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Mehr Coronafälle: Alle Krankenhäuser an Seenplatte mit Besuchsverbot

Mittwoch, 21. Oktober 2020

/picture alliance, Britta Pedersen

Neubrandenburg/Waren – Zum Schutz vor dem Coronavirus haben nun alle acht Krankenhäuser im bundesweit größten Landkreis – der Mecklenburgischen Seenplatte – Besuchsverbote ausgesprochen. Damit sollen vor allem Patienten vor SARS-CoV-2-Infektionen bewahrt und der Klinikbetrieb weiter gewährleistet werden, wie heute Sprecher mehrerer Kliniken erklärten.

Die Krankenhäuser liegen in Neubrandenburg, Malchin, Altentreptow, Neustrelitz, Demmin, zwei Häuser in Waren an der Müritz und ein Haus in Röbel. Der dünn besiedelte Großkreis ist mit rund 5.500 Quadratkilometern etwa doppelt so groß wie das Saarland und sechsmal so groß wie Berlin.

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Durch eine Häufung von SARS-CoV-2-Neuinfektionen in den letzten Tagen liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz derzeit an der Seenplatte bei 38 Fällen pro 100.000 Einwohner in einer Woche und ist somit die höchste in Mecklenburg-Vorpommern. In sieben Tagen wurden insgesamt 99 neue Infektionen registriert. Der Kreis hat Schutzmaßnahmen ebenfalls verschärft.

Im größten Klinikum in Neubrandenburg werden derzeit 15 Coronapatienten stationär behandelt, davon zwei auf der Intensivstation, wie Sprecherin Anke Brauns sagte. Ausnahmen vom Besuchsverbot, wie etwa bei Kindern oder Sterbenskranken in der Palliativmedizin, seien möglich, müssten aber mit dem ärztlichen Dienst abgesprochen werden.

Mehrere Rehabilitationskliniken im Kreisgebiet – wie die Müritz-Klinik in Klink bei Waren – dürfen nach einer Lockerung im Sommer nun ebenfalls nicht mehr von Besuchern betreten werden.

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen haben auch zahlreiche Kliniken in Niedersachsen ihre Regelungen für Besucher verschärft. „Das ist notwendig, um das Infektionsgeschehen einzudämmen“, sagte heute Helge Engelke, Verbandsdirektor der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (NKG). © dpa/aerzteblatt.de

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