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Ärzteschaft

Kassen übernehmen Kosten für Schutzausrüstung in Berlins Praxen

Freitag, 16. Oktober 2020

/Sherry Young, stock.adobe.com

Berlin – Aufgrund des erhöhten Mehrbedarfs an Schutzausrüstung in der Coronapande­mie haben sich die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin und die Krankenkassen darauf geeinigt, dass 75 Prozent der Praxiskosten für Schutzausrüstung von den Krankenkassen übernommen werden. Die Regel soll vom 1. Oktober 2020 bis zum 31. März 2021 gelten.

„Es freut uns, dass wir für die niedergelassenen Kollegen in Berlin sehr kurzfristig eine so wichtige Vereinbarung mit den Krankenkassen treffen konnten. Das ist laut unserer Kenntnis die erste Regelung dieser Art“, sagte der KV-Vorstand.

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Die gemeinsame Vereinbarung zwischen der KV Berlin und den Kassen zeige, dass es in schwierigen Zeiten auch darauf ankommt, schnell und unkompliziert praktikable Lösungen zu finden.

„Diese Vereinbarung versteht sich aber auch ein Stück weit als Anerkennung der Kollegen in der ambulanten Versorgung, die auch in Zeiten von Corona für ihre Patienten da sind“, so der KV-Vorstand.

Die KV Berlin will Vertragsärzte aber nicht nur in finanzieller Hinsicht unterstützen, son­dern auch mit Blick auf die Bestellung.

Demnach soll die Schutzausrüstung – hier im Besonderen FFP2- und FFP3-Masken, OP-Masken, Schutzbrillen, Schutzkittel, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel – in großen Einkaufsgemeinschaften bestellt werden. © hil/sb/aerzteblatt.de

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Avatar #88767
fjmvw
am Samstag, 17. Oktober 2020, 15:10

KV Berlin schadet in geistiger Umnachtung den Ärzten

….. und verkauft ihr Unvermögen sogar noch als gutes Werk :-)

Wenn man liest, Zitatanfang
Coronabedingt werden bis Ende März 75 Prozent der Kosten erstattet, die Praxen für Schutzausrüstung ausgeben. Darauf haben sich die KV Berlin und die regionalen Krankenkassen geeinigt. (….) Auch wenn die Beschaffung von Schutzausrüstung eigentlich unter den Praxisbedarf fällt und von den Praxen selbst bezahlt werden muss, sind sich KV Berlin und Kassen einig, dass es in der aktuellen Zeit einer besonderen Unterstützung der Praxen bedarf.
Zitatende https://www.kvberlin.de/fuer-praxen/aktuelles/praxis-news/detailansicht/pn201015

denkt man sich: „Super, hat die KV gut gemacht. Eigentlich müssten es die Ärzte bezahlen und die KV hat es geschafft, die Kassen mit 75% an den Kosten zu beteiligen.“

Wenn man allerdings in Ruhe darüber nachdenkt, in wessen Zuständigkeits- und Verantwortungsbereich Corona fällt, kommt man unweigerlich zum Ergebnis, dass KV und Kassen gemeinsam den Interessen der Ärzten geschadet haben. Denn Corona ist amtlich festgestellt eine Seuche. Und für Seuchenbekämpfung ist der Öffentliche Gesundheitsdienst zuständig. Demzufolge hat der ÖGD alle Kosten zu tragen, die wegen Corona anfallen.

Alle Kosten.

Der Deal zwischen KV Berlin und den Kassen hat jedoch zur Folge, dass die Ärzte 25% der Kosten zu tragen haben. Im wohlwollenden Fall hat die KV Berlin das alles in geistiger Umnachtung ausgehandelt. Geht man weniger wohlwollend an die Sache, hat die KV Berlin wissentlich den Ärzten vorsätzlich geschadet.

Und die meisten Berliner Ärzte werden der KV dafür sogar noch dankbar sein. Also was soll’s, vergessen wir die Sache einfach.
LNS

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