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Politik

Weil warnt vor höheren Beiträgen für gesetzliche Krankenkassen

Mittwoch, 21. Oktober 2020

/Stockfotos-MG, stock.adobe.com

Hannover – Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat angesichts wachsender Ausgaben für Coronatests vor Beitragssteigerungen der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung gewarnt. Zu erwarten seien „knackige Beitragserhöhungen“ im kommenden Jahr, sagte der SPD-Politiker heute dem Tagesspiegel.

„Jetzt kommt ein richtiger Griff in die Kassen, das hält das System nicht aus“, so Weil. Er lehne Pläne der Bundesregierung ab, die Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen von acht Milliarden Euro für die Bewältigung der Corona-Kosten heranzuziehen.

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Werden die Rücklagen aufgebraucht, könnten viele gesetzliche Krankenkassen in die roten Zahlen rutschen und die Zusatzbeiträge am Ende daher deutlich stärker steigen.

„Beitragserhöhungen sind letztlich für die allermeisten Zahler verdeckte Steuererhöhungen“, sagte Weil. Zudem komme der dickste Kostenbrocken erst noch: „Wenn es gut geht, wird im nächsten Jahr eine umfassende Impfwelle durch Deutschland gehen, die sehr viel Geld kosten wird.“

Weil kündigte eine Bundesratsinitiative an, um zu verhindern, dass die Kosten zu stark etwa auf die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) und die Betriebskassen abgewälzt werden. Ziel sei, das Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz der Bundesregierung zu stoppen und notfalls den Vermittlungsausschuss anzurufen, betonte Weil.

Er rief dazu auf, die privaten Krankenkassen stärker in die Finanzierung einzubeziehen. Der Bund solle zudem mehr als die bisher geplanten fünf Milliarden Euro zusätzlich zuschießen.

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hatte Mitte September ein Maßnahmenpaket zur Stabilisierung der Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung vorgelegt. Besonders Kassen, die gut gewirtschaftet haben, würden bestraft, kritisierte Weil. © dpa/aerzteblatt.de

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