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Medizin

SARS-CoV-2: Experten streiten über Herdenimmunität als Strategie

Donnerstag, 15. Oktober 2020

/freshidea - stock.adobe.com

Boston/London – Über das richtige Vorgehen angesichts einer zweiten Erkrankungswelle mit einer stark steigenden Zahl von SARS-CoV-2-Infektionen sind sich auch Experten uneins. Wenige Tage nachdem sich 3 Epidemiologen in einer „Great Barrington Deklaration“ für einen gezielten Schutz („Focused Protection“) der Bevölkerung ausgesprochen haben, bezeichnen 80 andere Wissenschaftler dies in einem „John Snow Memorandum“ als gefährlichen Irrweg.

In der letzten Woche hatten der Biostatistiker Martin Kulldorff von der Harvard University und die Epidemiologen Sunetra Gupta von der Oxford University und Jay Bhattacharya von der Stanford University von einem erneuten Lockdown abgeraten, da dieser „kurz- und langfristig verheerende Auswirkungen“ auf die öffentliche Gesundheit habe.

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Die Folgen seien niedrigere Impfraten bei Kindern, schlechtere Verläufe bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weniger Krebsvorsorgeuntersuchungen und eine Verschlechterung der psychischen Verfassung der Bevölkerung. Dies werde in den kommenden Jahren zu einer erhöhten Übersterblichkeit führen. Die Forscher warnen auch vor der Benachteiligung von bestimmten Bevölkerungsgruppen wie der Arbeiterklasse und jüngeren Menschen. Schüler von der Schule fernzuhalten sei eine gravierende Ungerechtigkeit, schreiben die Forscher in ihrer Great Barrington Deklaration.

Die drei Forscher schlagen einen gezielten Schutz („Focused Protection“) der am meisten von COVID-19 bedrohten Gruppen vor. So könnten Pflegeheime Personal mit erworbener Immunität einsetzen und häufige PCR-Tests bei anderen Mitarbeitern und allen Besuchern durchführen. Der Personalwechsel sollte minimiert werden. Menschen im Ruhestand, die zu Hause wohnen, sollten sich Lebensmittel und andere wichtige Dinge nach Hause liefern lassen und Familienmitglieder eher draußen als drinnen treffen, um das Ansteckungsrisiko gering zu halten.

Personen, die nicht schutzbedürftig sind, sollten sofort wieder ein normales Leben führen dürfen, aber einfache Hygienemaßnahmen wie Händewaschen beachten. Ein Mund-Nasen-Schutz wird nicht erwähnt. Das Ziel sei das Erreichen einer Herdenimmunität, die das Infektionsrisiko für alle senke – auch für die gefährdeten Personengruppen.

Diese Deklaration, die bis zum 15. Oktober von etwa einer halben Million Menschen unterzeichnet wurde (darunter 26.000 Ärzte und 9.750 Public Health-Forscher), ist bei anderen Wissenschaftlern auf Kritik gestoßen. Mehrere britische Experten betrachteten das Konzept gegenüber dem Science Media Center als „ethisch, logistisch und wissenschaftlich fehlerhaft“ oder sogar als reines „Wunschdenken“. Die Infectious Diseases Society of America bezeichnete das Konzept in einer Stellungnahme als „unangemessen, verantwortungslos und wenig sachkundig“.

Ein gefährlicher Irrweg

Jetzt haben 80 Forscher im einem John Snow Memorandum – benannt nach dem Arzt, der 1854 erkannte, dass sich die Cholera in London über das Trinkwasser verbreitet – eine Gegenposition bezogen. Eine Pandemie-Management-Strategie, die auf eine Herden­immunität setzt, ist nach Ansicht der Gruppe um Deepti Gurdasani vom der Queen Mary University of London, ein gefährlicher Irrweg, der nicht durch wissenschaftliche Erkenntnisse gestützt sei.

Eine unkontrollierte Übertragung unter jüngeren Menschen würde zu erheblichen Gesundheitsschäden und zum Tod vieler Menschen führen, schreiben die Autoren, da es nicht möglich sei, die Epidemie auf bestimmte Teile der Gesellschaft zu beschränken. Abgesehen davon, dass es höchst unethisch sei, große Teile der Bevölkerung zu isolieren, sei eine Grenzziehung nicht möglich, da auch junge Menschen an COVID-19 erkranken können. Die Forscher weisen auf die derzeit diskutierte Gefahr von persistierenden Erkrankungen („long COVID“) hin, die die Gesundheit junger Menschen über viele Jahre beeinträchtigen könnte.

Unklar sei zudem, wie lang eine Immunität anhalte. Das Konzept der Herdenimmunität basiere auf einem lebenslangen Immunschutz. Wenn nach einiger Zeit eine erneute Infektion möglich sei, könnte es zu einer endemischen Ausbreitung des Virus kommen mit einer dauerhaften Gefahr für die gefährdeten Bevölkerungsgruppen.

Der Verzicht auf Restriktionen werde absehbar zu einem Anstieg der Erkrankungen führen, der die Kapazitäten der Gesundheitssysteme schnell überfordern könnte. Notwendig sei jetzt ein entschlossenes und rasches Handeln. Wirksame Maßnahmen zur Unterdrückung und Kontrolle der Übertragung müssten umfassend umgesetzt werden, und sie müssten durch finanzielle und soziale Programme unterstützt werden, um die Auswirkungen auf die Gesellschaft zu minimieren.

Kurzfristig seien vermutlich weitere Einschränkungen erforderlich, um die Infektionszahlen zu reduzieren und einen erneuten Lockdown zu vermeiden. Das Ziel müsse sein, die Neuinfektionen so weit zu begrenzen, dass Ausbrüche durch Kontaktuntersuchungen unter Kontrolle gebracht werden können.

Der Schutz der Volkswirtschaften sei untrennbar mit der Kontrolle von COVID-19 verbunden, heißt es in dem Memorandum, das auch im Lancet (2020; DOI: 10.1016/S0140-6736(20)32153-X) veröffentlicht wurde. Die meisten Unterzeichner kommen aus dem angelsächsischen Raum. Aus Deutschland sind Prof. Reinhard Busse von der Technischen Universität Berlin und Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation dabei. © rme/aerzteblatt.de

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Peter Birkel
am Dienstag, 27. Oktober 2020, 20:01

Gesundheitsnotstand und Katastrophenfall

Es gibt weder einen Gesundheitsnotstand, noch einen Katastrophenfall. Den Gesundheitsnotstand hat es noch nie gegeben und der Katastrophenfall wurde im Juni 2020 außer Kraft gesetzt.
Da das Infektionsschutzgesetz NUR aktiviert wird, wenn der Gesundheitsnotstand ausgerufen wurde, werden sämtliche Verordnungen und Notfallpläne gesetzeswidrig erlassen.
Die Todesfälle (10.000 in 9 Monaten) sind zu vernachlässigen und die Infektionszahlen betragen nur 0,07 % von 80.000.000 Millionen Bürgern.
Der Verfassungsrichter Kirchhof hat daraufhingewiesen, dass es einen 2. Lockdown nicht geben wird, das dieser unzulässig ist und gegen die Verfassung verstößt: Man hätte genügend Zeit gehabt, z. B. mehr Intensivbetten zu schaffen.
Avatar #711280
P.Peschel
am Samstag, 24. Oktober 2020, 10:43

Herbstzeit - Grippezeit u. Erkältungszeit - jedes Jahr wieder-steigende Verbreitung von z. B. Corona-Viren weltweit

Herbstzeit - Grippezeit u. Erkältungszeit - jedes Jahr wieder - steigende Verbreitung von z. B. Corona - Viren weltweit mit beginn Anfang Herbst... aber immer weiter mit der CORONA-Hysterie und Panikmache...!!! WHO sagt selbst - kein Lockdown mehr und mehr...WHO veröffentlicht Studie Covid-19 weniger tödlich als vermutet? Die WHO publiziert eine Metastudie, die weltweite Antikörper-Studien ausgewertet hat, um die Infektionssterblichkeit von Covid-19 zu bestimmen. Das Ergebnis ist erstaunlich: Möglicherweise ist das Coronavirus deutlich weniger tödlich, als bisher vermutet wurde.
In der Diskussion, wie mit den rapide wachsenden Neuinfektionszahlen umgegangen werden soll, geht es auch immer wieder um die Frage, wie tödlich Covid-19 ist. Manche behaupten, die Krankheit sei nicht gefährlicher als eine saisonale Grippe, doch Wissenschaftler sind sich zumindest darin einig, dass dem Coronavirus mehr Menschen als einem Influenza-Virus erliegen. Doch wie tödlich Sars-CoV-2 genau ist, ist schwer zu bestimmen, weil man nicht weiß, wie viele Menschen sich tatsächlich angesteckt haben.
https://www.n-tv.de/wissen/Covid-19-weniger-toedlich-als-vermutet-article22104272.html
Jetzt hat das Bulletin der WHO eine Metastudie der Stanford-Universität veröffentlicht, in der die sogenannte Infektionssterblichkeit anhand von weltweiten Antikörper-Studien ermittelt wurde. Ihren Ergebnissen zufolge ist Covid-19 zwar tödlicher als die Grippe, aber nicht so gefährlich wie bisher angenommen.
Geprüfte Studie eines renommierten Wissenschaftlers
Aufreger bei "Maischberger" Streeck: "Nicht nur über Todesfälle reden" Panorama 15.10.20
Die Metastudie stammt von John P. A. Ioannidis, Professor für Medizin und Epidemiologie an der Stanford-Universität. Laut Berliner Einstein-Stiftung gehört er aktuell zu den zehn meistzitierten Wissenschaftlern der Welt. Außerdem wurde die Studie bereits geprüft und editiert.
Ioannidis hat insgesamt 61 Studien ausgewertet, in denen erforscht wurde, wie viele Personen eines Landes oder einer bestimmten Bevölkerungsgruppe Antikörper gegen Sars-CoV-2 im Blut haben. So kann ungefähr ermittelt werden, wie hoch in dieser Gruppe die tatsächliche Infektionsrate ist, also wie viele von ihnen sich tatsächlich infiziert haben.
Diese sogenannten Seroprävalenzen sind letztendlich nur ungefähre Werte, da vor allem frühe Antikörpertests als relativ unzuverlässig gelten. Außerdem entwickeln offenbar nicht alle Infizierten Antikörper oder bauen sie schnell wieder ab. Trotzdem sollte die Breite der Studie zu recht zuverlässigen Ergebnissen führen.
Drosten wagt eine Schätzung Wie tödlich ist Corona in Deutschland? Wissen 08.10.20
Insgesamt erstellte Ioannidis aus den Studien 74 Schätzungen von Infektionssterblichkeiten. Dazu teilte er ganz einfach die Anzahl der Covid-19-Todesfälle durch die Anzahl der vermutlich Infizierten einer Region. Dabei korrigierte er seine Ergebnisse um die Anzahl der getesteten Antikörper-Typen. Zusätzlich nahm er in seine Metastudie acht vorläufige nationale Schätzungen auf. Aus Deutschland übernahm Ioannidis die Gangelt-Studie von Hendrik Streeck und eine Studie, die in Frankfurt am Main durchgeführt wurde.
Durchschnittliche Infektionssterblichkeit nur 0,23 Prozent
Dabei gab es höchst unterschiedliche Ergebnisse, was der Wissenschaftler auf Unterschiede in der Altersstruktur der Bevölkerung, der Fallmischung von infizierten und verstorbenen Patienten sowie andere unterschiedliche Faktoren zurückführt. Die Schätzungen der Seroprävalenz reichten von 0,02 bis 53,40 Prozent. Die Infektionssterblichkeiten lagen zwischen 0,00 und 1,63 Prozent, die korrigierten Werte betrugen 0,00 bis 1,54 Prozent.
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Insgesamt errechnete Ioannidis eine durchschnittliche Infektionssterblichkeit über 51 Standorte hinweg von 0,27 Prozent, korrigiert 0,23 Prozent. In Regionen mit weniger als 118 Todesfällen pro eine Million Menschen betrug die Rate lediglich 0,09 Prozent. Wo 118 bis 500 Covid-19-Tote pro eine Million Einwohner gezählt wurden, betrug sie 0,20 Prozent, an noch schlimmer betroffenen Standorten lag die Infektionssterblichkeit bei 0,57 Prozent. Betrachtet man nur Bevölkerungsgruppen mit Menschen unter 70 Jahren, betrug die durchschnittliche Rate sogar nur 0,05 Prozent. Zum Vergleich: Christian Drosten geht in Deutschland von einer Sterblichkeitsrate von rund 1 Prozent aus.
Ioannidis räumt ein, dass Antikörper-Studien nicht perfekt sind. Unter anderem sei ihr größtes Problem, dass man nicht genau wisse, ob sie ein repräsentatives Bild einer bestimmten Bevölkerungsgruppe zeichneten. Außerdem ließen die Ergebnisse einer Region nicht unbedingt Rückschlüsse auf die Situation eines ganzen Landes zu. Trotzdem geht er davon aus, dass die meisten Gebiete Infektionssterblichkeiten unter 0,20 Prozent aufweisen. Mit Maßnahmen zum Schutz von Risikogruppen könnten sie sogar noch niedriger ausfallen, schreibt er.
Quelle: ntv.de

Avatar #711280
P.Peschel
am Samstag, 24. Oktober 2020, 10:39

1. WHO Kehrtwende --- Keine Lockdowns mehr

1. WHO Kehrtwende --- Keine Lockdowns mehr ---
Dr. David Nabarro von der WHO appellierte gestern an die Staats- und Regierungschefs der Welt, damit aufzuhören, „Lockdowns als primäre Bekämpfungsmethode“ gegen das Coronavirus einzusetzen. Er sagte auch, dass das Einzige, was durch den Lockdown erreicht werde, die Armut sei...
https://www.meinbezirk.at/niederoesterreich/c-regionauten-community/who-aendert-haltung-zu-lockdowns-und-spricht-sich-nun-dagegen-aus_a4288455#gallery=null



2. Zwei Artikel zur Evidenz und Mortalität... Was mag nur richtig sein...???
Corona - ein Evidenz-Fiasko… ? Mortalität bei COVID-19 niedriger als angenommen…?
1. The current coronavirus disease, Covid-19, has been called a once-in-a-century pandemic. But it may also be a once-in-a-century evidence fiasco
https://www.statnews.com/2020/03/17/a-fiasco-in-the-making-as-the-coronavirus-pandemic-takes-hold-we-are-making-decisions-without-reliable-data/
Deutsche Übersetzung o. a. ArtikelJPA Ioannidis: Corona - ein Evidenz-Fiasko - Impf-Info © Dr. Steffen Rabe
Die aktuelle Coronavirus-Erkrankung, Covid-19, wurde eine Jahrhundert-Pandemie genannt. Aber sie könnte genauso ein Jahrhundert-Evidenz-Fiasko sein.
…kein Land hat verlässliche Daten über die Prävalenz des Virus in einer repräsentativen Stichprobe der gesamten Gesellschaft.
Dieses Evidenz-Fiasko schafft eine enorme Unsicherheit bezüglich des Risikos, an Covid-19 zu sterben. Veröffentlichte Fallsterblichkeits-Raten, wie die offizielle 3,4%-Rate der WHO verursachen Angst und Schrecken – und sind bedeutungslos. Die Menschen, die auf SARS-CoV-2 getestet wurden, sind überproportional häufig diejenigen mit schweren Symptomen und schlechter Prognose. Da die meisten Gesundheitssysteme begrenzte Test-Möglichkeiten haben, könnte sich die dadurch bedingte systematische Verfälschung der Testauswahl in naher Zukunft noch verstärken.
Die einzige Situation, in der eine abgeschlossene Bevölkerung insgesamt getestet wurde, war das Diamond Princess-Kreuzfahrtschiff und seine in Quarantäne genommenen Passagiere. Die Fallsterblichkeit dort war 1%, aber das war eine Gruppe ganz überwiegend Älterer, in der die Sterblichkeit durch Covid-19 wesentlich höher ist…
http://impf-info.de/64-kontakt/315-ioannidis-fiasko-deutsch.html
2. Mortalität bei COVID-19 niedriger als angenommen? Mit Blick auf die Belastbarkeit dieser Ergebnisse sind die zugrunde gelegten Modellannahmen zu berücksichtigen. Deutlich wird aber zumindest eines: Die Gefährlichkeit von SARS-CoV-2 liegt nicht so sehr in der Letalität der Infektion. Beispielsweise lag die weltweite Sterberate Infizierter der SARS-Pandemie von 2002/2003 weltweit bei 9,6 Prozent, bei Patienten ab 60 in Taiwan sogar bei 48,6 Prozent. Und die Sterblichkeit hospitalisierter MERS-Patienten betrug in Saudi-Arabien bis zu 40,7 Prozent…https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/Mortalitaet-bei-COVID-19-niedriger-als-angenommen-407950.html?utm_campaign=AEZ_NL_NEWSLETTER&utm_source=2020-03-24-AEZ_NL_NEWSLETTER&utm_medium=email&tid=TIDP478988X73B2F306E9AB407A9F8B09D65FC5E97DYI4

Abstract
As of 29 February 2020 there were 79,394 confirmed cases and 2,838 deaths from COVID-19 in mainland China. Of these, 48,557 cases and 2,169 deaths occurred in the epicenter, Wuhan. A key public health priority during the emergence of a novel pathogen is estimating clinical severity, which requires properly adjusting for the case ascertainment rate and the delay between symptoms onset and death. Using public and published information, we estimate that the overall symptomatic case fatality risk (the probability of dying after developing symptoms) of COVID-19 in Wuhan was 1.4% (0.9–2.1%), which is substantially lower than both the corresponding crude or naïve confirmed case fatality risk (2,169/48,557 = 4.5%) and the approximator1 of deaths/deaths + recoveries (2,169/2,169 + 17,572 = 11%) as of 29 February 2020. Compared to those aged 30–59 years, those aged below 30 and above 59 years were 0.6 (0.3–1.1) and 5.1 (4.2–6.1) times more likely to die after developing symptoms. The risk of symptomatic infection increased with age (for example, at ~4% per year among adults aged 30–60 years).
https://www.nature.com/articles/s41591-020-0822-7


3. und NUN...? War alles nur eine Pandemie-Übung.. welche die Welt unbedingt braucht um zu sehen wie es funktioniert oder auch nicht dieses eben wie von Gates u. Co schon vorhergesagt und angekündigt wurde... Quellen Material ARD Extra 05-10-2020... Video Link: https://www.youtube.com/watch?v=pn8zQ7qY_fY Anmerkung siehe auch Kommentar unten : 1. Die selbsternannten "Fakten Checker" CORRECTIV spielen im Internet Wahrheitswächter und unterdrücken - Nicht-Linke Meinungen...!!! Diese Praxis wurde jahrelang wehrlos hingenommen, bis - Tichys Einblick - dagegen geklagt hat. Das Ergebnis: CORRECTIV hat verloren, in seiner jetzigen Form könnte der "Fakten Checker" vor dem Aus stehen...
4. 2.Aufklärung über diesen gesponserten "AntiFa Fakten Checker" von CORRECTIV eben nicht – Unabhängig - , !!! Fake News...??? George Soros finanziert Correctiv-Projekt
5. Das gemeinnützige Recherchebüro Correctiv, die linke Kaderschmiede, will im Netz Falschnachrichten kennzeichnen - finanziert wird die Arbeit zunächst von Stiftungen des Milliardärs George Soros… 04.04.2017, 14.24 Uhr
6. Was zeigen uns Fälle wie dieser? Linke Institutionen schwingen sich zum Meinungswächter auf, linke Kräfte wollen der Gesellschaft aufdiktieren, in welche Richtung sie sich zu entwickeln hat.
7. Durch aktiven demokratischen Widerstand jedoch kann man ihnen Grenzen aufzeigen...
8. Ja, wir haben übertrieben - Rudert Leitmedium ARD zurück?

Avatar #659995
Claus Günther
am Donnerstag, 22. Oktober 2020, 21:49

„Focused Protection“

„Focused Protection“ der Risikogruppen und Normalität für das Gros der Bevölkerung ist das Credo, weswegen ich die Great Barrington Declaration mit unterzeichnet habe. Es geht hier nicht um wissenschaftliche Eindeutigkeit, sondern um das „Choosing wisely“ bezüglich COVID-19.
In Europa und Amerika hatte sich SARS-CoV-2 mehr als 2 Monate unbemerkt verbreiten können, so dass hier die „Zero-COVID Strategy“, die in China und einigen anderen, vornehmlich asiatischen Staaten greifen konnte, wenig aussichtsreich war. Sehr schnell war aber klar geworden, dass schwere COVID-19-Verläufe vor allem Hochbetagte und Menschen mit Begleiterkrankungen betreffen, während – im Unterschied zu Influenza-Epidemien – Kinder, Jugendliche und jüngere gesunde Erwachsene davon ganz überwiegend verschont bleiben.
„Focused Protection“ hätte von Anfang die Strategie der Wahl sein müssen, aber leider hat sich die Politik, vor allem auch in Deutschland, von den Falschen und falsch beraten lassen.
Immerhin ist es konsequent, dass die falschen Berater zum jetzigen Zeitpunkt, wo sich die Politik in den empfohlenen Maßnahmen heillos verheddert, zu starken Worten greifen, beispielsweise im John Snow Memorandum oder der Stellungnahme der deutschen Gesellschaft für Virologie (GfV), um ihre Machtposition zu verteidigen.
Es bleibt zu hoffen, dass die verschiedenen Kommuniques in Erinnerung bleiben und die jeweiligen Unterzeichner im Rückblick werden Rechenschaft ablegen müssen. Genau wie die Politiker, die „Focused protection“ strikt ablehnen.
Die GfV malt weiterhin das Schreckgespenst einer „humanitären und wirtschaftlichen Katastrophe“ an die Wand, das „im Falle einer unkontrollierten Durchseuchung“ droht. Die Gesellschaft übersieht, dass die WHO mittlerweile für eine Mehrzahl der Länder weltweit „Community transmission“ als COVID-19-Verbreitungsmuster ausweist. Die Strategie der schnellen Testung, Verfolgung und Isolierung von Kontaktpersonen, an die sich John Snow Memorandum und GfV klammern, ist am Versagenslimit.
Ein weiteres Schreckgespenst ist „long-COVID“. Die Evidenzlage beruht auf Einzelfallschilderungen. „Long-COVID“ wird zu einem weiteren Versagensbeleg des wissenschaftlichen Mainstreams. Wenn Spätfolgen so relevant sind, warum gibt es noch keine systematischen Nachbeobachtungsdaten von COVID-19 versus sonstiger schwerer Atemwegsinfektionen, insbesondere Pneumonien?
Vor COVID-19 war das Interesse an der Ausbreitungsdynamik viraler Infektionen, insbesondere Influenza, und den entscheidenden Parametern für den Kollaps von Pandemien zu gering, ein Mangel, der die Zivilisation jetzt sehr teuer kommt. Petersen et al. (Lancet Infect Dis 2020; 20:e238-44) konnten nur relativ unpräzise folgern: „Pandemics tend to come in waves over the first 2 – 5 years as the population immunity builds-up (naturally or through vaccination), and the the numbers of infected cases tends to decrease“.
Derzeit dominiert in Deutschland und Europa die Eindämmungsstrategie. Sie wurde durch Macht- und Herrschaftsmechanismen etabliert. Eine Mainstream-Elite maßt sich die Definitionsmacht an, was für die jeweiligen Bevölkerungen am besten ist. Zur Verwirrung gehört die Etikettierung als „Current evidence-based consensus on COVID-19“. Um seine Dominanz zu behaupten, wird „Focused protection“ als „dangerous fallacy“, gefährlicher Irrtum abgetan.
Die kommenden Monate und Jahre werden die Konsequenzen aufzeigen. COVID-19 kann die Zivilisation insgesamt nicht gefährden. Allerdings mag es nicht immer gut ausgehen, wenn die Zivilisation permanent den falschen Propheten folgt.
Avatar #745246
Andre B.
am Samstag, 17. Oktober 2020, 03:52

WHO veröffentlicht die finale zitierte Studie von Prof. Ioannidis

Man hätte von Seiten der WHO ohne Zweifel im Sinne der Menschheit gehandelt, wenn man eine wissenschaftliche Ausnahmeerscheinung wie Prof. Ioannidis schon im Mai als in seine Überlegungen miteinbezogen hätte, denn schon zu diesem frühen Zeitpunkt wurde bereits die erste "Vorab-Version" dieser wissenschaftlichen Analyse publiziert.

"Die Metastudie stammt von John P. A. Ioannidis, Professor für Medizin und Epidemiologie an der Stanford-Universität. Laut Berliner Einstein-Stiftung gehört er aktuell zu den zehn meistzitierten Wissenschaftlern der Welt. Außerdem wurde die Studie bereits geprüft und editiert."

"Ioannidis hat inzwischen insgesamt 61 Studien ausgewertet, in denen erforscht wurde, wie viele Personen eines Landes oder einer bestimmten Bevölkerungsgruppe Antikörper gegen Sars-CoV-2 im Blut haben. So kann ungefähr ermittelt werden, wie hoch in dieser Gruppe die tatsächliche Infektionsrate ist, also wie viele von ihnen sich tatsächlich infiziert haben."

"Insgesamt erstellte Ioannidis aus den Studien 74 Schätzungen von Infektionssterblichkeiten. Dazu teilte er ganz einfach die Anzahl der Covid-19-Todesfälle durch die Anzahl der vermutlich Infizierten einer Region. Dabei korrigierte er seine Ergebnisse um die Anzahl der getesteten Antikörper-Typen. Zusätzlich nahm er in seine Metastudie acht vorläufige nationale Schätzungen auf. Aus Deutschland übernahm Ioannidis die Gangelt-Studie von Hendrik Streeck und eine Studie, die in Frankfurt am Main durchgeführt wurde."

Die von Ihm so errechnete, korrigierte und zeitlich angepasste IFR, lag global durchschnittlich bei 0.23%.

>>> https://www.n-tv.de/wissen/Covid-19-weniger-toedlich-als-vermutet-article22104272.html
Avatar #745246
Andre B.
am Freitag, 16. Oktober 2020, 08:58

Meinung ist noch keine Wissenschaft

Ich zitiere:

"Das Severe acute respiratory syndrome coronavirus 2 (SARS-CoV-2) hat weltweit mehr als 35 Millionen Menschen infiziert und, laut WHO, bis zum 12. Oktober 2020 mehr als 1 Million Todesfälle verursacht. Im Angesicht einer zweiten COVID-19 Welle, von der Europa gerade betroffen ist, und einem nahenden Winters, brauchen wir eine klare Kommunikation über die von COVID-19 ausgehenden Risiken und über wirksame Strategien zu deren Bekämpfung. An dieser Stelle teilen wir unsere Ansichten über den derzeitigen evidenzbasierten wissenschaftlichen Konsens zu COVID-19."

"Evidenzbasiert" ist ein sehr gutes Stichwort, mit diesem ehrenwerten Vorsatz jedoch, ist man aber leider schon bei der Einleitung gescheitert. Die WHO selbst geht inzwischen von bis 760 Millionen Infizierten (nicht Kranken) weltweit aus und NICHT etwa von 35 Millionen! Dies entspricht einer globalen IFR von 0.15% bei einer Million Todesfälle und 760 Millionen Infektionen. (https://apnews.com/article/virus-outbreak-archive-united-nations-54a3a5869c9ae4ee623497691e796083) Weiteren Berechnungen von Herrn Prof. Dr. Ioannidis folgend, ergibt sich unter Verwendung von 50 internationalen Einzelstudien, eine globale IFR von 0,24% und für unter 70 Jährige konnten 0,04% ermittelt werden. (https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.05.13.20101253v3)

"SARS-CoV-2 breitet sich durch direkten Kontakt (über größere Tröpfchen und Aerosole) und durch Aerosole über größere Entfernungen aus. Seine hohe Infektiosität in Kombination mit der Empfänglichkeit einer immunologisch naiven Population für diese neue Virus schafft die Voraussetzungen für eine rasche Ausbreitung in der Bevölkerung. Die Infektionssterblichkeit von COVID-19 ist um ein Vielfaches höher als die der saisonalen Grippe, und die Infektion kann auch bei jungen, zuvor gesunden, Menschen (d.h. «Long COVID» zu einer anhaltender Erkrankung führen. Es ist unklar, wie lange eine schützende Immunität anhält. Genauso wie andere saisonale Coronaviren ist SARS-CoV-2 in der Lage, Menschen nach einer überstandenen Erstinfektion erneut zu infizieren."

Die Studie auf die man sich bezieht um untermauern zu wollen, das Covid-19 viel gefährlicher als eine saisonale Influenza ist, kann methodisch nicht überzeugen und verwendet außerdem ungeeignete Parameter, um daraus überhaupt erst verlässliche Schlüsse ziehen zu können. Die in der Studie verwendeten Daten (zu großen Teilen nur aus China) wurden z.b. von Januar bis März erhoben, als ohnehin noch wenig über Covid-19 und adäquate Behandlungsstrategien bekannt war. Unter anderem diese Punkte, lassen überhaupt keine haltbaren Vergleiche oder Statements dies betreffend zu!

Auch für zahlreiche weitere im Memorandum getätigte Aussagen, fehlt die von den Autoren angemahnte Evidenz bzw. auch die dazugehörigen Quellenangaben, was wiederum einen Großteil dieses Textes leider zu einer schlichten Meinungsbekundung herabqualifiziert.
Avatar #745246
Andre B.
am Freitag, 16. Oktober 2020, 07:18

@Ärzteblatt - Redaktion

Sehr geehrte Damen und Herren,

der von Ihne hier abgedruckte Link führt so leider nicht zum Ziel!

Mit freundlichen Grüßen

Andre B.
LNS

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