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Politik

Söder will bundesweite Maskenpflicht bei hohen Infektionszahlen

Montag, 19. Oktober 2020

/picture alliance, Nicolas Armer

Nürnberg – CSU-Chef Markus Söder hat unter dem Eindruck rasant steigender Infektions­zahlen eine bundesweit einheitliche Maskenpflicht für Regionen mit vielen Coronafällen verlangt – in Schulen, auf öffentlichen Plätzen und auch am Arbeitsplatz.

Grundsätzlich sprach sich der bayerische Ministerpräsident dafür aus, dem Bund mehr Rechte beim Infektionsschutz einzuräumen. „Ich bin ein überzeugter Föderalist, aber ich glaube, dass der Föderalismus zunehmend an seine Grenze stößt“, sagte er heute vor einer Schaltkonferenz des CSU-Vorstands in Nürnberg. „Wir brauchen eine allgemeine Masken­pflicht national“, sagte Söder.

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Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen solle eine Maskenpflicht auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und in Schulen gelten, in Grundschulen und Horten ab der Marke 50.

Und: Söder forderte bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 eine bundesweite Masken­pflicht auch am Arbeitsplatz, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden können. Zudem solle der Rest der Länder dem bayerischen Beispiel folgen und etwa auch die Sperrstunde für Lokale schon um 22 Uhr verhängen, wenn eine 7-Tage-Inzidenz von 50 erreicht ist.

Die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zuletzt bereits auf eine schrittweise Ausweitung der Maskenpflicht in Coronahotspots verständigt.

Demnach soll spätestens bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 „eine ergänzende Mas­kenpflicht im öffentlichen Raum dort eingeführt werden, wo Menschen dichter und/oder länger zusammenkommen“. Bei einem Wert von 50 soll die Maskenpflicht nochmals er­weitert werden. Wo und wie genau, hatte der Beschluss aber offen gelassen, das müssen die Länder regeln. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #759489
MITDENKER
am Dienstag, 20. Oktober 2020, 22:43

Und immer schön aufpassen, dass die Ärzte auch alles korrekt machen

Und wenn nicht - melden:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=66022#more-66022
Avatar #789658
2haeschen
am Dienstag, 20. Oktober 2020, 15:07

Vielleicht fehlt ihm Urlaub ...

... bundesweite Maskenpflicht ab 35 / 100.000 ...

Werter Herr Söder ... wir rechnen einfach mal:

Landkreis A und Landkreis B sind annähernd gleich groß.

Landkreis A hat 105 Fälle in den letzten 7 Tagen ...
Landkreis B hat 74 Fälle in den letzten 7 Tagen ...

Wenn ich nun ängstlich wäre, würde ich mich wohl lieber in Landkreis B aufhalten wollen ...

Nun schaue ich mir die aktuelle Grafik an und stelle fest: Landkreis A hat die 35 / 100.000 knapp erreicht, Landkreis B ist drüber !!!

Also muss man in Landkreis B die Maßnahmen verschärfen? Wie kann das sein?

Antwort: Landkreis B hat weniger Einwohner.

Wenn man nun diese 35 / 100.000 "positiv getesteten" (und in Quarantäne befindlichen) auf 21 kleinere und größere Städte aufteilt ... genau ... dann treffe ich rechnerisch in einer Kleinstadt (7000 EW) an 5 von 7 Tagen keinen "positiv getesteten".

Und wenn die "positiv getesteten" alle im Studentenwohnheim in einer anderen Stadt des Landkreises leben (würden) treffe ich in der Kleinstadt gar keinen "positiv getesteten) mehr. Und müsste demzufolge auch keine Schule hier vor Ort schließen (nur als Beispiel).

Das Problem bei den Zahlen oben: Man weiß nicht, woher die Zahlen kommen.

Avatar #759489
MITDENKER
am Dienstag, 20. Oktober 2020, 12:46

Man kann es auch übertreiben

Und Söder macht das gerne. Ein Blick in die Vergangenheit würde bei der Einschätzung helfen:
Die spannende Frage hier ist die nach den Relationen u. der Verhältnismässigkeit. Wenn man eine Suchmaschine anwirft, findet man z.B. unter dem Stichwort INFLUENZA, dass schon früher deutlich höhere Infektionszahlen gegeben waren:
„Gemäß der saisonalen, klinischen Sentinella-Surveillance der Influenza in Österreich wurde für Kalenderwoche (KW) 40/2017, mit Beginn der Meldungen von Grippe/Grippe-ähnlichen Krankheitsfällen (influenza-like illness; ILI) eine Inzidenz von 289 Fälle/100.000 Einwohner geschätzt. In KW 7/2018 erreichte die Inzidenz der Grippe/Grippe-ähnlichen Krankheiten mit 1.793 Fällen/100.000 Einwohner ihren Höhepunkt“, heißt es im Jahresbericht der Nationalen Referenzzentrale für Influenza Epidemiologie der AGES für die Saison 2017/2018.”
Wie man sieht, ging es damals genau so heftig zu. Allerdings mussten damals Kinder beim Schulsport keine Masken tragen…und bei einer Zahl von 1793 Infizierten hätten wir wohl nicht nur einen Lockdown, sondern auch Ausgangssperren der besonderen Art.
Das stammt übrigens nicht aus einem “Verschwörer-Artikel”, sondern aus einem Fachartikel. Es lohnt sich, ihn genauer zu lesen:
https://pflege-professionell.at/at-wenn-die-influenza-auf-der-intensiv-landet
LNS

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