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Bayerns Ärztekammerpräsident widerspricht Spahn bei Grippeimpfstoff

Donnerstag, 15. Oktober 2020

/dpa

München – Die Bayerische Lan­des­ärz­te­kam­mer (BLÄK) hat Aussagen von Bundesgesund­heitsminister Jens Spahn (CDU) zur Verfügbarkeit von Grippeimpfstoff widersprochen. Er könne Spahns Aussage, es bestünden keine Engpässe bei Grippeimpfstoffen, nicht so ste­hen lassen, sagte BLÄK-Präsident Gerald Quitterer.

Fakt sei, dass in Bayern viele Praxen noch nicht einmal die vorbestellten Impfstoffe kom­plett erhalten hätten. Nachbestellungen seien zwar möglich, jedoch zeitlich nicht abseh­bar.

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„Ob in Zukunft fristgerecht geliefert werden wird, ist eine Hypothek auf die Zukunft“, sagte Quitterer. Die Nachfrage bei Grippeimpfungen sei in diesem Jahr auch in Bayern sehr hoch. Daher seien in einigen Hausarztpraxen die ersten Impfdosen bereits verimpft.

Quitterer appellierte an Politik, sie solle „nicht nur die Bevölkerung zum Impfen aufrufen, sondern auch sicherstellen, dass die impfwilligen Patientinnen und Patienten, vor allem die Risikopatienten und chronisch Kranken, diese Impfung auch erhalten können“.

Spahn hatte gestern Befürchtungen vor Versorgungsengpässen beim Grippeimpfstoff zurückgewiesen und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen dazu aufgerufen, sich impfen zu lassen.

Es könne momentan lokal und zeitlich zu Lieferengpässen kommen, das heiße aber nicht, dass es Versorgungsengpässe bei diesem Grippeimpfstoff gebe. Das Bundesgesund­heits­ministerium hat nach eigenen Angaben für diese Saison 26 Millionen Dosen bestellt, laut Spahn so viel wie noch nie. © dpa/aerzteblatt.de

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