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Forschungs­kooperation will Antibiotikagabe bei Kindern senken

Montag, 19. Oktober 2020

/Rafael Ben-Ari, stock.adobe.com

München – Mediziner haben in Deutschland eine Forschungskooperation mit dem Na­men Tele-Kasper gestartet. Beteiligt sind daran primär das Klinikum der Ludwig-Maxi­milians-Universität München (LMU), das Universitätsklinikum Halle (Saale), das Univer­sitätsklinikum Essen und das Universitätsklinikum Homburg (Saarland) sowie weitere Partner, wie regionale Krankenhäuser und die AOK Bayern.

Ziel des Projektes ist es, den Einsatz von Antibiotika bei Kindern um mindestens 20 Pro­zent zu reduzieren. Tele-Kasper steht für „Telemedizinisches Kompetenznetzwerk Antibi­otic Stewardship in Pediatrics“ und wird in den kommenden drei Jahren vom Gemeinsa­men Bundesausschuss (G-BA) mit mit rund 7,7 Millionen Euro gefördert.

„Geplant ist, ein infektiologisches Netzwerk aufzubauen“, erklärte Stefan Moritz, der am Universitätsklinikum Halle (Saale) für das Projekt verantwortlich ist. Die Basis dafür soll­en eine App und telemedizinische Angebote schaffen. So enthält die App nicht nur einen Antiinfektivaleitfaden, es können dank des Telemedizinansatzes auch gezielt Anfragen gestellt und Patientenfälle geschildert werden.

Eine Antwort gibt es entweder direkt per Kurznachricht oder auch per Videokonferenz in Form eines telemedizinischen Konsils. Weitere Optionen sind wöchentliche Fallkonferen­zen mit mehreren Partnern sowie Fortbildungen für medizinisches Personal. „So können sich Kinderärzte umliegender nicht universitärer Krankenhäuser zum Einsatz von Antibio­tika von Experten beraten lassen“, sagte Moritz.

Die vier Universitätsklinika fungieren laut Moritz als „Hubs“, also Zentren für umliegende Krankenhäuser mit Kinderstationen. An allen Standorten sind insgesamt 35 Kliniken aus der jeweiligen Umgebung involviert, die von den jeweiligen Hubs über 27 Monate hin­weg beraten werden. © hil/sb/aerzteblatt.de

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