Anzeige

„Unser gemeinsames Ziel ist, neue Infektionsherde in Deutschland durch Einreisen nach Deutschland zu verhindern“, sagte Seibert. „Und deswegen halten wir grundsätzlich an der Pflicht fest, dass jemand nach Einreise aus Risikogebieten sich in Selbstisolation be­gibt.“

Wer sich in den zehn Tagen vor der Einreise in einem vom Robert Koch-Institut als Risiko­gebiet eingestuften Land oder einer solchen Region aufgehalten hat, muss laut Seibert demnächst bei seiner Rückkehr unverzüglich für zehn Tage in Quarantäne gehen. Zudem muss er sich beim Gesundheitsamt melden.

Wer die Selbstisolation vorzeitig beenden möchte, kann frühestens am fünften Tag nach der Einreise einen Coronatest machen lassen. Wenn das Ergebnis negativ ist, endet die Pflicht zur Quarantäne.

In jedem Fall ist das Gesundheitsamt über das Ergebnis zu informieren. Wenn der Test negativ ausfällt, aber innerhalb von zehn Tage Symptome einer COVID-19-Erkrankung auftreten, müssen Betroffene einen weiteren Test machen.

Derzeit können Reisende aus Risikogebieten die Quarantäne vermeiden, wenn sie einen negativen Coronatest mitbringen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Wer den nicht vor­wei­sen kann, muss zwei Wochen in Quarantäne – oder den Test im Inland nachholen und bis zu einem negativen Ergebnis isoliert bleiben.

Die allermeisten Infektionen ereigneten sich derzeit im Inland, sagte Seibert. Nur etwa zehn Prozent der Infektionen ereigneten sich im Ausland. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

19. Oktober 2020
Berlin – Vertreter von Koalition und Opposition im Bundestag haben sich heute erneut für mehr Entscheidungsgewalt für die Parlamente bei den Maßnahmen im Kampf gegen die Coronapandemie ausgesprochen.
Kritik an Ausweitung von Vollmachten der Bundesregierung in der Coronakrise
19. Oktober 2020
Berlin – In einem eindringlichen Appell hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Bundesbürger in ihrem wöchentlichen Videopodcast zur Einschränkung ihrer Kontakte und zum Verzicht auf Reisen
Merkel ruft wegen hoher Infektionszahlen zum Zuhausebleiben auf
19. Oktober 2020
Nürnberg – CSU-Chef Markus Söder hat unter dem Eindruck rasant steigender Infektionszahlen eine bundesweit einheitliche Maskenpflicht für Regionen mit vielen Coronafällen verlangt – in Schulen, auf
Söder will bundesweite Maskenpflicht bei hohen Infektionszahlen
19. Oktober 2020
Berlin – Die Corona-Warn-App des Bundes kann nun auch länderübergreifend über eine möglicherweise gefährliche Begegnung mit Coronainfizierten warnen. Heute Mittag erschien wie angekündigt das Update
Corona-Warn-App startet länderübergreifende Risikoermittlung
19. Oktober 2020
Karlsruhe – Die umstrittenen Beherbergungsverbote in der Coronakrise werden zum Fall für das Bundesverfassungsgericht (BVerfG). Kläger aus Tübingen hätten einen Eilantrag gegen die in
Eilantrag zu Beherbergungsverboten in Karlsruhe eingegangen
19. Oktober 2020
Berlin – Die stationäre Behandlung eines COVID-19-Patienten kostet im Schnitt 10.700 Euro. Das ergab eine Auswertung der Daten von 26,5 Millionen Versicherten der AOK auf Anfrage der Welt am Sonntag.
COVID-19: Kosten für stationäre Behandlung im fünfstelligen Bereich
19. Oktober 2020
Düsseldorf – In 48 nordrhein-westfälischen Krankenhäusern stehen derzeit 80 Betten zur intensivmedizinischen Versorgung niederländischer COVID-19-Patienten bereit. Das teilte das
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER